2011 Yukon Quest Trail Blog 2

Februar 3, 2011 by  
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Waehrend Sui wohl noch im Flieger sitzt fuhren einer der Direktoren des Yukon Quest, eine freiwillige Mithelferin, eine Radioreporterin, der Photograf der Fairbanks Tageszeitung , eine Tieraerztin des YQ mit zwei Autos aus Fairbanks los um das 900 km entfernte Whitehorse zu erreichen. Nina Hansen, die Tieraerztin, John Wagner, der Photograf und ich teilten uns eines der Autos des YQ. Es ist immer wieder wunderschoen, die Strecke zu fahren.

Nina Hansen – die Tieraerztin, so hatten wir uns geeing, wuerde die ersten 450 km im Morgengrauen und bis in den fruehen Nachmittag hinein bis zur kanadischen Grenze fahren. Sie fuhr den typischen Stil einer erfahrenen Alaskanerin mit einigen etwas gewagt angefahrenen Kurven auf der eisigen Strasse , einer Durchschnittsgeschwindigkeit die ungefaehr 10% ueber der erlaubten Hoechstgeschwindigkeit des Alaska Highway lag … und tat dies teilweise mit ihrer Tasse Kaffe in der rechten Hand. Manchmal habe ich einfach weg geguckt wenn sie Kurven anging, aber der Photograph der Fairbanks Tageszeitung lenkte mich mit Fragen ab. Er war noch nie auf dem YQ Trail gewesen und war sehr gluecklich ueber seine erste Chance das Rennen mit zu verfolgen.
Allerdings stiegen die Temperaturen, die in Fairbanks noch um gemuetliche -10C gelegen hatten schon nach den ersten 200 suedoestlich fuehrenden Kilometern auf +3 Grad an und die Strassen wurden glatter, obwohl die Reifen gut griffen. Wir hatten dies nicht erwartet. An der kanadischen Grenze hielt uns die Beamtin nur kurz auf: “Vielen Dank fuer die Paesse. Alles klar. Im Augenblick tobt Richtung Whitehorse in den Bergen ein Schneesturm und in den Niederungen regnet es. Der Regen friehrt auf der Strasse, passt also auf. “Ok”, meinte Nina: “Du bist dran mit fahren.” Es ist immer erstaunlich wieviel es aus macht ob man Beifahrer ist oder selbst hinter dem Steuer sitzt. Ploetzlich war sie es, die etwas nervoes war obwohl sich mein Fahrstil von ihrem in keinster Weise unterschied.

Als die Nacht einbrach, waren wir immer noch ueber 250 km von Whitehorse entfernt. Sturmboehen wurden ploetzlich neben dem Schneegestoeber zum groessten Problem und trieben das 120 km/h fahrende Auto gegen die Lenkung ploetzlich zu manchen Zeiten weit bis ueber den Mittelstreifen der Strasse. Schlussendlich, als es anfing durch das Schneegestoeber auch noch zu regnen und ich die Scheibenwischer anstellen musste, fuhr ich doch etwas vorsichtiger. Immerhin ist die erlaubte Hoechstgeschwindigkeit nur 90 km/h. Ich hielt mich also vorsichtig um 100 km/h. Nina war bis zu 130 km/h gefahren. Wir waren alle froh als wir schlussendlich nach einigen Kaffepausen und 11 ½ Stunden in Whitehorse ankamen und ich meine verkrampften Finger vom Lenkrad loeste. Keine Elche auf der Strasse und die paar etwas haarigen Augenblicke, die wir beide als Fahrer gehabt hatten waren zu unseren Gunsten ausgefallen.

In der Stadt reihte ich mich erst zweimal falsch ein und fuhr dann an auf der Suche nach dem Hotel in dem alle Mitglieder des YQ hausen an der falschen Abzweigung ab. “Also auf der Landstrasse bist du ja echt gut, aber als Stadtfahrer taugst du wirklich nichts”, meinte die vegetarische Tieraerztin mit kritisch laechelnden Augen waehrend sie entspannt an ihrem Studentenfutter kaute. Wir hatten wirklich Spass gehabt.

Alle offiziellen Mitarbeiter des YQ werden nomaler Weise in einem sehr guten Hotel in Whitehorse, dem High Country Inn, untergebracht. Dieses Hotel sponsort das Yukon Quest. Als die Tieraerztin und ich mit unserem Gepaeck in die Eingangshalle liefen, standen dort aus Zufall auch gleich ein paar andere Tieraerzte, Rennrichter und Mitarbeiter. Wir wurden beide mit grossem Hallo, vielen Umarmungen und Handschlaegen emfangen. Schon zwei Minuten spaeter befand ich mich in Diskussionen. “Kann ich das Auto erst mal auspacken ?”, fragte ich. Es fuehlte sich fast so an, als waere der letzte Musher des 2010 Rennens erst gestern ueber die Ziellinie gelaufen und wir wuerden alle gleich wieder von vorne anfangen.

Ich freue mich auf Sui.
Viele Mitarbeiter des Quest kennen ihn und sind freudig erstaunt, dass er jetzt wirklich in die ‘Yukon Quest Family’ eintritt, die ‘offiziell’ dem Trail folgt.
YEAH !!! Let’s do it.
Peter

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