Dallas Seavey gewinnt das Iditarod 2012

März 20, 2012 by  
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Die 40te Ausgabe des ‘Last great Race on Earth’ – das Iditarod 2012 Rennen – hat Dallas Seavey gewonnen. Ungefaehrdet kam Seavey um 19:29:26 Uhr mit neun Hunden vor dem Schlitten in den Zielbereich nach Nome eingefahren. Seine Verfolger, allen voran Aliy Zirkle und Ramey Smyth, konnten den Musher aus Seward nicht mehr einholen. Mit seinen 25 Jahren ist Dallas Seavey nun der juengste Iditarod Champion aller Zeiten. Der Yukon Quest Champion von 2011 sagte im Ziel, dass er nicht den Halbzeit-Preis und auch nicht die Gold-Nuggets gewinnen wollte, sondern die Schluessel – die Autoschluessel fuer einen Dodge PickUp im Wert von mehr als 40.000 US-Dollar. Fuer seinen Sieg wurde ihm dann noch ein Scheck, im Wert von 50.400 US Dollar ueberreicht. Auf die Frage, wie er aus seiner Sicht das Rennen gewonnen hat, meinte Seavey, dass er schon frueh begonnen hatte seinem Team zusaetzliche Rast zu geben, um dann spaeter die Reserven seiner Hunde abrufen zu koennen.

Fuer die Mushing-Familie Seavey war das diesjaehrige Iditarod eines der erfolgreichsten, da Mitch Seavey, der Vater und der Grossvater Dan, von Dallas, den 7ten bzw. den 51ten Rang belegten. Ausserdem hatte Conway Seavey bereits vor dem Rennen das Iditarod Junior gewonnen.

Nach Dallas Saevey belegte die Yukon Quest Gewinnerin von 2000, Aliy Zirkle den zweiten Platz und Ramey Smyth den dritten. Bester Neuling des Rennens wurde der Yukon Quest Veteran Brent Sass. Der als grosser Favorit auf den Sieg gehandelte Hugh Neff konnte nur den 18. Rang belegen und auch der viermalige Iditarod Champion Lance Mackey hatte grosse Probleme mit seinem Hundeteam und wurde
in der Endabrechnung 22ter. Der nach einem Jahr Pause zurueckgekehrte Jeff King musste vor Unanakleet vorzeitig ausscheiden, das seine Hunde nicht mehr weiterlaufen wollten. Auch die einzigen aus Deutschland stammenden Hundeschlittenfuehrer Gerry Willomitzer und Silvia Furtwaengler mussten aufgeben.

Dallas Seavey: ‘It’s all you can do to not come to tears’ from Kyle Hopkins@adn.com on Vimeo.

Traditioneller Start des Iditarod 2012 in Anchorage (Alaska)

März 4, 2012 by  
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Beim traditionellen Start in Anchorage sind die 66 Teilnehmer mit ihren Iditaridern im Schlitten auf die kurze Strecke durch die groesste Stadt Alaskas gegangen. Wie jedes Jahr wurden dafuer die Strassen gesperrt und – obwohl es schon schneite – mit Schnee praepariert. Die Veranstaltung ist eher ein Festival, bei dem sich die Musher, ihre Familien, Freunde, Unterstuetzer und Fans sowie die Zuschauer und die Sponsoren sich treffen und feiern.

Die ehemaligen Sieger und natuerlich der aktuelle Champion John Baker, waren besonders belagert. Der Musher aus Kotzebue, gab an, dass er seinen Titel verteidigen und seinen eigenen neuen Streckenrekord von acht Tagen und 19 Stunden unterbieten wolle. Experten halten aber bei den jetzigen Schneemassen, einen neuen Rekord fuer eher unwahrscheinlich. Trotzdem sei Baker mit seinen beiden Leithunden ‘Snickers’ und ‘Velvet’, die sein Team auch letztes Jahr zum Sieg fuehrten, bereit und man wolle die Fruechte des harten Trainings ernten. Er selbst haette aber dieses Jahr nicht mehr den Druck gewinnen zu muessen.

Ramey Smyth

Aehnlich aeusserte sich einer seiner aergsten Rivalen, Lance Mackey. Dem viermaligen Iditarod und Yukon Quest Champion sei es vollkommen egal, ob er ueberhaupt nochmal ein Rennen gewinnen werde. Er wuerde sich mehr erfreuen, die beginnende Musher-Karriere seines Stiefsohnes Cain Cartner, zu beobachten. Er fuegte aber an, dass er trotzdem hungrig auf einen fuenften Titel sei, obwohl viele meinten er habe den Hoehepunkt seiner Karriere ueberschritten. Abschliessend sagte der ehemalige Krebs-Patient, er sei nicht angetreten, um einen Camping-Trip zu machen.

Daran wird auch nicht sein ehemals groesster Konkurrent der letzten Jahren, Jeff King glauben. Der 56jaehrige war nach seinem Jahr Pause gleicht mit einem Sieg beim Sheep Mountain 150 zurueckgekehrt und meint, dass es sich koerperlich und mental besser fuehle als ja zuvor. 2006 hatte King zum letzten Mal das Iditarod gewonnen, danach erbitterte Zweikaempfe mit Lance Mackey gefuehrt, die er aber nicht fuer sich entscheiden konnte.

Ganz im Gegensatz zu Hugh Neff, der im diesjaehrigen Yukon Quest zum ersten Mal seinen Freund und Rivalen Lance Mackey besiegen konnte. Fuer viele ist der aktuelle Yukon Quest Gewinner einer der groessten Favoriten fuer einen Iditarod-Sieg. Auch der Musher aus Tok, gibt an, dass er merkt, dass man dieses Jahr mehr von ihm erwarten wuerde. Er zog auch gestern auf der 4th Avenue in Anchorage mehr Aufmerksamkeit auf sich, als in den Jahren zuvor.

Ausgelassene Stimmung und heitere Atmosspaehre wird man heute beim Re-Start in Willow (Startzeit 14:00 Uhr) weniger finden, da geht es schon etwas serioeser zu. Dann sind die Teilnehmer schon auf ihre wirkliche Aufgabe, die Bewaeltigung der 1.600 Kilometer langen Strecke durch die alaskanische Wildnis, geeicht.

Mackey: ‘People think that I’m on a downhill spiral’ from Kyle Hopkins@adn.com on Vimeo.

Diese Strecke wurde nochmals in letzter Minute geaendert. Vor dem Rennen hatte die Iditarod-Organisation verkuendet, die beruechtigten ‘Happy River Steps’ dieses Jahr zu umfahren. Doch der erhebliche Schneefall hatte diese Aenderung zu nichte gemacht – die Alternativstrecke sei nicht die bessere Option. So bleibt es bei der alten – originalen Streckenfuehrung.