Peter Kaiser gewinnt das Kuskokwin 300 2015

Januar 19, 2015 by  
Filed under Allgemein, Kusko300

Zum ersten Mal seit 29 Jahren hat wieder ein Einwohner aus Bethel das Mittelstreckenrennen Kuskokwim 300 gewonnen. Peter Kaiser hat gestern mit der Überquerung der Ziellinie auf dem zugefrorenen Kuskokwim Fluss Mushing-Geschichte geschrieben. Überschwänglich wurde er von den Einwohnern, Fans und Familienangehörigen im Zielbereich in Bethel empfangen. Der sonst eher zurückhaltende Musher öffnete selbst eine von Fans gereichte Champagnerflasche und verspritze den Inhalt auf sich und die Menge. Es sei verrückt und unwirklich – ein Traum sei in Erfüllung gegangen, so der Vater einer 2jährigen Tochter.

Local favorite, Pete Kaiser

Noch in Tulusak nach der letzten vorgeschriebenen Rast, sah es noch anders aus, da der Titelverteidiger und Sohn des viermaligen Iditarod Champions Martin, Rohn Buser einen 7-Minuten Vorsprung hatte. Doch Kaiser überholte Rohn, der für lange Strecken das Rennen anführte, auf dem Weg nach Bethel. Buser hatte kurz vor dem Finale eine falsche Abzweigung genommen, die möglicherweise eine Abkürzung hätte sein können. Die Rennorganisation beobachtete die Situation per GPS-Tracker und entschloss sich Buser per Schneemobilfahrer einzuholen und mitzuteilen, dass er entweder umkehrt oder weiterfährt – dafür aber eine (Zeit-)Strafe erhalten könnte. Der 25jährige entschied sich aber weiter zu fahren. Kaiser war aber sowieso Erster. Eine noch mögliche Zeitstrafe würde das Endergebnis jedoch nicht beeinflussen.

Rohn Buser belegte dann 13 Minuten nach Kaiser den 2ten Rang, der neunmalige Champion Jeff King wurde Dritter. Tony Browning kam als Vierter und Ken Anderson als Fünfter ins Ziel.

Kaiser gewann mit seinem Sieg 25.000 US Dollar. Er ist auch der erste Musher, der alle drei Titel in allen drei Wettbewerben Kusko300, Bogus Creek 150 und Akiak Dash gewonnen hat.

Das letzte mal das ein Musher aus der Region (YK Delta) das Rennen gewonnen hat war 1986. Es war der heutige Rennorganisator Myron Angstman aus Bethel.

Von den 25 gestarteten Teams sind 23 ins Ziel gekommen, Isaac und Nathan Underwood, sowie Chuck Schaeffer sind vorzeitig ausgeschieden. DeeDee Jonrowe wurde Letzte und gewann die Rote Laterne.

Kuskokwim 300 mit Rekord-Teilnehmerfeld

Januar 16, 2015 by  
Filed under Allgemein, Kusko300

31 Teams sind für, das heute in Bethel startende, Kuskokwim 300 Rennen gemeldet. Seit 1994 ist dies das größte Teilnehmerfeld. Die großen Namen des Schlittenhundesports sind mit Jeff King, Martin Buser, DeeDee Jonrowe und Lance Mackey ebenso vertreten, wie lokale einheimische Hundeschlittenführer: Peter Kaiser von Bethel, Isaac und Nathan Underwood sowie Richie Diehl aus Aniak. Aus Akiak stammen Mike Willams Junior und Senior. Der ehemalige Champion John Baker, seine Partnerin Katherine Keith und Chuck Schaeffer stammen aus Kotzebue. Nome ist vertreten durch Rolland Trowbridge und Tara Cicatello.

Ebenso am Start sind Ken Anderson, Aaron Burmeister, Paul Gebhardt, Joar Ulsom, Brent Sass und der Titelverteidiger Rohn Buser.

Dog Sled Team in Starting Gate

Das Limit von 14 Hunden wurde dieses Jahr auf zwölf Vierbeiner herabgesetzt, mit dem Hintergrund mehr lokale Musher für das Rennen zu gewinnen, die meist kleinere Kennels haben.

Auch musste der Trail geändert werden, da der Abschnitt am Whitefish Lake Loop nicht in den Griff zu bekommen war – zusätzlich hatte sich Eis in der Nähe von Kalskag gestaut, was aber inzwischen weggeräumt wurde. Darum fahren die Teams nun auf dem zugefrorenen Kuskokwim Fluss von Bethel nach Aniak und wieder zurück.

Die Gesamtgewinnsumme beträgt dieses Jahr 123.00 US Dollar, 25.000 $ gehen davon alleine an den Sieger. Damit ist das Kusko300 weiterhin das bestbezahlte Mittelstreckenrennen Alaskas.

Das Rennen startet heute um 18:30 Uhr (Ortszeit) in Bethel und kann über einen kostenlosen GPS-Tracker ‘live’ verfolgt werden. LiveTracker

Dank Quito gewinnt Allen Moore zum dritten Mal hintereinander das Copper Basin 300

Januar 15, 2015 by  
Filed under Allgemein, CB300

Allen Moore hat am Montag um 13:45 Uhr (Ortszeit) in Glennallen die Ziellinie als erster überquert und das Copper Basin 300 Rennen zum dritten Mal in Folge gewonnen. Mit diesem Sieg hat der Musher aus Two Rivers nicht nur seine Favoriten-Rolle auf einen weiteren (dritten) Titel beim Yukon Quest im Februar bekräftigt, sondern auch nochmals eindrucksvoll gezeigt, dass der von ihm und seiner Partnerin, Aliy Zirkle geführe SP-Kennel, wohl der im Moment beste und erfolgreichste Hundekennel Alaskas ist.

Zirkle, die auch am diesjährigen Copper Basin 300 teilgenommen hat und den 6ten Rang belegte, musste sich die letzten drei Jahre beim Iditarod nur den Seaveys ( 2xDallas, 1xMitch) geschlagen geben. Sie hat, wie Allen Moore, den Yukon Quest bereits gewonnen.
Ein ähnlich erfolgreiches Paar im Schlittenhunderennsport, war nur Susan Butcher, die vierfache Iditarod Siegerin und ihr Ehemann David Monson, der Yukon Quest Champion und Top10 Finisher beim Iditarod war.

Der eigentliche Star-Athlet im Team Moore und Zirkle ist die achtjährige Leithündin Quito. Moore meinte nach seinem diesjährigen Sieg, dass Quito unglaublich gelaufen wäre und ihre Leistungen unbeschreiblich sind. So wäre die achtjährige bei fast jedem Rennen, bei seiner Teilnahme oder seiner Partnerin Zirkle, als Leithund vor dem Schlitten gewesen. Traurig wäre nur, dass es höchst wahrscheinlich das letzte Jahr für Quito ist – kein Hund im Hauptteam wäre neun Jahre alt,

Das Rennen musste unter ungewöhnlich warmen Temperaturen stattfinden. Die Veranstalter meinten, es wäre noch nie so warm bei einem CB300 gewesen auch sei teilweise nicht sehr viel Schnee auf der Strecke gewesen. Noch vor drei Jahren musste das Rennen aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, weil es in der stattfindenden Region, extrem kalt war.

Aber dies sei einer der Gründe, warum Moore, der bei seiner dreizehnten Teilnahme, zum sechsten Mal gewonnen hat, das Copper Basin 300 so mag; es herrschen jede Jahr andere Bedingungen. Es könne einmal viel schneien, dann wieder müsse man offenes Wasser durchqueren, es könne extrem kalt oder warm sein, Seiner Meinung nach sollte jeder, der ein 1000 Meilen Rennen, wie den Yukon Quest oder das Iditarod plane, vorher das Copper Basin 300 absolvieren.

Ray Redington Jr, belegte nur durch Minuten getrennt, den zweiten Rang hinter Allen Moore. Redington, der die letzten vier Jahre jedes Mal in die Top10 beim Iditarod fuhr, wird ebenso wie Moore beim Yukon Quest im Februar an den Start gehen. Dritter wurde Ryne Olssen – Nicolas Petit und Ben Harper folgten danach. Der aus Deutschland stammende Sebastian Schnuelle belegte den achten Rang. Fünf Musher mussten das Rennen vorzeitig aufgeben; Heidi Sutter, Jason Mackey, Wade Maars, Pam Aviza und Stephanie Ehlenfelt. 36 Teilnehmer kamen ins Ziel. Tom Schonberger wurde letzter und gewann damit die Rote Laterne. Der Preis für die beste Hundepflege ging an den besten Yukon Quest Neuling vom Vorjahr, Matt Hall.

Copper Basin 300 2015 gestart

Januar 11, 2015 by  
Filed under Allgemein, CB300

Benjamin Harper aus Wasilla, hat das Feld aus 49 Mushern angeführt und ist als erster vom Checkpoint Chistochina wieder aufgebrochen, gefolgt von Wade Marrs. Zuvor war Ryne Olson als erste in den Checkpoint eingefahren. Trotzdem ist der zweifache Yukon Quest Champion und mehrfache CB300 Sieger Allen Moore die bisher schnellste Zeit auf dem ersten Streckenabschnitt gefahren und belegte den fünften Rang nach Melissa Owens.
Inzwischen ist Nicolas Petit vor Wade Marrs, Paige Drobny und Benjamin Harper im zweiten Checkpoint angekommen.

Das Rennen war am Samstag Morgen (Ortszeit) in Glennallen (Alaska) mit 49 Teilnehmern gestartet. Das Copper Basin 300 ist für den Yukon Quest und das Iditarod ein wichtiges Qualifikationsrennen. Im Gegensatz zu den beiden Langstreckenrennen findet das Copper Basin 300 Rennen in einer Zeit in Alaska statt, wenn das Tageslicht noch weniger als sechs Stunden scheint. Damit findet der größte Teil des Rennens in der Dunkelheit statt. Auch die Temperaturen sind meist noch kälter, als das im März stattfindende Iditarod. Auch gibt es nur zwei Rasthäuser entlang der 300 Meilen Strecke die geöffnet haben. Damit müssen viele Teilnehmer unter dem freien Himmel campieren und rasten.

Brent Sass gewinnt das GinGin 200 2015

Januar 5, 2015 by  
Filed under Allgemein, GinGin200

Zwei Tage nach seinem 35ten Geburtstag hat Brent Sass die diesjährige Ausgabe des GinGin 200 Schlittenhunderennen gewonnnen – ein Sieg der ihm vor 11 Monaten verwehrt blieb. Der Musher aus Eureka sei stolz auf sein Hundeteam, da es komplett, gesund und glücklich über die Ziellinie in Maiers Lake fuhr. Sass kam 20 Minuten vor dem Yukon Quest ‘Rookie of the Year’, Matt Hall und dem Iditarod-Veteran Paul Gebhardt ins Ziel.

Brent Sass arriving in Dawson City, Yukon

Vor 11 Monaten hatte es beim Yukon Quest 2014 lange danach ausgesehen, dass Brent Sass die Veranstaltung gegen Allen Moore gewinnen könnte, doch 100 Meilen vor dem Ziel in Whitehorse, fiel der übermüdete Musher vom Schlitten und landete mit seinem Kopf auf dem Eis eines zugefrorenen Sees. Mit Erscheinungen einer Gehirnerschütterung musste Sass ausscheiden und verlor auch sicher geglaubtes Preisgeld. Auch die Teilnahme am Iditarod musste Sass absagen.

Es ist nicht Brent Sass erster Gewinn des, von John Schandelmeier und Zoya deNure veranstalteten, GinGin 200 – schon 2011,2010 und 2008 war der Betreiber des ‘Wild and Free’-Kennels erfolgreich.

Die Platzierungen:

01) Brent Sass, 1:12
02) Matt Hall, 1:32
03) Paul Gebhardt, 1:38
04) Tom Lesatz, 1:43
05) Paige Drobny, 1:57
06) Sebastian Schnuelle, 2:02
07) Colby Strathe, 2:51
08) Wade Marrs, 3:02
09) Raelyn Stover, 4:03
10) Pato Geron, 4:04
11) Ken Anderson, 4:25
12) Zoya DeNure, 4:29
13) Charley Benja, 4:29
14) Torsten Kohnert, 4:30
15) Kristy Berington, 4:40
16) Timofel Gynuntegin, 4:51
17) Anna Berington, 4:57
18) Joar Ulsom, 5:08
19) Mydzung Thi Daug, 5:10
20) Nina Schwinghammer, 6:04