|
I D I T A R O D R E P O R T A G E N
|
Karen Ramstead - Mein Iditarod Rennen Tagebuch des Nord Wapiti Teams 2001
Neustart in Willow bis nach Yentna
Jetzt gehts richtig los!! Der Neustart wurde in der letzten Minute noch nach Willow verlegt, anstatt im ueblichen Wasilla ging es also wegen zu wenig Schnee eben dort los. Als ich im Jahr 1998 schon einmal mit dabei war, wurde auch von Willow aus gestartet,
ich kannte mich also schon ein bisschen aus. Viele Musher bevorzugen den Start in Willow, denn da ist kein 2. Schlitten mehr und man ist direkt auf dem Pfad nach Nome, ohne Strassen zu ueberqueren, geht es von dort direkt in die Wildnis.
Unser Morgen fing frueh an; die liebe Vivian stand sehr frueh auf und machte Fruehstueck mit Steak und Ei, das war sehr angenhem, besonders jetzt, da ich keine Ahnung hatte, wann und wo die neachste gescheite Mahlzeit herkommen wuerde.
Wir sassen dann noch gemuetlich in der Versammlungshalle in Willow, als ein Reporter von der Anchorage Daily News Zeitung vorbeikam und fragte, ob er sich mit mir ueber mein sibirisches Team unterhalten durfte. Ja, das ist ja direkt ein Unterfangen,
mich dazu zu bekommen ueber die Hunde zu reden! Es war ein gutes Interview und am naechsten Tag stand ein guter Artikel ueber uns in der Zeitung.
Ich ging danach zum Hundewagen und Mark sagte mir, dass die Dopingkontrolleure schon da waren und Urin gesammelt haetten. Das war lustig, denn normalerweise werden ja bloss die Spitzenreiter getestet!
Die Microchips der Hunde wurden nachgeprueft, der Schlitten war bepackt und gecheckt - dann ging es los. Show Time!
|
|
|
|
I D I T A R O D R E P O R T A G E N
|
In letzter Minute entschloss ich mich dafuer, Camilla als Mitleithund zu Gus zu spannen und nicht Oreo, aber das war wohl keine gute Entscheidung, da sich Camilla mehr um die Zuschauer kuemmerte als um das Team.
Wir schossen also dahin wir eine donnernde Herde von Bueffeln und auf dem Zeitungfoto konnte man dann schwarz auf weiss sehen, dass es ueberhaupt keinen Leithund gab; nur ein Knaeul froehlicher Hunde!
Es war noch ein langer Weg der uns bevorstand und von Anfang an ging das Team nicht so richtig, der Antrieb und die Konzentration waren nicht da, wie ich es mir vom Training her vorgestellt hatte.
Aber ich erinnerte mich daran, Geduld mit 'ihnen' zu haben und die Hunde das selber austuefteln zu lassen. Dee-Dee's Team kam ploetzlich an uns vorbeigesaust, sie gruesste schnell "Danke, Karen' und war schon vorbei, als ich noch auf der Bremse stand.
Rick Swenson's Hunde ueberholten uns auch noch gleich danach aber es ist immer noch ein grossartiges Gefuehl mit Teams von diesem Kaliber zusammen auf dem gleichen Pfad zu sein.
Der Pfad windet sich einem Fluss entlang bis man an den Yentna kommt. Das Wetter war sehr schoen und der Pfad einmalig, alles war bestens.
Wir kamen noch lange vor der Abenddaemmerung in Yentna-Station an. Letztes Jahr fuhren wir hier durch, denn wir hatten frueher auf dem Pfad Pause gemacht. Durch den neuen Startanfang in Willow hatten wir ja Zeit gewonnen,
also konnten wir vier Stunden hier Pause machen. Ich fuetterte die Hunde, machte ihre Betten und begab mich in das Esszimmer, wo es Spaghetti gab, was viel einladender war als mein extrafestes Tofu Zeug!
Immer wenn wir in Laska sind ist Lloyd darauf erpicht mir beizubringen wie ausgezeichnet doch Tofu Pfannkuchen seien. Aber bis jetzt konnte er mich noch nicht davon ueberzeugen. Das fuehrte zu vielen Tofu Witzen und als ich in Yentna mein Hundefutter auspackte,
was fand ich da? Eine Extrapackung Tofu! Greg und Marie Stevens vom Hundeklub in San Francsico hatten das 'Ding' da reingeschmuggelt und sich riesig gefreut ueber den Witz!
Die Pruefer (Checkers genannt) wunderten sich, warum vor ihnen, anscheinend grundlos eine Iditarod-Schlittenfahrerin so furchtbar lachte.
W E I T E R
© Copyright Karen Ramstead
Uebersetzung: Jlona Richey / Tracks of Alaska
|
|
|