Yukon Quest 2012 gestartet
Februar 5, 2012 by admin
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Die 29te Ausgabe des Yukon Quest International Hundeschlittenrennen ist gestern um 11:00 Uhr (Alaska-Zeit) in Fairbanks gestartet. Auf dem zugefrorenen Chena River sind 23 Teams nach einem Startintervall von drei Minuten, auf die 1.600 Kilometer lange Reise nach Whitehorse, Yukon aufgebrochen. Auf dieser langen Strecke werden sie mehrere 100 Kilometer auf sich alleine gestellt sein (laengste Strecke ohne Checkpoints und Dogdrops: 240 Kilometer zwischen Circle und Eagle), muessen die beruechtigten Erhebungen, wie Eagle Summit, Rosebud und American Summit erklimmen, sind den Tiefsttemperaturen von bis zu -50 Grad Celsius und dem eisigen Wind ausgesetzt, werden versuchen den Trail zu finden, der durch Schneeverwehungen fast unsichtbar geworden ist, Overflows umfahren, Blizzards aushalten und ihr Hundeteam immer wieder motivieren und pflegen. Diese Frauen und Maenner sind schon jetzt Gewinner, das sie sich diesen Unbilden der Natur freiwillig aussetzen.
Beim diesjaehrigen Yukon Quest ist das ‘Race Team Beringia’ mit Teilnehmern aus Russland und Norwegen dabei. Sie treten gegen eine erfahrene Phalanx aus Yukon Quest Veteranen, wie Lance Mackey (vierfacher Champion), Hugh Neff, Dave Dalton und Sonny Lindner (erster YQ-Sieger) an.
Fragt man Lance Mackey nach seinen Zielen beim diesjaehrigen Rennen, so meint der Musher aus Fairbanks, dass er das Rennen konservativ angehen wolle und vielleicht die 4 Unzen Gold in Dawson City gewinnen moechte. Ein Platz in den Top5 waere schoen. Doch er habe keine Erwartungen. Fuer ihn sei es ein Aufbau-Jahr. Sein Team, dass ihn teilweise zu acht 1000 Meilen Rennsiegen (4x Yukon Quest und 4x Iditarod) verhalf, sei alt geworden. Er haette ein, aus 8-10 Hunden bestehendes, Hauptteam, mit dem er durchaus konkurrenzfaehig sei. Einen einfachen Sieg beim Yukon Quest oder Iditarod wuerde es nicht mehr geben.

Kristy Berington und Brent Sass gewinnen GinGin200
Die diesjaehrige Ausgabe des GinGin 200 Hundeschlitten-Rennens haben Kristy Berington (in der Frauen veranstaltung) und Brent Sass (Maenner-Rennen) gewonnen. Damit hat Brent Sass, mit der absolut schnellsten Zeit, zum dritten Mal, das Rennen in der Paxson Gegend fuer sich entscheiden koennen. Kristy Berington belegte in der Gesamtwertung bei den Frauen, mit der zweitbesten Zeit, den ersten Rang. Die Iditarod-Veteranin nahm auch letztes Jahr am GinGin 200 teil und musste sich nur Colleen Robertia geschlagen geben.
Der tiefe Schnee, verwehte Trails, Temperaturen unter Null und Overflows, zwangen fast die Haelfte des Starterfeldes das Rennen vorzeitig zu beenden. Paul Gebhardt und Hugh Neff belegten bei den Maennern die Raenge zwei und drei.
Die Gesamtplazierungen:
Frauen:
1 Kristy Berington.
2.Emily Theim
3.Stephanie Ehlenfeldt
4.Kyla Durham
Maenner:
1. Brent Sass
2. Paul Gebhardt
3. Hugh Neff
4. Loui Ambrose
5. Jessie Holmes
6. Brian Wilmhurst
7. Jim Lanier
GinGin 200 2011 - Neun Musher schon ausgeschieden
Das, von dem Yukon Quest Champion John Schandelmeier organisierte, GinGin200 Rennen, ist gestern um 11:00 (Frauen Wettbewerb) bzw. 12:00 Uhr (Maenner Rennen) in Alaska (Meiers Lake Roadhouse) gestartet. Beim Frauen Wettbewerb waren sieben Teilnehmerinnen, bei den Maennern, zwoelf an den Start gegangen, darunter auch der Iditarod Veteran Paul Gebhardt und die mehrmaligen Yukon Quest Teilnehmer Hugh Neff und Brent Sass.
Neun Musher sind bisher aus unterschiedlichen Gruenden vorzeitig aus dem Rennen gegangen. Der zweifache GinGin200 Champion Brent Sass hat als erster den ersten Checkpoint Alpine Lodge erreicht. Danach trafen dort Kristy Berington und Paul Gebhardt ca. 1 ½ Stunden spaeter ein.
Die Musher sind dieses Jahr mit Spot-GPS Geraeten ausgestattet, so dass man auf der GinGin200 Homepage die Teilnehmer ‘live’ verfolgen kann. Ebenso werden Rennstaende, Hintergruende und Kommentare zum Rennen auf Facebook gepostet.
B.Sass und C.Robertia gewinnen GinGin200
Bei der diesjaehrigen Ausgabe des GinGin200 Rennen in Paxson (Alaska) hat der Yukon Quest Veteran Brent Sass aus Fairbanks das Maenner- und Colleen Robertia das Frauen-Rennen gewonnen.
Das auf Teilen des Denali Highways stattfindende Mittelstreckenrennen führt in einer Schleife von der Paxson Lodge ueber die McLaren River Lodge wieder zurueck (zur Paxson Lodge).
Unter den 18 Teilnehmern waren unter anderem auch Yukon Quest und Iditarod Veteranen, wie Sebastian Schnuelle, Paul Gebhardt, Sonny Lindner, Ken Anderson und Jessie Royer.
Hier die Gesamtergebnisse:
Frauen-Rennen
1 Colleen Robertia
2 Kristy Berington
3 Jessie Royer
4 Kyla Durham
5 Dyan Bergen
6 Debbie Knight
#Ausgeschieden
Zoya DeNure
Maenner-Rennen
1 Brent Sass
2 Johahnes Rygh
3 Sonny Linder
4 Sabastian Schnuelle
5 Paul Gebhardt
6 Joseph Robertia
7 Andreas Moser
8 Jason Weitzel
9 Nicolas X. Petit
10 Oyvid Jacobsen
#Ausgeschieden
Ken Anderson
Videos von Peter Kamper:
2009 Yukon Quest Trail Blog 10
Februar 13, 2009 by admin
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Mittwochabends werden die Musher der anwesenden Oeffentlichkeit vorgestellt.
Ich lasse die Studenten im Hotel und gehe ein bischen vorher zum Treffen. Die Musher muessen 200 Poster unterzeichnen. Bevor deren Handgelenke lahm werden, gehe ich herum und lasse die Poster fuer die Mile 101 Crew unterzeichnen. Es ist gut, alte Musher und neue Gesichter zu sehen.
Ja, auch dieses Jahr werden wir warmes Wasser fuer die Hundefuetterung und gutes Essen zur Verfuegung stellen.
Ueber 200 Leute kommen zum Treffen, an dem Musher sich der Oeffentlichkeit stellen. Viele der YQ-Musher sind ein bischen scheu. Sie sind mehr an Hunde und frische Luft gewoenhnt, als an einen mit Leuten vollgepackten Raum.
Ohne Frage war es natuerlich schoen, dass viele Veteranen des Rennens mich begruessten obwohl es sicherlich viele weit haerter arbeitende Freiwillige im Rennen gibt als mich. Wie die Musher all die Leute entlang des Trails im Kopf behalten koennen ist mir immer noch schleierhaft.
Sie erinnerten sich an mich, an Mile 101 mit seinen Geschichten und dem guten Essen, das ueber die Jahre seine Spur hinterlassen hat. Dieser Ruhm gilt eigendlich guten Maennern wie Rainer Fischer und anderen Koechen, die unsere Kueche bekannt gemacht haben.
Ich rede nur kurz mit Hans Gatt und fasse meine Frage damit in wenige Worte: “Rennst du das Rennen um zu gewinnen oder trainierst du auf den Iditarod ?” - “Ich will gewinnen,” meint er.
Die kurze Antwort, in der Tonart wie er sie gibt, sagt mir mehr als ein langes Interview. Hans meint es Ernst.
Meine ‘Welpen’, das Videoteam, haben sich unter anderem Brent Sass fuer ihr Filmprojekt ausgesucht. Er will das Rennen ebenfalls gewinnen. Er ist hungrig auf einen Sieg. Ich diskutiere mit ihm das Ende des Rennens, das am Schluss fuer 300 km ueber mehrere schwierige Flusstaeler, Eagle Summit, Rosebud Summit und Boulder Summit fuehrt. “Ich habe in den Huegeln noerdlich von Fairbanks trainiert”, meint Brent Sass. “Ich glaube, dass wir in Hinsicht auf Berge das erfahrenste Team im Rennen sind.”
In dieser Hinsicht sind wir uns nicht ganz einig. Ich zaehle einige andere Teams zu der Kategorie von ‘Berg-Teams’. Dazu gehoehrt zum Beispiel John Little, Jason Mackey und auch Dave Dalton, dessen Hunde im Sommer Gletschertouren machen. Allerdings einigen wir uns trotzdem darauf, dass das Rennen zwischen Central und dem neuem Checkpoint ‘Two Rivers’ 70 km vor der Ziellinie entschieden wird.
Ich bin davon ueberzeugt, dass auch dieses Jahr Eagle Summit wieder eine Rolle spielen wird und er gibt mir Recht. Stunden spaeter finde ich heraus, dass auch andere Musher so denken.
Peter Kamper
Sieg fuer Lance Mackey beim CB300 2009
4.500 US Dollar erhaelt der Yukon Quest- und Iditarod Champion fuer seinen Sieg beim Copper Basin 300 2009 Hundeschlittenrennen. Um 16:41 ueberfuhr er mit 10 Hunden die Ziellinie an der Wolverine Lodge. 43 Minuten danach erreichte Hans Gatt aus Whitehorse und nochmals 26 Minuten spaeter Brent Sass aus Fairbanks das Ziel. Der Titelverteidiger Allen Moore belegte den fuenften Rang nach Sven Haltmann.
Zwei weitere Teams mit Hunden von Lance Mackeys Kennel fuhren in die Top10: Braxon Peterson und Harry Alexie. Peterson ist ein Handler und Alexie, ein Einheimischer, wird seit Monaten von Mackey trainiert. Mit dem fuenften Platz beim GinGin 200 im Dezember und dem neunten Rang nun im CB300 ist Alexie fuer das Iditarod 2009 qualifiziert. Der 31jaehrige Sergeant der Alaska Army National Guard ist indirekt mitverantwortlich fuer die Absage Mackeys vom diesjaehrigen Quest. Mit Hunden aus Mackeys Kennel wird er das Iditarod fahren und Mackey stuenden, nach eigener Aussage, dieses Jahr nicht so viele gute Vierbeiner zur Verfuegung um selbst beide grosse Hundeschlittenrennen zu bestreiten. Etwas besorgt sei Mackey auch ueber die reduzierte Preisgeldergarantie von 200.000 auf 125.00 US Dollar beim Quest.
[Video Allen Moore + Aliy Zirkle im Ziel / SPKennel:]
CB300: Mackey Erster in Sourdough
Lance Mackey ist der erste Musher, der Paxson (Halbzeitort) verlassen und den Checkpoint Sourdough erreicht hat. Waehrend Tom Lesatz noch in Chistochina gefuehrt hat, ist er an zwoelfter Stelle liegend in Paxson angekommen und ist dort mit 9 Hunden aus dem Rennen gegangen. Hans Gatt und Brent Sass folgten Lance Mackey im Abstand von ca. 2 1/2 Stunden nach Paxson, von dort sind es 120 Meilen noch bis ins Ziel.
Auf der Strecke nach Sourdough wird es der Wettervorhersage nach schneien. Die Temperaturen sind deutlich gestiegen und der Trail soll weich sein und die Teams etwas abbremsen.
Allen Moore der Titelverteidiger ist an neunter Stelle nach Paxson gekommen und ist zur Zeit der einzigste Musher ausser Brent Sass, der seine vorgeschriebenen Rastzeiten (20 Stunden) schon komplett genommen hat.
Auf dem Weg nach Sourdough sind nun: Sven Haltmann, Hans Gatt, Braxton Peterson, Harry Alexie, Michelle Philips, Sab Schnuelle, Allen More und Brent Sass. Joshua Cadzow hat auch in Paxson mit 11 Hunden aufgegeben.
Von Paul Gebhardt wurde bekannt, dass er wegen der Tiefsttemperaturen von -43 Grad am Morgen des Starttages, das Rennen absagte. Er wollte seine Hunde durch diese extreme Kaelte nicht gefaehrden.
Video von SPKennel :
[Chistochina - Video von SP Kennel (Allen Moore und Aliy Zirkle)]
Copper Basin 300 gestartet
Puenktlich um 10:00 Uhr (Ortszeit) ist das 300 Meilen Mittelstrecken-Rennen in Wolverine, nordwestlich von Glennallen gestartet. Von den urspruenglich 33 Teams sind jedoch nur 26 an den Start gegangen, Iditarod-Veteran Paul Gebhardt hatte seine Teilname vorher abgesagt.
Zur Zeit ist Tom Lesatz aus Two Rivers in Fuehrung, der sich nur 30 Minuten im Checkpoint Glennallen aufhielt und sich um 19:07 Uhr, zwei Stunden vor Lance Mackey, wieder auf die Rennstrecke machte.
Der dreifache Champion und Titelverteidiger Allen Moore war, vor dem Oesterreicher Hans Gatt und Lance Mackey - nur durch Minuten getrennt - als erster in Glennallen angekommen. Brent Sass und Sab Schnuelle folgten dann in ca. 20 Minuten Abstand.
Darren Lee aus Chistochina hat als erster das Rennen vorzeitig beendet.
Die Temperaturen waren wie angekuendigt gestiegen und betragen im Moment -30 Grad Celsius in Glennallen, sowie in Paxson.
[CB300 2009 Start - Video von SP Kennel (Allen Moore und Aliy Zirkle)]
[CB300 2009 Pre-Race - Video von SP Kennel (Allen Moore und Aliy Zirkle)]
Copper Basin 300 startet morgen
Allen Moore versucht seinen Titel gegen so starke Konkurrenten wie, Lance Mackey, Paul Gebhardt, Hans Gatt, Sebastian Schnulle und Brent Sass, zu verteidigen. Der Ehemann von Yukon Quest Champion Aliy Zirkle, hat in den letzten vier Jahren dreimal das CB300 gewonnen. Den Erfolg schreibt er der Faehigkeit seines Teams, Berge bzw. Huegel gut fahren zu koennen, zu und beim Copper Basin gibt es jede Menge von Huegeln. Das Mittelsteckenrennen, dass dieses Jahr die Preisgelder erhoehen konnte und nun 18.000 $ zur Verfuegung hat, sei fuer Moore genauso abwechslungsreich, wie ein 1000-Meilen Rennen, insbesondere die Wetter- und Trailbedingungen. Mal mussten sich die Teams durch knietiefen Schnee kaempfen, dann sind die Temperaturen auf -40 Grad Celsius gefallen, ein anderes Mal waren die Fluesse nicht zugefroren und die Teilnehmer mussten durch das eiskalte Wasser und in einem Jahr gab es ueberhaupt keinen Schnee - nur Eis etc.
Trotzdem sei fuer den Muhser aus Two Rivers, die Gesundheit seiner Hunde am wichtigsten, er wolle nur mit einem gluecklichen und fitten Team ins Ziel kommen.
Noch herrschen bitterkalte Temperaturen in Glennallen und Paxton von ca. -40 C, morgen soll es aber wesentlich waermer werden (-25 C bis -15 C). Die Organisatoren machen die Anzahl der startenden Teams von den Wetterverhaeltnissen abhaengig; einige werden wohl bei Tiefsttemperaturen ihre (Hunde-)Trucks nicht in Gang bekommen. Der Start erfolgt morgen an der Wolverine Lodge in Lake Louise.
Die Starterliste:
Alexie, Harry Kwethluk, Alaska, USA Rookie
Barrand, Cindy ,
Boyer, Kris Canmore, Alberta, Canada Rookie
Cadzow, Joshua Fort Yukon, Alaska, USA Rookie
Casavant, Normand Atlin, British Columbia, Canada Rookie
Churchin, Emil Anchorage, Alaska, USA Rookie
Ellis, Mike Rumney, New Hampshire, USA Rookie
Gatt, Hans Whitehorse, Yukon, Canada Veteran
Gebhardt, Paul Kasilof, Alaska, USA Veteran
Haltmann, Sven Willow, Alaksa, USA Veteran
Hayashida, Matt Sunshine, Alaska, USA Veteran
Hopkins, Ed Tapish, Yukon, Canada Veteran
Jahr, Martin Haines Junction, Yukon, Alaska Rookie
Lanier, Jim Chugiak, Alaska, USA Veteran
Lee, Darrin Chistochina, Alaska, USA Veteran
Lesatz, Tom Two Rivers, Alaska, USA Veteran
Lindner, Chad Two Rivers, Alaska, USA Veteran
Lindner, Ava Two Rivers, Alaska, USA Rookie
Mackey, Lance Fairbanks, Alaska, USA Veteran
Marshall, Newton St. Anne’s Parish, Jamaica, Jamaica Rookie
Moore, Allen Two Rivers, Alaska, USA Veteran
Peterson, Braxton Fairbanks, Alaska, USA Veteran
Phillips, Michelle Tapish, Yukon, Canada Veteran
Robertia, Colleen Kasilof, Alaska, USA Veteran
Rose, Tamara Fairbanks, Alaska, USA Rookie
Santos, Mike Cantwell, Alaska, USA Rookie
Sass, Brent Fairbanks, Alaska, USA Veteran
Schnuelle, Sebastian Whitehorse, Yukon, Canada Veteran
Seavey, Jen Sterling, Alaska, USA Rookie
Sleightholme, Mark Mossley, England, UK Rookie
Smith, Scott Willow, Alaska, USA Rookie
Sutton, Iris Goldstream Valley, Alaska, USA Rookie
Zirkle, Aliy Two Rivers, Alaska, USA Veteran
Brent Sass gewinnt das GinGin200 2008 (Maennerrennen)
Der Yukon Quest Fuenfte von dieser Saison, Brent Sass hat, bei teilweise bitterkalten Temperatuen und starken Winden, zum ersten Mal das, GinGin200 Maennerrennen gewonnen. Der Musher aus Fairbanks ist um 01:58 (Ortszeit) ueber die Ziellinie in Paxson gefahren. Zweiter wurde Iditarod- und Yukon Quest Veteran Ken Anderson vor Ed Hopkins. Vierter wurde Lance Mackey, danach folgte Braxton Peterson und dann der Deutsche Sebastian Schnuelle. Bei den Frauen wurde Colleen Robertia Zweite und Michelle Phillips Dritte.
Peter Kamper berichtet:
Ich schrieb vom Start des Rennens und der Tatsache, dass mich Soldaten der Alaska Army National Guard ueber 70 km mit Motorschlitten zum Checkpoint McLaren zum filmen fahren wuerden. Es ging alles sehr militaerisch ab. Die Herren zeigten sich auch in edlen gruenbraeunlichen Tarnfarben, die sich hervorragend vom weissen Schnee abhoben. Ich vermute, dass man damit verhindern wollte, dass irgendjemand verloren ging. 7 Soldaten, Lance Mackey’s Frau Tania und ich sollten mit 6 Motorschlitten losfahren. Die Motorschlitten zogen flache Lastschlitten und sahen mir fuer meinen Geschmack etwas klein aus, waren aber fast brandneu. Als wir endlich losfuhren war es schon recht spaet, aber die Fahrt nach McLaren sollte nur 1 1/2 Stunden dauern. Der Kommandant guckte sich um und gab das Signal zur Abfahrt. Mit einem Ruck fuhr die Maschiene an und kam nach 5 Metern wieder zum stehen. Einer seiner Soldaten hatte etwas vergessen. Man darf die Alaska Army National Guard nicht mit der Army an sich vergleichen. Im englischem Volksmund wird die ‘Guard’ von vielen ‘Weekend Warriors’ genannt. Fuenf lange Minuten spaeter kehrte der Herr wieder zurueck, schien aber nichts in der Hand zu haben. “Sag mir bloss nicht, dass er nochmals auf’s Klo musste”, dachte ich mir.
Dann ging es mit einem erneutem Handkommando des ‘Commanders’ wieder los. Die Art wie er seinen ganzen Arm vorwaerst schwang um den Befehl zur Abfahrt der 6 Maschienen zu geben, haette ohne weiteres von Julius Caesar als Angriffsbefehl fuer seine gesamte 9. Legion benutzt werden koennen. Irgendwie tauchte ein komisches Gefuehl in meinem Magen auf. Ich war schon des oefteren mit erfahrenen Motorschlittenfahrern unterwegs gewesen. Keiner dieser Leute hatte sich jemals so verhalten, wie diese Gruppe. Wir fuhren ungefaehr 5 km und hielten ploetzlich an.
Eine der Schneemaschienen der Gruppe war zurueckgeblieben. Wir stiegen alle ab und warteten bis der Fahrer der Maschiene aufgeholt hatte. Ein Packriemen an seinem Schlitten hatte sich geloest. Naja, sowas kann passieren. Man unterhielt sich fuer eine Weile und bevor sich die Soldaten wieder auf ihre Schlitten schwangen (ich als Beifahrer), stiessen sie gegenseitig mit ihren Faeusten an. Ich hielt diese fuer meinen Geschmack etwas zu heldenhaft-feierliche Geste nach nur 5 Kilometern zwar fuer etwas uebertrieben, sagte aber nichts. Als Zivilist sind meine Erfahrungen mit militaerischen Braeuchen eher beschraenkt. Weiter gings….

Army National Guard - Copyright Theresa Daily
Der breite und harte Trail folgte dem ungefluegtem Denali Highway und wir fuhren mit ca. 50km/h, einer fuer erfahrene Fahrer eher langsame Geschwindigkeit. Der Wind nahm zu als, wir hoeher in die Berge vordrangen und Schneewehen begannen sich ueber die Strasse zu ziehen. Als der Commander, mit dem ich fuhr, sich nach 10 weiteren Kilometern umguckte waren drei der funef anderen Motorschlitten spurlos verschwunden. Wir hielten also wieder an und mussten Minuten warten, bis die Motorschlitten auftauchten. Der Soldat, auf dessen Ruecksitz Tania Mackey fuhr, war vom Trail abgekommen und im Tiefschnee stecken geblieben und es hatte einiges an Kraft bedurft die Maschiene wieder auf den Trail zurueckzubringen. Der Wind hatte weiter zugenommen und es war bitter kalt. Waehrend der Wartezeit hatte ich mich in den Windschatten einer der Motorschlitten gesetzt und genoss den wunderschoenen Ausblick auf die Alaska Range. In der Ferne konnte man im sonst strahlend blauem Himmel die Schneeschleier sehen, die der auf den Kuppen herrschende Sturm von den Gipfeln riss.Die behelmten Soldaten steckten ihre Koepfe zusammen und redeten, aber verstehen konnte ich nichts. Der Wind war zu laut geworden.
Schlussendlich fuhren wir weiter in die Berge und der Wind nahm weiter zu. Kurz vor 13Mile Summit fanden wir ploetzlich einen Musher mit seinem Team. Der Wind hatte die Hunde von der Strasse den Abhang hinunter gedrueckt. Er hatte vergeblich versucht sie aus einem Weidengestruepp den steilen Hang hoch wieder zur Strasse zu fuehren. Der ueber die Strasse fegende Schnee drueckte das Team immer wieder zurueck. Wir stiegen ab und ich stolperte im ersten Augenblick als mich eine Windboehe von hinten anfiel. Die Soldaten liefen 10 Meter den Hang hinunter waehrend ich meine Kamera aus der Tasche zog um zu filmen. Es bedurfte mehrere Minuten um das Geschirr des Teams zu entwickeln und die Hunde samt Schlitten zurueck auf die Strasse zu bringen. Der Musher sah uebler als seine Hunde aus. Kleine weisse Flecken zeigten sich auf seinen Backen, die sich spaeter zu Frostbeulen entwickeln wuerden. Sobald die Hunde auf der Strasse losgelassen wurden, drueckte der Wind sie wieder in Richtung Hang. Der Musher wollte aufgeben, bezweifelte allerdings, dass er es den Berg hinunter schaffen wuerde.
Ich hatte meine Faeustlinge zum Filmen gegen Fingerhandschuhen eingetauscht und innerhalb kuerzester wurden diese taub, waehrend die Ladung der 6-stuendigen Kamerabatterie unter der Auskuehlung innerhalb von ein paar Minuten auf eine Stunde gesunken war.
Der Commander unserer Gruppe entschied sich, das Hundeteam alleine zurueck nach Paxon zu schleppen/begleiten. Die Soldaten steckten ihre Schutzhelme fuer eine Weile zusammen, waehrend ich mir wieder meine dicken Faeustlinge anzog. Die Finger fingen an zu schmerzen. Ich kannte das Gefuehl, ich war knapp einer Erfrierung entkommen. Kommunikation mit den Soldaten war im lauten Wind kaum moeglich und es dauerte einige gebruellte Fragen bis ich herausfand, dass wir mit fuenf Maschienen, vier Lastschlitten und acht Personen unter einem neuem Commander weiterfahren wuerden. Wer dies war konnte ich unter den Helmen nicht erkennen. Die Herren sahen fuer mich mit ihren Kopfbedeckungen alle gleich aus.
Der Wind machte auch den Soldaten zu schaffen. Wir hatten bisher ca. 25 der 70 km in knapp 1 1/2 Stunden zurueckgelegt. Die grossartigen Gehabe und militaerischen Gesten waren im Flachland zurueckgeblieben.
Inzwischen war der Seitenwind so stark geworden, dass der eiskalte Wind durch jede Ritze meiner Gesichtsmaske drueckte. Schon Minuten spaeter hielten wir wieder an. Zwei Maschienen waren hinter uns verschwunden. Wir drehten um und fanden sie. Einer der Motorschlitten war ausgegangen. Als wir abstiegen war Kommunikation nur auf kuerzeste Entfernung moeglich. Der Wind war zu laut. Selbst in meiner Montur, ueber die ich einen riesigen Daunenparka gezogen hatte, spuerte ich wie die Boehen Kaelte durch meine Winterkleidung drueckte. Rasende Schleier aus Eiskristallen zogen ueber den Schnee. Am Horizont zeigte sich die Sonne in ihren schoensten Farben als sie begann unterzugehen.
Waehrend ich argwoehnisch zuguckte wie die Soldaten versuchten den Motorschlitten wieder zu starten, stieg meine Hochachtung vor den Mushern, die es mit ihren Hunden ueber den Berg geschafft hatten. Ich zog nochmals meine Fingerhandschuhe an und nahm meinen kleinen Photoapparat aus der Seitentasche. Nach drei Photos versagte er. Die Soldaten guckten sich den schnell auskuehlenden Motor der Maschiene an und ruettelten an verschiedenen Teilen. Selbst aus der Entfernung war es leicht ersichtlich, dass sich unter den Herren kein Mechaniker befand. Als Zivilist wurde ich zur Begutachtung der Angelegenheit nicht eingeladen.
Schlussendlich entschied der Commander, wie mir durch das Getoese des Windes klargemacht wurde, mit vier Maschienen und vier Lastschlitten weiterzufahren. Jede der Maschienen trug nun 2 Personen. Meiner Schaetzung nach hatten wir weniger als die Haelfte der Strecke nach McLaren zurueckgelegt.
[ Bilder von Theresa Daily ]
GinGin 200 Videos von Peter Kamper:
[Brent Sass #1 Maenner]
[Jodi Bailey #1 Frauen]
[Colleen Robertia #2 Frauen]


