Pete Kaiser gewinnt seinen vierten Kuskokwim 300 Titel

Januar 23, 2018 by  
Filed under Allgemein, Kusko300

Pete Kaiser gewann am Sonntagmorgen seinen vierten Kuskokwim 300 Titel und kam kurz nach 9:00 Uhr (Ortszeit) in Bethel an. Mit diesem Sieg gelang Kaiser, was kein anderer Musher seit fast 40 Jahren vollbracht hat: vier Siege in Folge. Joar Leifseth Ulsom kam auf den zweiten Platz, während der neunfache Champion Jeff King auf dem dritten Platz fuhr.

Die Rennorganisatoren verwarfen den traditionellen Trail und entwarfen einen Plan für die Teams, zwei Runden auf einem Überlandweg nach Bogus Creek und zurück zu fahren. Die Teams mussten mit rauem Eis über verschlungenen Tundra-Trails, gefrorene Bächen und weit offene Seen zurechtkommen.

Kaiser sagte im Ziel, dass sowohl er als auch die Hunde darum kämpften mussten auf dem Eis Halt zu finden.

“Wenn es so eisig ist, müssen sich die Hunde so sehr auf jeden Schritt konzentrieren, wie auch der Musher. Ich versuche, den Schlitten davor zu bewahren, getroffen zu werden und seitwärts abzurutschen”, sagte Kaiser. “Es ist mental anstrengend. Es ist anders als eine verschneite Strecke, zu fahren, wo man sich während der Fahrt auch mal ausruhen kann – auch die Hunde. Insgesamt, physisch und mental- ein hartes Rennen. “

Kaiser hat die Trainingssaison hier verbracht. Zum ersten Mal seit 2012, dass er nicht außerhalb der Region gereist ist, um guten Schnee zu finden. Das bedeutet, dass er vor dem Rennen nicht so viele Kilometer hatte, wie einige seiner Konkurrenten – aber sein Veteranen-Team war vorbereitet.

“Es war extrem hart, wahrscheinlich eines der härtesten, wenn nicht das härteste Rennen, das ich jemals gemacht habe “, sagte Kaiser.

Nach dem Start am Freitagabend fuhr das Rennen bis zum Bogus Creek und zurück auf demselben Weg. Nach brutalen 140 Meilen waren die Teams wieder in Bethel, hatten aber nur die Hälfte zurückgelegt. Nach ein paar kurzen Ruhepausen mussten sie umkehren und die Strecke noch einmal fahren. Diese Aussicht erwies sich für mehrere Elite-Teams als unmöglich: Am Samstagnachmittag schieden vier Teams vorzeitig aus: Brent Sass, Aaron Burmeister, Jessie Holmes und Cim Smyth.

Die neue Strecke warf traditionelle Rast-Strategien über den Haufen. Ulsom teilte seine Rast in drei Teile: vier Stunden auf den einlaufenden Tuluksak-Stopp der ersten Runde und jeweils eine Stunde in Bethel und Tuluksak in der zweiten Runde. Kaiser verbrachte zwei Stunden in Tuluksak auf der ersten Runde und vier Stunden nach der Hälfte in Bethel.

Als die Musher bei der zweiten und letzten Fahrt nach Bogus Creek Tuluksak erreichten, war der aktuelle Rennverlauf sichtbar. Ulsom kam als erster in Tuluksak an und während er seine letzte Rast -Stunde absolvierte, fuhr Pete Kaiser durch den Kontrollpunkt, um die Führung zu übernehmen. Kaiser fuhr die schnellsten Laufzeiten und hatte 33 Minuten Vorsprung auf Ulsom für die letzte Strecke nach Bogus und zurück nach Tuluksak. Von dort konnte Kaiser seinen Vorsprung auf Ulsom weiter ausbauen. In Tuluksak angekommen, hatte Kaiser schon eine Stunde und fünf Minuten Vorsprung vor Ulsom. Nach einer  Pause von vier Stunden ließ er einen Hund zurück und war weniger als 50 Meilen von einem beispiellosen vierten Titel in Folge entfernt.

Joar Leifseth Ulsoms zweiter Platz ist der beste in seiner Karriere er verbesserte sich von einen dritten Platz im Jahr 2016. Im Ziel sagte er, dass er nicht von seinem Willow-Zwinger aus für die  Kuskokwim-Bedingungen hätte trainieren könne.

Während Jeff King bei zwei Gelegenheiten drei Mal in Folge gewinnen konnte, hat Kaiser mit vier Siegen in Folge einen Platz in den Geschichtsbüchern. Kaiser übertrifft nun auch Mitch Seavey auf der Karrieresiegerliste – nur noch Jeff King vor ihm.

Kaiser gewinnt 25.000 Dollar aus der insgesamt 150.000 Dollar schweren Geldbörse.

Rang Musher Kontrollpunkt In/Out Zeit Hunde Asugeschieden
1 Peter Kaiser Bethel (finish) In 01-21 09:17:26 8
2 Joar Ulsom Bethel (finish) In 01-21 10:51:31 7
3 Jeff King Bethel (finish) In 01-21 13:19:55 6
4 Ray Jr Redington Bethel (finish) In 01-21 14:11:37 6
5 Matthew Failor Bethel (finish) In 01-21 14:24:05 7
6 Richie Diehl Bethel (finish) In 01-21 15:27:11 6
7 Mike Jr Williams Bethel (finish) In 01-21 20:20:00 6
8 Niklas Wikstrand Bethel (finish) In 01-21 23:08:09 6
9 Joshua Cadzow Bethel (finish) In 01-21 23:46:54 6
10 Thomas Carl Bethel (finish) In 01-22 05:26:00 7
11 Victoria Hardwick Bethel (finish) In 01-22 08:49:00 7
12 Isaac Underwood Bethel (finish) In 01-22 09:34:00 6
13 Jessie Holmes Bethel (halfway) Out 01-20 13:08:00 10 Scratched
14 Aaron Burmeister Bethel (halfway) Out 01-20 14:18:00 8 Scratched
15 Cim Smyth Bethel (halfway) In Scratched
16 Brent Sass Bethel (halfway) In 01-20 12:13:00 11 Scratched
17 Hugh Neff Bethel (halfway) In 01-20 21:32:00 9 Scratched
18 Olivia Neff Bethel (halfway) In 01-20 21:32:00 10 Scratched

 

RE-PETE! – Peter Kaiser verteidigt seinen Titel

Januar 18, 2016 by  
Filed under Allgemein, Kusko300

Ein weiteres Jahr, ein weiteres Fest für Bethel als Heimatstadt von Musher Peter Kaiser, der seinen zweiten aufeinanderfolgenden Kuskokwim 300 Sieg, kurz nach 11:00 Uhr Sonntag (Ortszeit), erringen konnte.

Peter Kaiser (c) Kusko300

Peter Kaiser (c) Kusko300


Brent Sass mit nur acht Minuten Rückstand

Der 28jährige wurde im Zielbereich von seiner Familie und Freunden empfangen. Kaiser ist erst der vierte Hundeschlittenführer der seinen Kusko300 Titel verteidigen konnte. 25.000 US Dollar bekommt Peter Kaiser für seinen Sieg – zusätzlich erhielt er noch den “Best in West” – Award.

Brent Sass aus Eureka kam nur acht Minuten mit neun Hunden im Geschirr nach Kaiser ins Ziel und verdiente sich damit 17.000 US Dollar. Dritter wurde der aus Norwegen stammende Joar Leifseth Ulsom, der um 11:22 Uhr in Bethel an kam und dafür 11.500 US Dollar erhält.

Guardsmen train in western Alaska

Der König des Kuskokwim bleibt also unbesiegt

Seit 29 Jahren hat kein Musher aus dem Yukon-Kuskokwim Gebiet eines der größten Rennen Alaskas gewinnen können. Nun sind die Fans aus Bethel wahrscheinlich verwundert, wenn ein Hundeschlittenführer aus ihrer Mitte, das 130.000 US Dollar Rennen – das viele der größten Namen im Sport jedes Jahr anzieht – dominiert.

Richie Diehl, aus Aniak, wurde vierter und Mike Williams Jr., ebenfalls aus Aniak, ein ehemaliger Vizemeister, wurde zwölfter. Als Kaiser im letzten Checkpoint Tuluksak eintraf, erkundigte er sich nach Diehls Platzierung. “Er ist einer meiner guten Freunde”, sagte Kaiser “Er fährt wirklich ein gutes Rennen”.

Kaiser mit Ehrgeiz

Im vergangenen Jahr nach Kaisers dramatischen Sieg, war es eine große Erleichterung für den Musher, der eine breite Unterstützung in Bethel, mit Sponsoren, Familie und Freunde, genießt. “Ich habe mir sehr viel Druck gemacht, um das zu erreichen und wahrscheinlich auch eine Menge Druck auf jeden, der mich kennt, so Kaiser nach seinem letzten Sieg. “Ich kann ohne den Gewinn beim Iditarod leben, aber ich könnte es nicht ertragen, wenn ich nie das Kusko Rennen gewonnen hätte”

Letztes Jahr hätte Kaiser besser verstehen können, was seine Hunde in der Lage sind zu leisten. Im Ziel habe er erkannt, dass sein Team noch Reserven hatte. Dieses Jahr hätte er seinen athletischen Vierbeiner mehr abgefordert. Mit Erfolg.

Die Platzierungen:

1

Peter Kaiser

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:06:21

7

2

Brent Sass

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:14:08

9

3

Joar Ulsom

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:22:30

6

4

Richie Diehl

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:44:13

8

5

Joshua Cadzow

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:58:30

6

6

Jeff King

Bethel (finish)

In

2016-01-17 12:44:21

8

7

Hugh Neff

Bethel (finish)

In

2016-01-17 12:55:45

9

8

Rohn Buser

Bethel (finish)

In

2016-01-17 13:21:38

8

9

Ken Anderson

Bethel (finish)

In

2016-01-17 14:19:03

7

10

Mike Jr Williams

Bethel (finish)

In

2016-01-17 14:20:38

9

11

John Baker

Bethel (finish)

In

2016-01-17 15:04:15

7

12

Tony Browning

Bethel (finish)

In

2016-01-17 15:47:28

6

13

Paul Gebhardt

Bethel (finish)

In

2016-01-17 16:49:45

8

14

Martin Buser

Bethel (finish)

In

2016-01-17 22:18:37

7

15

Nicolas Petit

Bethel (finish)

In

2016-01-18 02:32:15

8

16

Jon Vanderwal

Bethel (finish)

In

2016-01-18 03:16:03

7

17

Lance Mackey

Bethel (finish)

In

2016-01-18 07:03:15

7

18

Jason Mackey

Bethel (finish)

In

2016-01-18 07:34:14

10

19

Patrick Mackey

Bethel (finish)

In

2016-01-18 07:35:03

9

20

Isaac Underwood

Bethel (finish)

In

2016-01-18 08:02:42

6

21

Kristin Bacon

Bethel (finish)

In

2016-01-18 08:40:07

10

22

Pato Geron

Tuluksak (inbound)

In

2016-01-17 21:27:57

7

Scratched

23

Scott Janssen

Kalskag (inbound)

In

2016-01-17 06:54:45

11

Scratched

24

Diana Haecker

Aniak (halfway)

In

2016-01-17 02:05:11

11

Scratched

25

Brenda Mackey

Kalskag (outbound)

In

2016-01-16 05:38:45

12

Scratched

Mitch Seavey ist der neue Iditarod Champion 2013

März 13, 2013 by  
Filed under Allgemein, iditarod

Nach 2004, hat Mitch Seavey zum zweiten Mal das Iditarod Schlittenhunderennen gewonnen. Der Sterling-Musher konnte sich auf den letzten Kilometern bis nach Nome gegen seine ärgste Konkurrentin Aliy Zirkle durchsetzen. Beim Aufbruch von White Mountain betrug sein Vorsprung auf Zirkle 13 Minuten, in Safety waren es dann schon 25 Minuten. Der 53jährige ist nun der älteste Gewinner des Iditarod. Zum Vergleich sein Sohn Dallas, der 2012 gewann, ist der jüngste Champion aller Zeiten. Für seinen Sieg wird Mitch Seavey, der in neun Tagen, sieben Stunden und 39 Minuten, die 1.600 Kilometer lange Strecke bewältigte, 50.400 US Dollar und einen neues Auto erhalten.

2011 Iditarod Restart_Mitch Seavey 1

Damit verbleibt für Aliy Zirkle wieder nur der zweite Platz. Schon 2012 wurde sie von Dallas, dem Sohn von Mitch Seavey, geschlagen und auch beim Yukon Quest 300 dieses Jahr unterlag sie in einem packenden Spring Finale Michelle Philips nur um Sekunden. Aliy Zirkle wäre die dritte Frau nach Libby Riddles und Susan Butcher gewesen die das Iditarod gewonnen hätte.

Die Top 10:

01 Mitch Seavey
02 Aliy Zirkle
03 Jeff King
04 Dallas Seavey
05 Ray Redington Jr.
06 Nicolas Petit
07 Joar Leifseth Ulsom (R)
08 Jake Berkowitz
09 Sonny Lindner
10 DeeDee Jonrowe