Yukon Quest / Mile101 – 2013 Blog I

Januar 15, 2013 by  
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Hallo,
nur um mich mal kurz zu melden:
Weltbewegendes gibt es von hier in Alaska aus nicht zu berichten. Der Schneefall ist ein bisschen mager (um Fairbanks ca. 36 cm Bodenschnee) und laut der Trailbreaker liegt auf den Gipfeln weit weniger. Dieses Wochenende wird die Trailbreaker Crew am Trail zwischen Rosebud Summit, Eagle Summit und Central arbeiten. Nach einem ungewoehnlich kaltem Dezember (oft und lange -40C … etwas, das im Januar und Februar passieren sollte) sollen die Temperaturen dieses Wochenende in hoeheren Ebenen auf 3 C steigen. Ich wuensche den Jungs Glueck, denn Schnee oder Regen ist auch angesagt.
Die Hamradio Operators (Funker), die immer auf der alaskanischen Seite des Rennens Informationen und Renndaten an das Hauptquartier weitergaben, werden dieses Jahr seit ueber zwei Jahrzehnten auf der alaskanischen Seite nicht mehr mitmachen. Damit wird man Satelittentelefone oder das Internet benutzen muessen um das Hauptquartier zu erreichen, wo dann Renndaten auf die Webseite uebertragen werden. Lasst uns hoffen, dass dies alles gut funktioniert. Der Abgang der Hamradio Operators ist etwas traurig und macht mir als Checkpoint Manager im abgelegenem ‘Mile 101′ besondere Sorgen, da wir auch waehrend schwierigen Suchaktionen (wie z.B der Helikopter-Rettung von 5 Teams in einem Schneesturn in 2006) die Ausruestung unseres Kurzwellenfunkers Kevin Abnett oft benutzt haben.
Sui Kings, unser ‘rasender YQ Reporter’, der sich ueber die Jahre schon viele schlaflose Naechte um die Ohren gehauen hat um die deutsche Fangemeinde des YQ waehrend des Rennens auf dem laufendem zu halten, wird auch dieses Jahr wieder auf dem Trail sein und sicherlich fuer dieses Forum Berichte schreiben.
Ansonsten werden er, Michael Grosch, Barbara Dannenhauer und ich auch Videos vom Trail hochladen.
Fuer Mile 101 habe ich inzwischen zwei sehr gute Motorschlittenfahrer fuer die Dauer der Oeffnung des Checkpoint angeheuert. Beide helfen im Augenblick dabei den Trail des YQ von Fairbanks nach Eagle zu brechen. Da ich sie eigendlich nur fuer Notfaelle geheuert habe die hoffentlich nicht eintreten, Motorschlittenfahrer ihres Kalibers aber nicht gerne herumsitzen, hoffe ich, dass die beiden unserer Video Crew bei ein paar guten Videos von Eagle Summit aushelfen …
Bis bald,
Peter

2012 Yukon Quest Trail Blog 9

Februar 4, 2012 by  
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Hallo Ihr Infizierten,

war ja gestern abend beim Meet the Musher, bin extra etwas früher hingefahren und was für ein Glück. Die sassen alle an der Bar des Restaurant, ich hätte schon gleich das Poster ausrollen können,wollte aber nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Jedenfalls war es interessant und die Jungs und Mädels stellten sich auch gerne für ein Foto zur Erinnerung zur Verfügung. Während sich draussen auf dem Flur die Menschen knubbelten um endlich Einlass zu finden habe ich es in aller Ruhe genossen! Punkt 18.30 Uhr öffneten sich dann die Türen zum Saal wo die Musher in einer zum grossen U Form aufgstellten Tischen sassen und den wirklichen Massen für Autogramme und Bilder zur Verfügung standen ! Ich habe schon einige Meet the Musher miterleben dürfen, aber gestern das war der Hammer ! Die Menschenschlange hörte gar nicht auf, immer mehr stellten sich in einer Linie auf die zwischenzeitlich quer durch den ganzen Saal ging. Das war mir zuviel des guten, als ich meine Autogramme hatte bin ich wieder nach nebenan ins Restaurant an die Bar. Dort gesellten sich dann der Doghandler von Hugh Neff und noch einige andere dazu. Auch Hugh Neff kam kurz vorbei und stellte sich wiedereinmal bereitwillig für ein Foto zur Verfügung. Er erinnerte nochmals daran heute bei Ivory Jack vorbei zu kommen den dort tritt heute abend Hobo Jim auf und präsentiert seinen Neuen Yukon Quest Song. Der einzige der bei der Meet the Musher Veranstaltung nicht erschien war Kurt Reich ? Was das nun für Konsequenzen hat oder schon vorher etwas war ? Lassen wir uns überraschen ob nun 24 oder 23 Musher morgen Früh um 11 Uhr Ortszeit sich auf den wahrlich nicht einfachen Trail von Fairbanks nach Whitehorse machen ? Peter hat es ja schon kurz angeschnitten das mit starken Winden und Verwehungen zu rechnen sein wird. Ich hoffe ich komme gut zu Dir durch Peter und 12 Mile Summit offen ist/bleibt ? Peter hat es ja schon erwähnt, ich werde mit anpacken in Mile 101 das heisst aber auch das die Berichterstattung von Mile 101 etwas mager oder ganz ausfällt ?! Ich hoffe Ihr habt Verständnis dafür ?!
Nur noch noch 28 Std. bis zum Start !! Let the race begin !!!

Gruss Sui

2012 Yukon Quest Trail Blog 7

Januar 20, 2012 by  
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Mike Bowman rief mich gestern an und meinte, dass er heute hoch nach Mile 101 (160km) fahren wird um mal nachzugucken wieviel Feuerholz dort noch vom letztem Rennen liegt. Wir hinterliessen damals ein paar Festmeter Holz. Kariboujaeger benutzen die Huetten oft im Herbst und Winter und bringen – entgegen alaskanischer Tradition – meist kein eigenes Feuerholz mit. Wir muessen natuerlich vor dem Rennen herausfinden in welchem Zustand die verlassenen Huetten sind.

Im Augenblick kann ich Mike nicht erreichen, las aber grade den neusten Wetterbericht: 5 cm Schneefall mit bis zu 50 km/h Winden. Schneewehen mit Sicht auf den beiden Gipfeln vor und nach Mile 101 auf Null sinkend (12-Mile Summit und Eagle Summit). Obwohl Temperaturen im Augenblick um -10 C liegen sollen diese gleich nach dem Sturm morgen auf -38 C fallen. Ein Auto in soch einer Temperatur zu starten ist ohne Strom und spezielle Ausruestung (Propan und einen Brenner unter dem Auto) fast nicht moeglich. Falls Mike wirklich gefahren ist wird er schon vernuenftig ausgeruestet sein, aber das oben erwaehnte Wetter ist fuer den Checkpoint einschliesslich der Stuerme und teilweise geschlossenen Paessen eher typisch.
Ich bin mal gespannt wie es am 5.Februar aussehen wird.

Die gute Nachricht:
Falls der Himmel klar ist, werden wir ‘fast’ den Vollmond geniessen koennen wenn Musher in Mile 101 eintreffen. Bei klarem Himmel ist der Vollmond so gross und so hell, dass man um Mitternacht Zeitung lesen kann.

2012 Yukon Quest Trail Blog 6

Januar 12, 2012 by  
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Waehrend eines Besuches im Quest-Buero traf ich aus Zufall allerdings ‘Mike’, den Trailmanager der alaskanischen Seite des Rennens. Mike ist ein sehniger Mann um die 45 mit blitzenden Augen und kargen Worten, der saemtliche Trailbreaker auf dieser Seite des kanadisch/alaskanischen Grenze leitet. Wir begruessten uns mit Handschlag und der seinige war solide und fest, was heutzutage selten ist. Es gab also keinen Grund um den heissen Brei herumzureden: “Mike, ich brauche jemanden mit einer guten Maschiene und Erfahrung in 101. Muss ich da selber suchen oder kannst du einen deiner Jungs abstellen ?” – “Der Trail bis Circle sollte bis dahin gut markiert sein. Wie waer’s wenn ich persoenlich bei euch bleibe und die Crew einfach voraus schicke ?” Er zuckte mit den Schultern. “Falls das Wetter gut ist werde ich sicher vor dem letztem Team weg sein, aber ansonsten bleibe ich dann bei euch und fahre danach bis Circle durch um die Crew zu treffen.” “Falls du selber bleibst wuerdest du mir eine Menge Sorgen ersparen!”, meinte ich. – “Ich bleibe fuer 24 Stunden bei euch und schicke die Crew vor…”.
Ein Problem hatte ich nun geloest. Etwas besseres als einen erfahrenen Motorschlittenfahrer der persoenlich den Trail ueber Eagle Summit gelegt und fuer Wochen neu ueberarbeitet hat kann man sich im Notfall fuer Mile 101 nicht vorstellen. Es sein denn man haette zwei davon.

Vorgestern kamen Eric Cosmutto und seine Frau Jan vorbei. Jan hat mehrere Hundeteams und die beiden hatten sich in Mile 101 in 2010 getroffen, sich verliebt…. und so wurde Eric im letztem Jahr nicht nur zum Ehegatten sondern auch zu einem Musher…. obwohl ich denke, dass er seinen Motorschlitten immer noch bevorzugt. Wie sich im Gespraech herausstellte, wird ein Bekannter der Beiden das YQ300 angehen und sie werden beide als Handler den Trail bis Circle fahren. “Och…”, meinte ich, “dann kannst du ja auch deinen Motorschlitten mitbringen. Nur so im Falle eines Falles…”.
“Jaaaa….”, meinte er zoegernd auf die beste aller Ehefrauen guckend, “… eigendlich sollte das kein Problem sein.” “Toll !”…fuegte ich ihm hinzu bevor weitere Bedenken aufkamen: “Da du als Handler in 101 eh nichts tuen kannst solltest du dann hoch auf Eagle Summit fahren und Teams filmen. Vielleicht Sebastian …oder so?” Er zoegerte immer noch ein bischen: “Das wuerde auf’s Wetter ankommen,” meinte er. (Ha, jetzt hatte ich ihn…. ) Eric wird also wahrscheinlich ebenfalls – zumindest fuer Notfaelle – wieder in 101 auftauchen.

Zu guter letzt erhielt ich heute abend einen Anruf von Mike Bowman. Bevor er wirklich zu Worte kam unnterbrach ich ihn: “Gehst du mit deinem Team auf’s YQ300 oder nicht ?” – “Mein Arm ist komplett verheilt aber ich habe die Hunde nicht lang genug trainieren koennen. Nein, ich fahre das Rennen nicht.” – “Kommst du nach 101 ?”, fragte ich sofort nach…
“Natuerlich, deshalb rufe ich an….”

Wir fachsimpelten fuer eine gute Stunde wie wir 30 Teams dort draussen unterbringen koennen, wieviele Schlafmoeglichkeiten wir fuer Musher haben und wie wir genuegend Wasser fuer fast 400 Hunde (einschliesslich des YQ 300) aus geschmolzenem Schnee gleichmaessig warm halten koennen. Immerhin muessen die Musher des YQ 300 zumindest 2 Stunden bei uns Rast machen und die Langstreckenmusher des YQ 1000 koennen auch ihre 4-stuendige Zwangsrast bei uns einlegen. Wenn man nun zwei kleine Fuetterungen berechnet muss eine Menge Schnee geschmolzen werden. Aber so kompliziert will ich es garnicht machen. Dies sind kleine Details die waehrend des Rennens ausser fuer Musher, Hunde und Crews keinerlei Bedeutung spielen. Ich bin einfach gluecklich, dass wenn auch mit Verzoegerung ein Grossteil des Kernes von Mile 101 zurueck kehren wird.

Es gibt drei neue Mitglieder der Crew die ich spaeter vorstellen werde. Mike wird diese Woche auch mit einem Freund 16o km nach Mile 101 fahren um zu sehen wie es um die Huetten herum aussieht und ob der Holzvorrat den wir nach dem letztem Rennen hinterlassen haben noch da ist.

Ueber all dies und mehr werde ich allerdings spaeter berichten…

2012 Yukon Quest Trail Blog 5

Januar 12, 2012 by  
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Insgesamt hatten wir ein wirklich gutes Gespraech an jenem Abend in Ivory Jack’s, der Kneipe ausserhalb von Fairbanks im Goldstream Valley die uns jaehrlich mit Lebensmitteln unterstuetzt. http://ivoryjacks.alaskansavvy.com/
Mr. Elsworth, der Besitzer setzte sich kurz zu uns und meinte in seiner trockenen Art: “Gut euch zu sehen. Was braucht ihr an Essen fuer 101. ?” Fuer das Essen in Mile 101 sind meine Frau Kelly und Georgeanne Hampton zustaendig. 24 Stunden an einem Stueck etwas leckeres zuzubereiten ist eine Kunst die frueher ein gewisser Herr Rainer Fischer als Miarbeiter perfektionierte. Heutzutage bereiten die beiden Damen das Essen in Mile 101 zu. Deren lange Diskussionen, Gewuerz und Lebensmittellisten sind etwas in das sich selbst ein Checkpoint Manager nicht einmischen sollte. (Ich habe es versucht, deshalb die Warnung.)

Wir sagten also nichts als Herr Elsworth sich zu uns setzte, waehrend die beiden Damen erklaerten, dass ihre Liste noch nicht vollstaengig sei. “Ich weiss nicht ob ihr das gebrauchen koennt”, meinte er, “aber ich kann euch 36 vorgekochte Seiten Ferkelrippchen in Barbeque Sosse besorgen.” Dies hoerte sich natuerlich lecker an. Die Damen sagten zu. Allerdings werden diese wohl an Musher gehen. Ueber 200 Eier, Brot und ca. 20 kg gebratenen Speck die Ivory Jack’s uns normaler Weise mit gibt werden uns auch munden. Es war ein gutes Treffen und hoffentlich ein gutes Zeichen fuer Mile 101.
Selbst der neue Race Manager Josh Horst kam vorbei, trank ein Bier mit uns und versprach die auf unserer Liste eingetragenen Dinge wie Benzin, Generatoren, Ofenholz und weiteres fuer uns zu besorgen. Er schien gluecklich zu sein mit kompetenten Leuten wie Mike Bowman, Kevin Abnett und auch mir zu reden. Auch Josh Horst hat langjaehrige Trailerfahrung und es war gut Loesungen mit gegenseitigem Verstaendnis und Respekt zu finden.

Am Ende des Abends nahm ich damals Mike Bowman bei Seite und meinte: “Mike, ich freue mich so sehr dich im Rennen zu sehen, aber du wirst uns verdammt nochmal fehlen.” – Er guckte erst seinen Arm an und dann mich:”Wir werden sehen was passiert, Peter. Allerdings habe ich nun nur noch 8 Wochen um die Hunde zu trainieren und ich weiss nicht ob dies genug Zeit ist. Rosebud Summit und Eagle Summit sind nicht so einfach wie es sich Leute vorstellen.” Er guckte mir in die Augen und lachte:” … und nach so vielen Jahren in 101 sollten wir dies eigendlich wissen, hm ?”

Danach vergingen mehrere Wochen in denen ich nur kurze Gespraeche mit der Crew hatte. Der Verlust von Eric Cosmutto, unseres Mile 101 Notfall-Motorschlittenfahrers (Mile 101 senior trail & rescue manager ) der schon mehreren Teams ueber die Jahre geholfen hatte, traf mich immer noch. Er wollte sich allerdings ein Jahr frei nehmen…. und hatte grade geheiratet. Mile 101 hat seit 2001 jedes Jahr zumindest einen wirklich erfahrenen Wildnismotorrschlittenfahrer mit einer hervorragenden Maschiene. Dies hat sich ueber die Jahre auch bewaehrt und wird von der Rennleitung heutzutage praktisch erwartet obwohl die meisten Checkpoints dies nicht haben. Man kann Motorschlittenfahrer ueberall in Alaska finden. Wie ein hervorragender Trailbreaker des YQ vor Jahren allerdings so treffend meinte: “Du findest gute und erfahrene Fahrer mit alten und kleinen Motorschlitten. Dann findest du unerfahrene Besitzer von hervorragenden 12.000 $ Motorschlitten die man eben braucht um solche Trails unter wiedrigen Umstaenden zu befahren. Die einen haben die Zeit zum fahren und sammeln die Erfahrung, die anderen muessen arbeiten um das Geld fuer’s Spielzeug zu verdienen, haben aber keine Zeit es wirklich zu benutzen. Beides gemeinsam – wirklich erfahrene Wildnisfahrer und hervorragende Motorschlitten die fuer extreme Konditionen geignet sind – sowas findet man selten.”

2012 Yukon Quest Trail Blog 4

Januar 12, 2012 by  
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Hm…,
ich habe diesen Thread nun Mal begonnen und werde ihn damit wohl auch weiterfuehren. Es gab ueber die letzten Monate einiges zu berichten, aber die Aenderungen, Vorschlaege, Ideen und Schicksalsschlaege liefen in einem Tempo ab das sich schwierig beschreiben liess.
Natuerlich hat sich inzwischen – wie immer – fast alles geaendert und ich werde versuchen dies zusammen zu fassen.
Dough Grilliot, den ich als wuerdigen und sehr erfahrenen neuen Leiter des ‘dog yards’ in Mile 101 ansah nachdem Mike Bowman das YQ 300 fahren wollte, sagte mir ploetzlich ab: ” Tut mir Leid, Peter. Man hat mich gebeten das YQ 300 als Race Marshall zu leiten. Wenn ich in Mile 101 bin koennen ich und meine Rennrichter aber sicherlich helfen.”
Was zum Teufel…., war ploetzlich jeder mit dem YQ 300 beschaeftigt ? Sein Angebot war lieb gemeint und ich wusste, dass jeder mithelfen wuerde. Allerdings ist es nicht unsere Angewohnheit Race Marshalls als Helfer zu heuern. Deren Arbeit ist schwierig genug…., und man hat ja auch seine Ehre.
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Kurz vor Weihnachten arrangierte ich ein Treffen der gesamten Crew und lud natuerlich auch Mike und unseren langjaehrigen hocherfahrenen Motorschlittenfahrer Eric Cosmutto ein obwohl sie dieses Jahr nicht teilnehmen wuerden. Wir brauchten deren Wissen und Erfahrung.
Eric musste absagen, da er ein Motorboot in einem Hafen an der Kueste in Seward hatte und dort mehr als drei Meter Schnee gefallen war. Er musste zu seinem Bott fliegen und Schnee schaufeln. (Ich bin ueberzeugt, dass dies fuer ihn seiner Frau gegenueber eine tolle Ausrede war mal wider ans Meer zu kommen… )
Mike allerdings kam und so kamen auch unsere Kommunikations-Gurus Kevin Abbnet und Sterling Muth und andere.
Was mir zuerst auffiel war die Tatsache, dass Mike’s linker Unterarm komplett bandagiert war. “Was ist dir denn passiert ?” – Ich bin im Dunkeln auf einem Bleistift ausgerutscht und mit dem Unterarm auf den heissen Holzofen gekommen.” Er hatte Verbrennungen 3.Grades. – “Tja, Peter… Im Augenblick kann ich meine Hunde nicht trainieren. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich das YQ 300 fahren kann. Falls nicht bin ich in 101.”
Ich bot ihm Hilfe und Medikamente an, aber er wollte davon nichts wissen und damit wendeten wir uns den Vorbereitungen zu.

Kevin Abnett hatte gleich die naechste ‘gute’ Nachricht fuer mich. Er hat ein Jahr mehr in Mile 101 ‘gedient’ als ich und wir haben alle Zeiten von reinem Funk mit Batterien ueber die ersten Internetverbindungen bis hin zu ‘uploads’ von Filmmaterial auf Youtube gemeinsam durchgemacht. Ich habe dort als Manager seit 16 Jahre ‘gedient’, er 17 Jahre als Funker.
Wir arbeiten alle eigendlich einfach zusammen, aber als das Yukon Quest eine Liste der freiwilligen Mile 101 Mitarbeiter wollte, liessen wir uns nicht lumpen. Wir erfanden eins Nachts bevor die ersten Teams eintrafen fuer jeden langjaehrigen Mitarbeiter einen Titel.
Kevin ist offiziell der “Senior Checkpoint Communications Manager’.
“Wir schiessen am 7.Februar einen Wettersatelitten ab und am 5.Februar kommen die Jungs von NASA um sich alles anzugucken,” meinte Kevin waehrend des Treffens.
Wie schon oft erklaert, ist er eine Art Daniel Duesentrieb.
“Ich dachte du haettest dich zur Ruhe gesetzt”, sagte ich bissiger als gemeint. Immerhin hatte Kevin sich von der Universitaet getrennt nachdem er deren Roboter-Technik Program gefuehrt hatte. Kevin laechelte und zuckte mit den Schultern: ” Naja, … so kleine Seitenjobs zahlen fuer’s Essen.”
Allerdings beschwichtigte er mich:” Wir regeln alle Technik in 101 fuer’s Internet am Freitag und abends kann ich ueber’s Wochenende immer noch hochfahren. Die Raketenabschussbasis ist ja nur 120 km entfernt.”
Dazu muss gesagt werden, dass Sterling Muth, der seit 3 Jahren mit Kevin in 101 arbeitet auch ein hervorragender Programmierer, Funker und Elektroniker ist. Nun gut…. Technik und Internet sowie Funk sollten also geregelt sein…

2012 Yukon Quest Trail Blog 2

August 21, 2011 by  
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Mike’s Verlust traf mich schwer obwohl ich mich sehr darauf freue meinen alten Freund als Musher in 101 begruessen zu duerfen. Wie allerdings sollte ich ihn ersetzen ?
Aus reinem Zufall hatte Doug Grilliot mir kurze Zeit vorher eine E-Mail geschrieben: “Falls ich im Februar nichts besseres zu tuen habe, werde ich dich vielleicht um einen Job in Mile 101 anhauen. Ich kann Holz spalten und auch sonst eine Menge tuen…. ” – Seine E-Mail war reine Untertreibung. Doug ist ein hervorragender Musher und hat das YQ Rennen selbst erfolgreich beendet. Ausserdem war er zwei Mal Rennmarshal des YQ und ist nun der Vertreter der YQ-Musher in Alaska im ‘Board of Directors’ des Rennens.
“Ich brauche jemanden, der das Chaos ueberschauen kann wenn wir 500 Hunde in der Wildnis parken muessen”, schrieb ich zurueck. – Doug hat lange in der US Armee gearbeitet und ist kein Freund von langen Worten: “Ich sehe nichts was dem im Wege stehen wuerde, werde dir aber erst spaeter definitv zusagen koennen.” Er wuerde die Bresche die Mike hinterlaesst hervorragend ausfuellen koennen.
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Mile 101 ist der abgelegenste Checkpoint des Yukon Quest. Trotzdem werden die Musher des YQ300 dort wie gesagt eine Zwangsrast von 2 Stunden einlegen muessen damit Tieraerzte die Hunde von Kopf bis Hinterlaeufe gruendlich untersuchen koennen. Die Musher des YQ 1000 haben die Wahl eine 4-stuendige Zwangsrast zur Untersuchung der Hunde bei uns oder im 45 km entferntem Checkpoint Central einzulegen. Wir vermuten, dass die meisten Musher ihre Rast trotzdem bei uns vor dem langem Anstieg zum beruechtigtem Eagle Summit ablegen werden.
Wir werden sehen….
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Und so beginnt die Geschichte des YQ Checkpoints 101….

Peter Kamper

2012 Yukon Quest Trail Blog 1

August 21, 2011 by  
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Zur Unterhaltung und um vielleicht einen tieferen Einblick in das Yukon Quest Rennen zu bieten, werde ich auch dieses Jahr mal wieder einen Thread ueber Mile 101 eroeffnen.
Mile 101 liegt an Meile 101 des Steese Highway, einer meist aus Schotter bestehenden 240 km langen Strasse, die in Circle City am Yukon River in Alaska endet. Der eigendliche ‘Checkpoint 101′ besteht aus 4 verlassenen, stromlosen Huetten in einem einsamem, fast baumlosem Tal zwischen Eagle Summit und Rosebud Summit, dem zweit- und dritthoechstem Berg des 1600 km Rennens. Viele Rennen sind an diesem einsamem und notorisch von Stuermen geplagtem Platz gewonnen und verloren worden. Ich leite den frueheren Dogdrop der in 2010 zu einem Checkpoint wurde offiziell seit 1996. Allerdings wird er eigendlich von der gesamten sehr erfahrenen Crew geleitet. Mein Amt als Checkpoint Manager ist nur gefragt wenn etwas schief geht. Ansonsten wissen die anderen Mitarbeiter sehr genau was sie tuen…, und wenn sie etwas tuen halte ich mich -schlau wie ich bin – am besten raus.
Dies nun ist die sich entwickelnede Geschichte des Checkpoint Mile 101 fuer 2012:
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Ich kam gestern in die Kneipe bei uns im Tal um einen Happen zu essen und dort sass dann Mike Bowman, unser langjaehriger Mile 101 dog lot manager. Mike ist im Prinzip fuer das Parken der Teams zustaendig und hat die Kunst 30 Teams zur gleichen Zeit auf begrenztem Grund waehrend eines Sturms zu parken zu einer Kunst entwickelt.
Als ich mich neben ihn setzte, sah er aus mir unerfindlichen Gruenden fast schuldig aus und rueckte kurz danach auch mit einer Erklaerung heraus: “Peter,… ich werde dieses Jahr nur 2 Stunden in 101 verbringen.” Ich stutzte. Normaler Weise hatte Mike den weit abglegenen Checkpoint immer eroeffnet, Holz gespalten, die verlassenen Huetten gesaeubert und sich um alles gekuemmert bevor der Rest der Crew eintraf. “Was… ?” Eine bessere Antwort fiel mir auf die Schnelle nicht ein.
Nun ja, einer der besten und verlaesslichsten Freiwilligen des Mile 101 wird uns im Februar 2012 fehlen. Mike wird, so erklaerte er immer noch mit einem schuldigem Blick, das YQ 300 fahren um sich in 2013 fuer das grosse 1600 km Yukon Quest zu qualifizieren. Warum wird er 2 Stunden in Mile 101 verbringen ? Weil die YQ300 Musher in Mile 101 eine 2-stuendige Zwangsrast einlegen muessen.
Ich freue mich fuer ihn, muss aber zugeben, dass mir alle moeglichen Gedanken durch den Kopf schossen. Mike zu verlieren ist nun mal ein heftiger Schlag fuer die Crew. Immerhin verlieren wir ca. 8 Jahre an Erfahrungswerten.
Trotzdem freute ich mich fuer ihn. “Ich bin mal gespannt wie der Checkpoint aussieht, wenn ich zum ersten Mal als Musher ankomme,” meinte Mike schlussendlich lachend als ich ihm zu seiner Entscheidung gratulierte. Er hatte ueber die Jahre in Mile 101 mehere hundert Musher persoenlich begruesst. -
Mike versprach, wie immer an den winterlichen Crewtreffen des Checkpoints teilzunehmen waehrend denen wir Ausruestungslisten zusammenstellen und immer wieder die kleinen Fehler der letzten Jahre diskutieren um diese zu bereinigen.
Eric Cosmutto, der ueber 5 Jahre saemtliche Rettungsaktionen und Trailmarkierungen ueber Eagle Summit geleitet hat wird ebenfalls nicht zurueck kommen, da er ein Jahr frei nehmen will. Was von der alten Crew uebrig bleibt sind Kevin und Sterling, die saemtliche Kommunikation zur Aussenwelt ueber Kurzwellenfunk und Sattelitteninternet leiten, Joe Krueger als Doglot-Arbeiter und natuerlich unsere hervorragende Kuechencrew, die Musher mit hervorragendem Essen kostenlos versorgt.
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Der Checkpoint ist kein Platz wo freiwillige Mitarbeiter Hunde streicheln koennen. Wir haben immer die groesste Zahl an Notfaellen und Rettungsaktionen im Rennen gehabt, arbeiten unter schwierigen Umstaenden und weit ab jeglicher Zivilisation bis zu 24 Stunden an einem Stueck und sind oft auf uns selbst angewiesen. Die beiden Paesse, die uns mit der Aussenwelt verbinden (Eagle Summit und 12Mile Summit) werden oft auf Grund von hohen Schneewehen geschlossen.
Einfach ‘irgendwelche’ Freiwillige zu heuern ist schon alleine aus diesen Gruenden keine Option. Jeder der dort mitarbeitet muss ein Fachgebiet haben. Sei es Mechaniker, Doktor, Hundefuehrer oder Koch. Alle die in Mile 101 mitarbeiten muessen auch wissen wie man sich bei -40C in der Wildnis benimmt und dafuer ausgeruestet sein. Falls sich dies wie ein Abenteuer anhoehrt ist dies nicht falsch, denn es entspricht ohne etwas romantisieren zu wollen der Tatsache.

Peter Kamper

2011 Yukon Quest Trail Blog 1

Januar 12, 2011 by  
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Nach der langen Sommerduerre ein paar Geruechte. Die meisten sind allerdings verlaesslich…

Waehrend das Iditarod seine ‘Iditarod Insider Webseite’ weiterfuehren wird (19.95 $ fuer Videos, Bilder und Musher-Koordinaten) wird das Quest auch dieses Jahr wieder kostenlos berichten. ‘Spot’, eine Gesellschaft die Rettungssender baut, hat sich auch fuer 2011 bereit erklaert die Musher des YQ wie auch letztes Jahr kostenlos mit Sendern auszuruesten damit Fans die Musher auf dem Trail und damit das Rennen ‘live’ mitverfolgen koennen.

Musher werden dieses Jahr einer Regelaenderung unterliegen die besagt das das Sendegeraet getragen werden muss. Allerdings ist es altbekannt, dass man im Packsack des Schlittens nur seinen Kocher auf den kleinen Sender stellen muss um eine Verbindung zum Ortungs- Satteliten zu verhindern. Ich bezweifele allerdings, dass dies jemand tuen wird.

Der Schweiz/Kanadier Hans Oettli wird wieder Race Marshal des Rennens sein und hat zumindest meines Wissens nach seine gesamte Rennrichter-Crew von 2010 ohne Aenderung wieder geheuert. Eine kleine Aenderung und ein guter Richter:
Wayne Valqc, ein hervorragender Musher-Veterane der seit Jahren das YQ300 als Race Marshal leitet wird das am gleichen Tag startende YQ300 mit 25 Mushern leiten, aber ab Pelly Crossing auch am YQ als Richter taetig sein.
Wayne ist seit langen Jahren ebenfalls der Race Marshal des Junior Yukon Quest und fuer nicht nur fuer seine scharfen Augen bekannt wenn es um Hunde geht, sondern auch fuer seine Ruhe und Geduld mit Rookies.
Zur Rennrichter-Crew gehoehrt auch wieder einmal der deutsche langjaehrige YQ-Musher Thomas Tetz. Die Gruppe der Rennrichter um Hans Oettli erhielt letztes Jahr hervorragende Noten von allen Mushern. Sie wurden nicht nur fuer ihre Professionalitaet sonder auch fuer die freundliche und gute Atmosphaere entlang des Trails gelobt. In meinen Augen war es eine der besten Gruppen von Rennrichtern, die ich in den letzten 16 Jahren gesehen habe.

Die jetzt in Schweden lebende deutsche Tieraerztin Annette Kriller, die in frueheren Zeiten schon fuer das YQ arbeitete und auch hier im Forum Fragen beantwortete wird dieses Jahr nach laengerer Abwesenheit vom Rennen auch wieder zurueckkehren. Ich hoffe, dass wir waehrend des Rennens vielleicht ein paar Beitraege von ihr lesen koennen.

Ich wurde dieses Jahr gebeten unter der Leitung eines bezahlten Mediateams in 2011 nochmals Video-Clips entlang des Trails zu schiessen.
Da ‘unter der Leitung von…’ in keinster Weise meiner Arbeitsweise entspricht (es sei denn es sind der Race Marshal, seine Richter oder die Tieraerzte) dauerten die Verhandlungen etwas laenger. Ich werde nun (wie frueher) in 2011 wieder als freier Mitarbeiter und (zumindest teilweise) nochmals als Volunteer filmen.
Fast jeder im YQ-Forum kennt wahrscheinlich Sui King. Mit seiner langjaehrigen YQ-Trailerfahrung habe ich ihn gebeten mir beim filmen zu helfen und er hat zugesagt. Es wird das erste Mal sein , dass ich einen Video-Partner auf dem Trail habe. Es wird interessant sein herauszufinden wer von uns weniger Schalf braucht. Sui wird auch die Ziellinie des Rennens mit einem weiterem Videographen abdecken waehrend ich im Checkpoint Mile 101 zurueckbleiben werde bis uns dort der letzte Musher auf dem Weg zur 160 km entfernten Ziellinie verlaesst. Bis dahin wird der Sieger laengst in Fairbanks angekommen sein.

Mile 101 ist ja nun ein Checkpoint den ich immer noch leite. Dieses Jahr ist einer unserer aeltesten Kommunikationsspezialisten Brad Brook in der Mayo Klinik in Seattle waehrend einer Herzoperation (hoffentlich) friedlich verstorben.

Er hat seit ueber 12 Jahren in Mile 101 mitgerbeitet und zwischen 2001 und 2008 unermuedlich daran gearbeitet auch in vielen anderen Checkpoints Internetemfang ueber Satellite zu ermoeglichen. Er verbrachte sein letztes YQ bei uns in Mile 101 und wir werden seiner Frau das erste Mile 101 Checkpointbanner von 2010 (erstes Jahr als Checkpoint) mit den Unterschriften der Rennrichter, Tieraerzte und Crew uebergeben. In 2009 wurden ihm nach einem 20 Meter Sturz einige Jahre vorher beide Fuesse abgenommen. Als er in 2010 mit seinem eigenem Auto auf Prothesen in Mile 101 ankam und vorsichtig durch den Schnee zur Huette lief, grinste er und meinte: “Hey, keine kalten Fuesse mehr….” Ein guter Mann und ein Freund der nicht ersetzt werden kann.
Er hat mehr fuer das Rennen getan als ich hier je sagen kann.
Wir werden ihn vermissen.

Dies sind im Augenblick alle Neuigkeiten.
Ich denke wir haben ein gutes Rennen vor uns.
Mehr spaeter,

Peter

2010 Yukon Quest Trail Blog X

Februar 8, 2010 by  
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Uebermuedet aber nicht faehig zu schlafen sitze ich in Mile 101. Fuer was wir so hart gearbeitet hatten ist fuer uns nun fast vorueber. Alle ausser mir und meinem 13jaehrigem Sohn Lukas schlafen alle den wohlverdienten Schlaf von harter Arbeit. Lukas pflegt die Feuer der vier Huetten, denn immerhin hatte er von uns allen in den letzten zwei Tagen als Einziger vernuenftige 8 Stunden an Schlaf gehabt. Ich kann trotzdem nicht schlafen, streife meine Stirnlampe ueber und gehe raus. Es ist still und kaum ein Lueftchen regt sich. 10 C fuehlen sich in dem Anzug den ich trage eher warm an. Ueber Tag ist ein bischen Schnee gefallen und die Spuren der 30 Musher die im Checkpoint rasteten sind mit den sanften Spuren des Neuschnees bedeckt. Waehrend ich langsam durch den nun verlassenen und stillen Checkpoint gehe und meine Stirnlampe Schatten wirft schreite ich langsam ueber die Rastplaetze.

Wenn man fuer 48 Stunden lang alle 5 Minuten eine Entscheidung trifft oder einer neuen Aufgabe gegenueber steht ist dies eine Ewigkeit. Er erscheint mir als waeren Tage vergangen seit Zack Steer dort rastete… oder hier Bart De Marie seine Futtersaecke brauchte. Ich geniesse die Stille.

Drei Teams und insgesamt 34 Hunde liegen noch im Checkpoint. Schweigend gehe ich an ihnen vorbei und ein paar der Hunde heben schlaefrig ihr Haupt aus dem Stroh. Ich sage nichts. Da ich die Stimme ihrer Herren nicht spreche ist dies besser so. Die Stille des Hochtales wird fast nur vom Knirschen meiner Winterstiefel unterbrochen. Ich bin unendlich muede und doch so wach.
Gedanken schweifen zurueck zu all den Sorgen ob oder wie wir Dinge hier in Mile 101 geregelt bekommen wuerden, wieviel Arbeit es bedurfte alles so vorzubereiten, dass Checkpoint 101 sich wirklich bewaehren wuerde. Erst langsam wird mir bewusst, dass die Crew… wir… unseren Auftrag erfuellt haben. 10 Meter entfernt knurrt einer der Hunde leise. Ich bin mit ein bischen Stolz erfuellt und grummel leise: “Halt die Schnauze, oder ich schmeiss dich raus. Das Stroh bleibt uebrigens hier.” Mit der Uebermuedung werden meine Witze nicht unbedingt besser aber der Hund ist still. Ich war eh nicht der Anlass seines Knurrens. Das Team hat zwei laeufige Huendinnen im Team. Unruhige Traeume fuer die Rueden….
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Ich muss Josea Busby als Rennkoordinatorin ein grosses Lob aussprechen. Wir haben alles bekommen was wir brauchte, … und mehr.
Hans Oettli als Race Marshal und seine Rennrichter brachten eine professionelle aber auch entspannte Athmosphaere mit sich, die wir als Crew wirklich genossen haben. Das Kompliment der 8 Tieraerzte an uns fuer unsere Vorbereitungen koennen wir auch zurueckgeben. Es ist immer wieder erstaunlich wie gruendlich diese sich mit den Hunden beschaeftigen.
Rainer und Georganne haben fuer mehr als 24 Stunden durchgekocht, Eric Cosmutto wurde wieder einmal rausgeschickt um drei verlorene Teams (diesmal YQ300 Teams) zu finden – eine Geschichte die in der Nacht auch nicht erzaehlt werden durfte, Mike Bowman hat den Rastplatz mit Jan DeNapoli und Jesse hervorragend geregelt.
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Im Schnee zu stehen und die gute Atmosphaere zu spueren, die in den letzten 48 Stunden ueber den Rastplatz stroemte war einfach schoen. Es war die ganze Sache wert.

Die Crew hat schon beschlossen auch naechstes Jahr wieder zusammen zu arbeiten. Ich freue mich drauf…

Kevin Abnett und sein neuer Hamster (ham radio operator) Sterling Muth sind neben mir am schnarchen. Das letzte Team in 101 (Mike King/ YQ300) ist draussen am heulen, denn gleich geht’s los. Ich denke, dass ich sie persoenlich verabschienden sollte. Es war das erste Jahr, dass nichts spezielles in 101 passierte…. und darueber freue ich mich. Falls bis zum Mittag kein Team vom Eagle Summit zurueckkehrt schulde ich Eric Cosmutto 50 $. Diese hat er sich mit seiner Trailarbeit auch verdient.
Yeah !!!
Ende und aus….

Peter

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