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Hier finden Sie die aktuellsten Informationen zum härtesten Hundeschlittenrennen der Welt:
Erleben Sie das Yukon Quest 2002 hautnah.
Das Yukon Quest™ Rennen startet im Februar 2002.

Yukon Quest

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Yukon Quest 2002 News
Von Peter Kamper und Ragnar Rademacher
© Copyright Peter Kamper und Ragnar Rademacher

Yukon Quest 2002 Nachrichten:

* A R C H I V :

Samstag, Januar 26, 2002:
Yukon Quest transportiert ueber 1250 Saecke fuer Ausruestung und Futter   Von peter kamper @ 22:52 Uhr

Lange ist es nicht mehr hin,bis ungefaehr 588 Hunde und 42 Musher in der Innenstadt
von Fairbanks auf dem zugefrohrenen Chena River an der Startlinie stehen werden.
Die Hunde werden so aufgeregt sein,dass es manchmal bis zu 6 Maenner braucht um die
Teams und den Schlitten zu halten waehrend die Musher mit beiden Fuessen auf ihrer
Schneebremse stehen muessen.
Alle Musher werden mit der Frage kaempfen,die jeden besorgt der auf eine lange Reise
geht: "Was habe ich vergessen?"
Die Vorbereitungen der Musher fuer dieses Rennen sind alleine vom logistischen
Standpunkt her sehr kompliziert.Drei Wochen vor dem Rennen nimmt die Yukon Quest in
Fairbanks und Whitehorse Verpflegung und Ausruestung der Musher entgegen,die dann an
die verschiedenen Checkpoints transportiert werden.Von Hundefutter,Ersatzteilen fuer
Schlitten,Batterien und Booties (Pfotenschohner) bis zu gefrohrener Pizza oder
Kaesebroetchen in vacuumverpackten Einzelportionen,Nuessen,Handcreme und Methanol
fuer Kocher muss an alles gedacht werden.
Normaler Weise liefern Musher ungefaehr 30-40 Saecke mit Ausruestung und Verpflegung
ab auf denen Namen wie "MONSON-DAWSON CITY-DOG SNACKS"
stehen.Das durchschnittliche Gewicht der insgesamt ueber 1250 Saecke von 42 Mushern ist
25 kg.
Viele dieser Saecke enthalten neben Trockenfutter auch in Happengroesse gehacktes
Lammfleisch,Lachs,Truthahnhaut oder was sonst das Geheimrezept der Teilnehmer ist.Die
Hunde bekommen nur das Beste vom Besten,denn wenn sie nicht fressen wollen,ist das
Rennen fuer einen Musher so gut wie verloren.Auch muss die Menge an Futter genau
ausgerechnet werden,die an jedem Checkpoint abgeliefert werden soll.Waehrend recht viel
Proviant nach Eagle transportiert werden muss, um die Teams auf der 240 km langen
Strecke nach Dawson City zu verpflegen,beduerfen die Musher weit weniger Futter in
Carmacks,da Braeburn nur 128 km entfernt ist.



Sonntag, Januar 20, 2002:
David Monson will es nochmal wissen   Von ragnar rademacher @ 22:51 Uhr

Der 49jaehrige David Monson - Gewinner des Yukon Quest 1988 - erklaert, warum er das Yukon Quest International Sled Dog Race erst dieses Jahr wieder bestreitet:
Sein Hauptinteresse in den letzten Jahren galt seiner Famillie. Denn der ehemalige Jurist ist mit der wohl beruemtesten Musherin Alaskas - Susan Butcher - verheiratet (Diese gewann das 'Last great Race on Earth' - das Iditarod - vier mal)
1995 kam die erste Tochter, Tekla, fuenf Jahe spaeter die zweite Namens, Chisana zur Welt.

Monson sieht seine diesjaehrige Yukon Quest Teilnahme als Standortbestimmung. Das 2002 Copper Basin 300 hat er jedenfalls als 12. beendet, obwohl er sich verirrte und seine Hunde ins Eis einbrachen. Auch die letzten Jahre war er nicht untaetig; hat regelmaessig die Mittelstreckenrennen, wie das Kobuk 440 in Kotzebue (als vierter), das Copper Basin 300 2001 (als zweiter) und das Yukon Quest 250 (als Sieger), bestritten.
Welche seiner 27 zwei- bis dreijaerigen Hunde er zum Quest auswaehlt, weiss er selber noch nicht auch ist er sich nicht ganz sicher ob die Mittelstreckenrennen ein ausreichendes Training fuer ein 1000 Meilen-Rennen, wie das Yukon Quest waren.
Aber er will es nochmal wissen...

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Dienstag, Januar 15, 2002:
Trails in schlechtem Zustand   Von peter kamper @ 20:06 Uhr

Als am 14.Februar bei Temperaturen um 0 Grad leichter Regen fiel,waren nicht nur die
Autofahrer ungluecklich.Das Training fuer Yukon Quest Musher im Innern Alaskas ist sehr
von geringem Schneefall und dem schlechten Zustand der Trails behindert.
Bis Mitte Februar fielen in der Umgebung von Fairbanks insgesamt nur 30 cm Schnee,eine
der geringsten Schneemengen seit Jahren.Musher muessen mit ihren Hunden teilweise bis in
die Alaska Range fahren um in Tiefschnee zu trainieren und selbst dort laesst sich davon
nicht allzuviel finden.
Bereits jetzt kommen Spekulationen auf,wie der Zustand der Trails,die hart,vereist und
uneben sind,die Yukon Quest beeinflussen wird.
"Die Trails sind schnell",meinte ein Musher."Schnell ist allerdings nicht immer gut.Die
Hunde koennen sich leichter Schulterverletzungen zuziehen.Ich vermute,dass die groesste
Gefahr fuer Neulinge im Rennen darin besteht die schnellen Trails mit der Annahme zu
verwechseln,dass die Hunde gut laufen und am Anfang nicht genuegend Rast einlegen."
Ob Fairbanks Musher wie Dave Monson durch die schlechten Trailbedingungen unter
denen sie trainieren,Vor- oder Nachteile bei der Quest haben werden,ist umstritten.
Einige sagen,dass die Hunde,die an solche Trails nicht gewoehnt sind in den ersten Tagen
weit verletzungsanfaelliger sein werden,andere sehen es als Vorteil an,groessten Teils unter
tieferen Schneekonditionen trainiert zu haben,die spaeter auf dem Trail Richtung Yukon
Territories auftauchen werden.
Eines steht auf jeden Fall fest: Bis hin nach Japan,von wo das alaskanische Wetter
gewoehnlich mit dem Jetstream kommt,gibt es kein ausreichend grosses Tiefdruckgebiet um
die Trailbedingungen in den naechsten 10 Tagen zu aendern.
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Das "Copper River Basin 300",das im Allgemeinen als "die haertesten 300 Meilen in
Alaska" angesehen wird,hat einige Indikationen ergeben,was bei der Yukon Quest zu
erwarten sein wird.William Kleedehn,der erst am zweiten Tag zu einem gewaltigem
Endspurt ansetzte um den zweiten Platz zu erringen,scheint ein Team zu fuehren das
zumindest genauso gut ist wie letztes Jahr.Hans Gatts Team,das an erster Stelle das Ziel
erreichte sah Augenzeugenberichten nach an der Ziellinie "ausgeschlafen und frisch" aus.
1988 Quest-Champion Dave Monson,der ebenfalls das "Copper 300" fuhr,kam an 12.Stelle
ins Ziel nachdem er sich einmal verirrte und danach im Eis einbrach.
In einem Interview meinte er spaeter ueber Gatt,Kleedehn und Tetz,die die ersten drei
Plaetze belegten und deren Strategie er am studieren war:"Die Jungs sind allemal so gut wie
ich vermutet habe,aber das hier waren erst 300 Meilen.Bei der Quest faengt das echte
Rennen erst nach 500 Meilen an und wir wollen mal sehen welche Melodie sie dann
pfeifen."
Hans Gatt,der mit einem Vorsprung von 44 Minuten gewann war eher lakonisch als
er grinsend meinte:"Oh,ich haette spielend zwei Stunden frueher ins Ziel kommen
koennen.Allerdings habe ich beim nach hinten gucken keinen Grund dafuer gesehen....."
Seine Siegerpraemie betrug 12.000 $.





Yukon Quest 2002 Musher erfolgreich   Von ragnar rademacher @ 13:24 Uhr

Drei Musher die auch am Yukon Quest 2002 teilnehmen, haben beim diesjaehrigen Hundeschlittenrennen um Glennallen - dem Copper Basin 300 - jeweils die Plaetzte eins bis drei belegt.
Der aus Oestterreich stammende Hans Gatt hat das Rennen mit einem Vorsprung von einer Stunde gewonnen.
Auf Platz zwei folgt, der in Deutschland geborene, William Kleedehn - den dritten Platz belegt, der auch aus Deutschland stammende Thomas Tetz.
Weitere Yukon Quest-Musher wie, Peter Butteri, Chad Nordlum und Jesse Beebe hatten auch am 300 Meilen Rennen teilgenommen.


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Source: Copper Basin 300



Montag, Dezember 24, 2001:
Silvia Furtwaengler kehrt nach Deutschland zurueck !   Von peter kamper @ 09:33 Uhr


Aufgrund eines Notfalls in der Familie musste die einzige deutsche Teilnehmerin Silvia Furtwaengler 5 Tage nach ihrer Ankunft in Alaska mit dem erstmoeglichen Flug wieder auf unabsehbare Zeit nach Deutschland fliegen.
Da durch diesen Zwischenfall auch das begonnene Trainingsprogramm der letzten 6 Wochen vor dem Rennen nicht eingehalten werden kann und auch weitere logistische Probleme entstehen,wird Frau Furtwaengler ihre Anmeldung fuer die 2002 Yukon Quest zurueck ziehen muessen.
Die Hunde der Yukon Quest Veteranin waren in hervorragender Verfassung und die Rueckziehung ihrer Teilname bei der Yukon Quest ist sehr zu bedauern, da sie dieses Jahr die erste Europaeerin haette werden koennen, die "das haerteste Rennen der Welt" besteht.
Eine Teilname im naechsten Jahr steht nicht ausser Frage.

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Sonntag, Dezember 23, 2001:
Vorberichte vom Yukon Quest 2002   Von ragnar rademacher @ 12:35 Uhr


Die einzigen Musher,die bisher die Yukon Quest zweimal gewonnen haben sind die beiden alaskanischen Trapper John Schandelmeier und Charlie Boulding. Dies kann sich jedoch aendern.
Obwohl es bis kurz vor Schluss der Anmeldungsfrist fuer "das haerteste
Rennen der Welt" so aussah,als sei Frank Turner der einzige
zurueckkehrende Musher,der das Rennen schon einmal gewonnen hat
(95),entschlossen sich in den letzten Tagen drei weitere vorjaehrige
Sieger des Rennens,dieses Jahr wieder anzutreten:
Tim Osmar,der das letzte Rennen mit einem hervorragendem Hundeteam
gewann,das selbst an der Ziellinie ausgeruht und frisch wirkte,wird
versuchen seinen Erfolg vom Vorjahr zu wiederhohlen.
Rick Mackey,der 1997 das Rennen in einem grandiosen Endspurt gegen
seinen alten Freund John Schandelmeier auf dem zugefroherenen Chena
River in Fairbanks mit wenigen Minuten Vorsprung gewann,wird ebenfalls
antreten.
Frank Turner,der als einziger Musher alle Yukon Quest-Rennen gefahren
hat und immer noch den Zeitrekord haelt,nahm am letzten Rennen mit einem
sehr jungem und unerfahrenen Team teil das aeusserst vielversprechend
aussah und hat ohne weiteres Aussichten auf einen Sieg.
David Monson,der in 1987 als erster ueber die Ziellinie fuhr ist der
einzige dieser siegreichen Veteranen,der das Rennen schon einmal von
Fairbanks nach Whitehorse gewonnen hat.Alle anderen Musher gewannen das
Rennen in umgekehrter Richtung von Whitehorse nach Fairbanks.(Das Rennen
wird in graden Jahreszahlen von Fairbanks nach Whitehorse gefahren,in
ungraden Jahreszahlen von Whitehorse nach Fairbanks.)

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Allerdings sind dies nicht die einzigen Musher,die ueber die 1600 km
lange Strecke im Vorfeld zu erwarten sind.Thomas Tetz,der 2000 zweiter
wurde,sowie William Kleedehn der 2001 als dritter ins Ziel kam,sind
ebenfalls mit von der Partie und bei weitem nicht die einzigen
Musher,die Aussichten auf die 65.000 DM haben,die den Gewinner an der
Ziellinie erwarten.
Eine ausfuehrliche Analyse der Musher wird kurz vor dem Rennen folgen.

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Die deutsche Musherin Silvia Furtwaengler die sich ebenfalls fuer die Quest angemeldet hat, traf mit ihren Hunden am 19.Dezember in Fairbanks ein um fuer das Rennen vor Ort zu trainieren und wird damit die einzige Musherin sein, die Schlittenhunde aus Europa fuehren wird. Nach der letzten Quest,in der sie mit geliehenen Hunden in Dawson aufgeben musste, wird sie diesmal mit ihrem eigen Team antreten und kann damit die erste europaeische Musherin werden, die das Rennen erfolgreich besteht.
Tony Blanford,ein Veterane der Yukon Quest der auch dieses Jahr an der Quest teilnehmen wird, verlor beim Training vor zwei Wochen 50 km von Fairbanks entfernt durch eine Elchattacke drei seiner besten Hunde. Zwei
davon waren seine besten Leithunde.

Frank Turner (54),der letztes Jahr auf die Frage hin "Wieso nehmen sie jedes Jahr an der Quest teil ?" lachend antwortete:"Leider kann ich ihnen dies noch nicht sagen, da ich immer noch in Psychotherapie bin..."
hat vor kurzem schmunzelnd verlauten lassen, dass er sich immer noch nicht sicher ist, aber beim kommenden Rennen auf dem Trail versuchen wird
eine Antwort zu finden. Er war einer der ersten Musher, die sich im Juli fuer das Rennen anmeldeten.

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