Yukon Quest Trail Blog 13

Februar 20, 2008 by  
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Ich sitze hier mit gerunzelter Stirn und versuche zu ueberlegen, was ich sonst gelernt habe….
Jedes Jahr lerne ich als Nichtmusher ein bischen mehr ueber Hunde, und dieses Jahr mehr als sonst.
Ich habe zum ersten Mal bewusst Musher anstatt Hunde studiert und damit die Energie zwischen diesen beiden Einheiten vielleicht ein bischen besser verstanden.
Wenn Brent Sass die Ziellinie ueberquert, werde ich sicherlich nochmals etwas dazu lernen.
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Es ist ohne Zweifel ein seltsames YQ-Jahr.
Das Eis des Yukon River dagegen hat seinen Zoll genommen weil der Trail schwierig war. Eagle Summit, …. so denke zumindest ich, …. hat seinen Zoll genommen weil Musher ihn als grosse psychologische Huerde fuer sich selbst ansahen sowie Lust und Laune bei -40 C gering waren.
Es waren meist Musher, die aufgaben. Nur ein…. vielleicht zwei Teams gaben aus Fuehrsorge fuer ihre Hunde (gerechtfertigt) auf. Ansonsten uebertrug sich dort die Laune des Mushers einfach auf’s Team. Der Leithund war nicht mehr der Musher. Man koennte dies auch eine ‘politische Revolution’ nennen in der der Musher abgewaehlt wurde.

Das Eis des Yukon, der minderwertige Trail entlang des Flusses, …. all dies sind allerdings Tatsachen die sich nicht bestreiten lassen und mich ehrlich gesagt nicht nur traurig sondern auch aergerlich stimmten.
Vieles von dem was ich in Gespraechen entlang des Trails hoerte, habe ich nicht weitergegeben. Es war ein Chorus an Beschwerden ueber den Trail und andere politische Aspekte des Rennens. Diese Dinge waren mir nicht neu….
Ich ueberlege sehr schwer darueber nach, mich dieses Fruehjahr nach 5 Jahren erneut zur Wahl als einer der 9 alaskanischen Direktoren des Rennes zu stellen, werde es allerdings nicht tuen wenn eine Basis aus Musher-Veteranen und Rennrichtern nicht das selbe tut.
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Aber…., all dies beiseite:
Heute nacht (ca. 10- 14 Uhr MEZ) werden wir den Gewinner des 2008 Yukon Quest kroenen.
Ich werde sicherlich ueber den 3. bis 7. Platz und hoffentlich weit mehr berichten.
Ragnar wird seine Haende mit der Wette (siehe ‘Tippspiel’ in der YQ-Rubrik) voll haben. Immerhin haben viele Leute sehr gut getippt.
Auf jeden Fall liegt das von allen Mushern unterzeichnete 2008 Poster bereit und ich kann es an den Gewinner versenden sobald ich kommenden Sonntag nach Hause fahre.

So,
jetzt heisst es Batterien zu laden.
Hoffentlich kommen Ken Anderson und Lance Mackey innerhalb von einer Stunde an, denn ich will auf den zweiten Platz nicht die ganze Nacht warten.

Bis spaeter,
Peter

PS:
Zitat von Hugh Neff im Checkpoint Eagle:
“Ich habe mir immer mal gewuenscht das YQ ohne die Deutschen zu rennen. Jetzt allerdings vermisse ich sie.
(Gemeint sind William Kleedehn, Gerry Willomitzer und natuerlich der Oesterreicher Hans Gatt.)

Yukon Quest Trail Blog 12

Februar 20, 2008 by  
Filed under dogmushing, yukonquest

Habe heute Lance Mackey und Ken Anderson bei ihrer Abfahrt in Braeburn gefilmt. Falls Mackey nicht als erster in Whitehorse auftaucht muss irgendetwas ganz schief laufen. Wie Sui schon sagte, sieht Mackey’s Team wesentlich besser aus.
Allerdings hat Ken Anderson gesagt, dass seine Hunde sehr gut im Endspurt sind. Ich bezweifele, dass ‘sehr gut’ gut genug ist.
Obwohl alle Augen auf die fuehrenden Musher gerichtet sind liegt das wirkliche Rennen zwischen Platz 3-5 : Brent Sass, David Dalton und Michelle Phillips.
Brent ist durch Carmacks ‘durchgestuermt’ und hat keine Rast genommen. Irgendwo muss er Rast nehmen. Es ist immer noch eine Frage ob der zuerst in Braeburn fuer die 8-stuendige Zwangspause ankommt.
Es gibt Leute, die in Braeburn scratchen (aufgeben) mussten. Es gibt auch die Geschichte eines Mushers, der unter der Takhini River Bruecke fuer 10 Stunden rastete, weil sein Team nicht weiterlaufen wollte.
Immer noch bin ich ueber Brent etwas skeptisch, obwohl seine Energie und sein Team dieses Jahr, und auch in der Zukunft, sicherlich Geschichte machen werden.
Da all dies aber wahrscheinlich Gedanken sind, die in ein paar Stunden hinfaellig sind sollte ich wohl besser mal zu Tatsachen uebergehen:
Im Augenblick sitze ich im Westmark-Hotel in Whitehorse, da wir natuerlich heute nacht den Sieger des Rennens filmen wollen. Es tut mir ein bischen Leid, dass ich Brent, David und Michelle in Braeburn verpassen werde, aber dem Sieger gebuehrt eben die Ehre. Wir werden morgen frueh sofort nach Braeburn zurueckfahren um das Rennen weiter zu decken.
Eine Dusche war unbedingt noetig. Es war erst die zweite Dusche seit Beginn des Rennens vor 10 Tagen.
Die Zeit auf dem Trail ist in meinen Gedanken ein einziges Wirrwar. Ich muss mich wirklich konzentrieren und nachrechnen, bevor ich mir sicher bin ob es Sonntag, Montag oder Dienstag ist. (Mein groesster Fehler ist, dass ich keine Uhr trage.)
Durchgearbeitete Naechte, fruehmorgendliche Ankuenfte von Mushern, lange Abende mit Erwartungen, dass das naechste Team in kuerzester Zeit auftauchen wird…., all dies ist so nahtlos mit kurzen Schlafpausen im Schlafsack in einer Ecke des jeweiligen Checkpoints so nahtlos ineinander uebergegangen, dass das Rennen weit wichtiger als der jeweilige Tag war. Die Tageszeit zaehlte sicherlich nicht.
Zur groessten Erfahrung des diesjaehrigen Rennens zaehle ich eigendlich die Tatsache, dass ich die Reporter des Rennens besser kennenlernte. Dies begann im Checkpoint Eagle, wo nur die Elite der Reporter nordischer Zeitungen und Radiostationen einflogen und abends – manchmal bis frueh morgens- zusammen sassen um ihre Geschichten zu schreiben oder ihre Radiokommentare zu verfassen.
Ich hatte keine Idee, wie hart diese Leute an ihren Geschichten arbeiten muessen. Ein in Fairbanks ansaessiger und recht bekannter Radiokommentator arbeitete bis 6 Uhr morgens an seinem Yukon Quest – Update und war zum Umfallen muede, da die Musher erst gegen 3 Uhr aufgetaucht waren und er auf sie warten musste.
Als er sein ‘Live-Telephoninterview um 7 Uhr ueber’s Telephon mit frisch-froehlicher Stimme erledigte, musste ich ihn bewundern. 5 Minuten spaeter versank er im Tiefschlaf.
Ich muss zugeben, dass ich als Amateur ein bischen stolz war mit diesen Leuten zusammen zu sitzen und erfahren zu duerfen wie sie arbeiten. Gluecklicher Weise konnte ich ein bischen aushelfen, als ich ihnen die Nachricht ueber Mackey’s Verirrung aus Scroggie Creek brachte bevor Mackey in Pelly Crossing ankam und die Zeitung in Druck ging.
Das beste waren die abendlichen Diskussionen und Vermutungen ueber die Strategien der Musher.
Viele der Reporter waren dem Rennen seit langen Jahren gefolgt und kannten viele der Musher-Strategien, die ueber die Jahre benutzt worden waren.
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Ende Teil 1

Yukon Quest Trail Blog 7

Februar 16, 2008 by  
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Dawson City,
wo man immer noch Geld im Kasino verspielen kann….
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Das liebe YQ hat mir ein schoenes Zimmer in einem Hotel 4 km vom Checkpoint organisiert und bezahlt. (Haette lieber Internet in 101 gehabt). Was soll ich mit dem Zimmer…., ist ja lieb gemeint, aber meine Arbeit ist im Checkpoint.
Habe also brav meine Matte im Checkpoint ausgebreitet und sitze nun am Computer. Gegen 1:30 muss ich eh wach sein um den Start von Lance aus Dawson zu filmen. Es geht mir auf den Wecker, dass er jedes Jahr im Dunkeln abhaut.
Habe allerdings mit Lance Mackey’s Frau ueber’s warme Wetter geredet. Sie meinte, dass er gesagt hat: “Wenn ich weit frueher in Dawson angekommen waere haette ich wegen der Tageswaerme eh kurz nach der Weiterfahrt rasten muessen um die Hunde nicht zu ueberhitzen. Es war richtig, den Lauf nach Dawson so einzuteilen, dass ich zur kaeltesten Nachtzeit nach 36 Stunden wieder losfahre.”
Ken Anderson wird allerdings das gleiche tuen. Immerhin liegt er nur ca. 30 Minuten hinter Lance. Im Augenblick schneit es….., obwohl nicht viel Schnee in der Vorhersage ist wird Ken Anderson sich an Lance Mackey’s Trail haengen,… etwas, dass seine Hunde motivieren wird.
Meine groesste Frage ist nun, ob irgendjemand der ersten drei (Mackey, Anderson, Sass) Hunde vor dem erneuten Start abgeben werden.
Von Brent Sass weiss ich, dass seine neun Hunde wieder auf den Trail gehen werden. Von Ken Anderson und Lance Mackey weiss ich ueber den Zustand der Hunde nichts.
Es ist endlich mal mal wieder spannend.

Und uebrigens…., David Dalton ist mit seinen 13 Hunden nicht mehr zum Sieg faehig aber hat zumindest meiner Ansicht mit seinem gut aussehendem Team einen 10-stuendigen Spurt in sich. Er wartet auf den richtigen Augenblick um seinen ‘Move’ zu machen.
Habe auch mit Brent Sass gesprochen. Wir kennen uns seit einigen Jahren. Er denkt immer noch mehr daran Ken Anderson zu schlagen als Phillips und Dalton abzuwehren.
Ich habe ihn freundschaftlich gewarnt, dass er in Hinsicht auf Plazierung mit neun Hunden lieber ueber die Schulter als nach vorne gucken sollten.
Bessere Teams als das seinige haben vor dem Unmoeglichem gestreikt. Ich hoffe, dass er seinen jugendlichen Leichtsinn mit Liebe zu seinen Hunden ueberkommt.
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Bis spaeter,
Peter

Yukon Quest Trail Blog 5

Februar 14, 2008 by  
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Habe nochmal nachgefragt.
Mackey hat in 2006 23 Stunden nach Dawson gebraucht.
Er kann also fruehestens gegen 7 Uhr morgens dort am Checkpoint eintreffen. (Zeitumstellung ist hier eingerechnet.) Das Problem ist allerdings, dass es in Eagle inzwischen nur noch -2 C ist, womit sich das Rennen beachtlich verlangsamen kann um die Hunde nicht zu ueberhitzen.
Ich werde erst gegen 16-17 Uhr nachmittags in Dawson eintreffen, vom Einlauf also keine Videos schiessen koennen. Das sollte dafuer allerdings Ray McBath machen, der auch Videos schiesst.
Abends werden wir dann wohl fuer einige Zeit versuchenm Videos hochzuladen.
Aber fuer ein Bier werde ich immer Zeit haben….  

Viele Neuigkeiten gibt es eigendlich nicht. Julie Estey hat in Slaven’s Cabin nach langer Rast mit einer Knieverletzung aufgegeben, da sie es mit der Verletzung niemals durch die Eisschollen geschafft haette.
Normaler Weise brechen ein drittel der Teilnehmer das Rennen vor dem Ziel ab. Das Drittel ist jetzt schon in Slavens Cabin erreicht worden obwohl ein schwieriger Teil des Trails nochnichteinmal befahren worden ist (Chena Hotsprings bis Mile 101 mit Boulder und Rosebud Summit).
Ann Ledwidge, die Slaven’s Cabin mit nur 7 ihrer 14 Hunde verliess wird meines Erachtens in ihrer Heimatstadt Dawson aufgeben. Sie wird hoffentlich weniger Schwierigkeiten mit dem Eis haben als die ‘grossen’ Teams mit 13 Hunden, da sich ein kuerzeres Team zwischen den Eisschollen leichter lenken und besser zu kontrollieren laesst.

Peter

Yukon Quest Trail Blog 4

Februar 14, 2008 by  
Filed under dogmushing, yukonquest

Es ist 3 Uhr morgens in Eagle und die meisten Reporter sind nun ins Bett gegangen waehrend ich immer noch in der eher gemuetlichen, durch einen Holzofen gewaermten Buecherei sitze. Habe ein paar Videos hochgeladen und im 200 Meter entferntem Checkpoint muss grade wohl ein weiteres Team ankommen, da alle Hunde im Dorf am heulen sind.
Ich habe mich ehrlich gesagt ein bischen ueber die Ankunft von Ken Anderson nur 20 Minuten nach Lance Mackey gewundert. Es kann vielleicht doch noch ein Rennen werden. Ausserdem ist mir heute klar geworden, dass die beiden sich anscheinend gar nicht so gut verstehen. So wie Lance andeuten liess, reden sie seit ueber einem halbem Jahr nicht miteinander. Ich glaube nicht, dass diese Aussage ein Trick ist.
Lance hat sich zudem auch noch einen Schlittenkufen kaputt gefahren, den er nur halbwegs reparieren kann.
Wie er uebrigens ueber den Trail geflucht hat, darf ich hier garnicht beschreiben. Er muss saumaessig gewesen sein. Zudem habe ich ja schon erwaehnt, dass er die Trailbreaker ueberhohlte als sie in einer Huette am Yukon schliefen und nun denkt, dass er ca. 1 1/2 Stunden im Dunkeln herumgeirrt war um einen Trail zu finden, der fast garnicht abgesteckt war…..
Ken Anderson gab sich da gelassener. Ich kenne den Mann garnicht, aber als er in aller Seelenruhe die Fragen der Reporter ueber sich ergehen liess, meine er: “Ich habe die Teams hinter uns gesehen. Phillips, Neff, Sass und Kaduce sind alle am einbrechen. Ich bin mir ziemlich sicher, das Rennen wird zwischen mir und Lance entschieden werden.”
Also Nerven hat er schon. Dafuer wusste er aber auch ein bischen mehr ueber die Teams die grade erst in den Checkpoint kommen, da er sie dort draussen gesehen hatte.
Sie werden weitere Hunde hier in Eagle abgeben muessen. Mal sehen wie der Kampf zwischen Anderson und Mackey ausgeht, bin aber immer noch gespannt auf Dalton. Die Sache spitzt sich zu.
In Richtung der Yukon Territories sollen die Temperaturen in den naechsten Tagen bis auf 0C ansteigen.
Oeffter Mal was neues…..
Bis spaeter.

Peter

Mile 101 Blog 12

Januar 7, 2008 by  
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Zwischendurch eine kurze Geschichte:

Innerhalb der Stadtgrenze von Fairbanks erhalten Haeuser und Wohnungen Wasser durch ein zentralisiertes System. Ausserhalb der Stadtgrenze ist man allerdings auf eigene Brunnen oder Wassertanks angewiesen, die den H2O-Verbrauch des jeweiligen Domizils speisen.
Neben dem zum Allgemeinverbrauch geeignetem Wasser fahren allerdings viele Leute zu den 15 km ausserhalb der Stadt gelegenen ‘Fox Springs’ um sich das wohlschmeckenste und beste Trinkwasser um Fairbanks mit Kanistern aus einer ganzjaehrig fliessenden Quelle abzuhohlen.
Ich fahre dort seit 15 Jahren alle zehn Tage hin um Trinkwasser in 20 l Kanistern abzuhohlen.
Fox Springs ist ein kleiner Parkplatz am Rande des Elliot Highway und als ich dort bei -25 C einfuhr, stand nur ein alter, grauer und recht verbeulter Truck dort.
Als ich aus dem Auto stieg, fiel mir der Schriftzug auf der Seitentuer auf : “Lance Mackey – Comeback Kennel”.
Ich musste unwillkuerlich grinsen. Natuerlich…, dies war der alte Truck neben dem ich Lance vor seinem ersten Rennstart in 2005 gefilmt hatte. Was hatte er damals vor seinem ersten Sieg gesagt:” Ich werde an den fuehrenden Mushern genauso kleben wie die Stosstange hier am Truck klebt. Ich brauche das Geld…., und einen neuen Truck.”
Lance hatte einen nagelneuen Truck mit seinem Gewinn im 2007 Iditarod errungen. Beruehmt wie er nun ist, erwartete ich an der Quelle den Herren, der den alten Truck gekauft hatte, …. oder vielleicht einen von Mackey’s Handlern.
Als ich mich umdrehte und mit meinen Kanistern zur Quelle lief, grinste mir Lance allerdings persoenlich ins Gesicht: “Hey, Peter…. wohnst du hier in der Gegend ?” Wir hatten uns seit dem letzten YQ nicht gesehen. Er erinnert sich an mich, da ich ihm fuer drei Jahre Speck mit Eiern in Mile 101 gefuettert habe und ihm nebenbei fast staendig eine Kamera vor die Nase hielt.
Da ich den nun beruehmten Langstreckenmusher fast immer nur waehrend Rennen gesehen hatte musste ich mir den sauber, gesund und wohlgenaehrten Lance zwei Mal angucken:” So kenne ich dich garnicht,… du bist ja gradezu fett geworden, ” schmunzelte ich.
‘Fett’ waere wahrscheinlich nicht der richtige Ausdruck fuer Lance. Er sieht eher wie ein Normalbuerger aus. Langstreckenmusher nehmen vor den haertesten Rennen des Jahres bewusst Kalorien auf.
Als ich anschliessend auf seinen Truck zeigte und fragte wo sein nagelneuer Iditarod Truck geblieben waere zuckte er mit den Schulter: “Den hat sich meine Frau unter den Nagel gerissen. Frag nicht weiter…., diese Diskussion habe ich vor 10 Monaten verloren.” Er lacht…
Wie viele Maenner in Alaska ist er mit einem alten Truck sehr gluecklich. An neueren Modellen waeren die taeglichen Kratzer und monatlichen Beulen weit sichtbarer, …. abgesehen davon, dass man bei solchen Modellen keine Moeglichkeit mehr hat Benzin in den Vergaser zu giessen und eine Werkstatt braucht um herauszufinden welches Computer Modul ausgefallen ist. Die neuen Trucks sind weit unzuverlaesslicher als die alten Modelle, … darin sind wir uns einig.
“Anscheinend werden deine besten Gegner vom letzten Jahr diesmal beim YQ nicht antreten, hm ?” , frage ich ihn.
“Ja, eigendlich habe ich darauf gewartet. Keine Ahnung was da los ist. Im Prinzip haette ich fuer ein Rennen wie das YQ mehr Musher erwartet.”
“Ja, 40.000 $ sind nicht uebel”, werfe ich ein.
Ich will ihm nicht sagen, dass er meiner Meinung nach das Rennen gewinnen wird. Es waere unfair und kann boese Geister rufen die man nicht los wird.
Lance rollt die Augen: ” Zumindest fuer MICH sind 40.000 $ eine Menge Geld. Keine Ahnung wieso die anderen Musher nicht zurueckkommen. Naja, … “, ein kurzes Grinsen gleitet ueber seine Lippen waehrend er einen neuen Kanister unter den Wasserstrahl der Quelle zieht, “mir soll es Recht sein.”
Er zoegert einen Augenblick und fuegt hinzu: ” Es gib allerdings ein paar Neulinge im Rennen die sicherlich etwas zu sagen haben werden.”
Ich weiss zumindest einen Namen, den er damit anspricht: Ken Anderson, ein Musher der im 2007 Iditarod den 7.Platz belegte.
Vor einiger Zeit berichtete ich, dass Lance und Ken zusammen trainieren. Im Gespraech erfuhr ich, dass die beiden Musher seit einiger Zeit Grundstuecke nebeneinander in Fairbanks besitzen und auch deshalb zusammen trainieren.
(Irgendwie rieche ich hier ein Anderson-Mackey Team das zumindest bis Dawson zusammen halten wird.)