Promo Video All Alaska Sweepstakes

März 13, 2008 by  
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Promo Video zum “All Alaska Sweepstakes” – Hundeschlittenrennen in Nome:

[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=r3YmlJPNM5M]

Yukon Quest Trail Blog 13

Februar 20, 2008 by  
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Ich sitze hier mit gerunzelter Stirn und versuche zu ueberlegen, was ich sonst gelernt habe….
Jedes Jahr lerne ich als Nichtmusher ein bischen mehr ueber Hunde, und dieses Jahr mehr als sonst.
Ich habe zum ersten Mal bewusst Musher anstatt Hunde studiert und damit die Energie zwischen diesen beiden Einheiten vielleicht ein bischen besser verstanden.
Wenn Brent Sass die Ziellinie ueberquert, werde ich sicherlich nochmals etwas dazu lernen.
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Es ist ohne Zweifel ein seltsames YQ-Jahr.
Das Eis des Yukon River dagegen hat seinen Zoll genommen weil der Trail schwierig war. Eagle Summit, …. so denke zumindest ich, …. hat seinen Zoll genommen weil Musher ihn als grosse psychologische Huerde fuer sich selbst ansahen sowie Lust und Laune bei -40 C gering waren.
Es waren meist Musher, die aufgaben. Nur ein…. vielleicht zwei Teams gaben aus Fuehrsorge fuer ihre Hunde (gerechtfertigt) auf. Ansonsten uebertrug sich dort die Laune des Mushers einfach auf’s Team. Der Leithund war nicht mehr der Musher. Man koennte dies auch eine ‘politische Revolution’ nennen in der der Musher abgewaehlt wurde.

Das Eis des Yukon, der minderwertige Trail entlang des Flusses, …. all dies sind allerdings Tatsachen die sich nicht bestreiten lassen und mich ehrlich gesagt nicht nur traurig sondern auch aergerlich stimmten.
Vieles von dem was ich in Gespraechen entlang des Trails hoerte, habe ich nicht weitergegeben. Es war ein Chorus an Beschwerden ueber den Trail und andere politische Aspekte des Rennens. Diese Dinge waren mir nicht neu….
Ich ueberlege sehr schwer darueber nach, mich dieses Fruehjahr nach 5 Jahren erneut zur Wahl als einer der 9 alaskanischen Direktoren des Rennes zu stellen, werde es allerdings nicht tuen wenn eine Basis aus Musher-Veteranen und Rennrichtern nicht das selbe tut.
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Aber…., all dies beiseite:
Heute nacht (ca. 10- 14 Uhr MEZ) werden wir den Gewinner des 2008 Yukon Quest kroenen.
Ich werde sicherlich ueber den 3. bis 7. Platz und hoffentlich weit mehr berichten.
Ragnar wird seine Haende mit der Wette (siehe ‘Tippspiel’ in der YQ-Rubrik) voll haben. Immerhin haben viele Leute sehr gut getippt.
Auf jeden Fall liegt das von allen Mushern unterzeichnete 2008 Poster bereit und ich kann es an den Gewinner versenden sobald ich kommenden Sonntag nach Hause fahre.

So,
jetzt heisst es Batterien zu laden.
Hoffentlich kommen Ken Anderson und Lance Mackey innerhalb von einer Stunde an, denn ich will auf den zweiten Platz nicht die ganze Nacht warten.

Bis spaeter,
Peter

PS:
Zitat von Hugh Neff im Checkpoint Eagle:
“Ich habe mir immer mal gewuenscht das YQ ohne die Deutschen zu rennen. Jetzt allerdings vermisse ich sie.
(Gemeint sind William Kleedehn, Gerry Willomitzer und natuerlich der Oesterreicher Hans Gatt.)

Yukon Quest Trail Blog 12

Februar 20, 2008 by  
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Habe heute Lance Mackey und Ken Anderson bei ihrer Abfahrt in Braeburn gefilmt. Falls Mackey nicht als erster in Whitehorse auftaucht muss irgendetwas ganz schief laufen. Wie Sui schon sagte, sieht Mackey’s Team wesentlich besser aus.
Allerdings hat Ken Anderson gesagt, dass seine Hunde sehr gut im Endspurt sind. Ich bezweifele, dass ‘sehr gut’ gut genug ist.
Obwohl alle Augen auf die fuehrenden Musher gerichtet sind liegt das wirkliche Rennen zwischen Platz 3-5 : Brent Sass, David Dalton und Michelle Phillips.
Brent ist durch Carmacks ‘durchgestuermt’ und hat keine Rast genommen. Irgendwo muss er Rast nehmen. Es ist immer noch eine Frage ob der zuerst in Braeburn fuer die 8-stuendige Zwangspause ankommt.
Es gibt Leute, die in Braeburn scratchen (aufgeben) mussten. Es gibt auch die Geschichte eines Mushers, der unter der Takhini River Bruecke fuer 10 Stunden rastete, weil sein Team nicht weiterlaufen wollte.
Immer noch bin ich ueber Brent etwas skeptisch, obwohl seine Energie und sein Team dieses Jahr, und auch in der Zukunft, sicherlich Geschichte machen werden.
Da all dies aber wahrscheinlich Gedanken sind, die in ein paar Stunden hinfaellig sind sollte ich wohl besser mal zu Tatsachen uebergehen:
Im Augenblick sitze ich im Westmark-Hotel in Whitehorse, da wir natuerlich heute nacht den Sieger des Rennens filmen wollen. Es tut mir ein bischen Leid, dass ich Brent, David und Michelle in Braeburn verpassen werde, aber dem Sieger gebuehrt eben die Ehre. Wir werden morgen frueh sofort nach Braeburn zurueckfahren um das Rennen weiter zu decken.
Eine Dusche war unbedingt noetig. Es war erst die zweite Dusche seit Beginn des Rennens vor 10 Tagen.
Die Zeit auf dem Trail ist in meinen Gedanken ein einziges Wirrwar. Ich muss mich wirklich konzentrieren und nachrechnen, bevor ich mir sicher bin ob es Sonntag, Montag oder Dienstag ist. (Mein groesster Fehler ist, dass ich keine Uhr trage.)
Durchgearbeitete Naechte, fruehmorgendliche Ankuenfte von Mushern, lange Abende mit Erwartungen, dass das naechste Team in kuerzester Zeit auftauchen wird…., all dies ist so nahtlos mit kurzen Schlafpausen im Schlafsack in einer Ecke des jeweiligen Checkpoints so nahtlos ineinander uebergegangen, dass das Rennen weit wichtiger als der jeweilige Tag war. Die Tageszeit zaehlte sicherlich nicht.
Zur groessten Erfahrung des diesjaehrigen Rennens zaehle ich eigendlich die Tatsache, dass ich die Reporter des Rennens besser kennenlernte. Dies begann im Checkpoint Eagle, wo nur die Elite der Reporter nordischer Zeitungen und Radiostationen einflogen und abends – manchmal bis frueh morgens- zusammen sassen um ihre Geschichten zu schreiben oder ihre Radiokommentare zu verfassen.
Ich hatte keine Idee, wie hart diese Leute an ihren Geschichten arbeiten muessen. Ein in Fairbanks ansaessiger und recht bekannter Radiokommentator arbeitete bis 6 Uhr morgens an seinem Yukon Quest – Update und war zum Umfallen muede, da die Musher erst gegen 3 Uhr aufgetaucht waren und er auf sie warten musste.
Als er sein ‘Live-Telephoninterview um 7 Uhr ueber’s Telephon mit frisch-froehlicher Stimme erledigte, musste ich ihn bewundern. 5 Minuten spaeter versank er im Tiefschlaf.
Ich muss zugeben, dass ich als Amateur ein bischen stolz war mit diesen Leuten zusammen zu sitzen und erfahren zu duerfen wie sie arbeiten. Gluecklicher Weise konnte ich ein bischen aushelfen, als ich ihnen die Nachricht ueber Mackey’s Verirrung aus Scroggie Creek brachte bevor Mackey in Pelly Crossing ankam und die Zeitung in Druck ging.
Das beste waren die abendlichen Diskussionen und Vermutungen ueber die Strategien der Musher.
Viele der Reporter waren dem Rennen seit langen Jahren gefolgt und kannten viele der Musher-Strategien, die ueber die Jahre benutzt worden waren.
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Ende Teil 1

Yukon Quest Trail Blog 3

Februar 13, 2008 by  
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Hallo,
sitze grade in Eagle in dem kleinem Blockhaus, das als Buecherei dient nachdem ich von Circle den Yukon entlang eingeflogen bin.
Ein traumhafter Flug, aber das Eis auf dem Yukon ist nicht grade in bestem Zustand.
Ich habe grade mit den Trailbreakern gesprochen, die den Trail vor den Mushern zum letzten Mal abfahren.
Sie schliefen in einer kleinen Huette am Yukon als Mackey sie ueberhohlte.
Mackey scheint sich danach ein bischen verirrt zu haben und rastete an einer Flussinsel als wir ueber ihn drueber flogen.
Einige Musher waren natuerlich auf dem Trail, aber ich habe festgestellt, dass es wahnsinnig schwierig ist durch verkratzte Plexiglasfenster bei 120 km/h aus der Luft einen guten Schuss (ich meine Video) abzugeben, werde aber trotzdem in ein paar Stunden ein Video vom Flug hochladen. Die Landschaft ist wirklich sehenswert.
Mackey wird hier nicht vor 22-23 Uhr mit seinen 13 Hunden auftauchen. Brent Sass und Dan Caduce, die ja am Anfang eine ganz schoene Geschwindigkeit zurueckgelegt haben, haben nun nur noch 10 Hunde.
Dan Caduce musste sogar zurueck nach Slaven’s Cabin fahren um einen Hund abzugeben, der erst nach seiner dortigen Abfahrt krank wurde.
Michelle Phillips (es ist lohnenswert sich das Video ihres Unfalls in 101 anzugucken) erscheint nun eine immer bessere Wahl fuer die ersten drei.
Wir werden aber erst mehr wissen, wenn die Musher hier ankommen, denn auch das Flusseis, an dem sich einer der Trailbreaker seinen Motorschlitten beschaedigt hat kann seinen Zoll nehmen,…. speziell in der Nacht die jetzt grade hereinbricht.
Eine gute Nachricht: Draussen sind es schaetzungsweise nur -15 windlose Grad. Die Kaeltewelle ist vorbei.
Ich werde mich spaeter wiedermelden.
Peter
PS: Diese Buecherei hat draussen ein Plumpsklo (Outhouse). Echt romantisch…..

Peter