Kopf an Kopf Rennen

März 28, 2008 by  
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Lance Mackey hat als Erster den Checkpoint ‘First Chance’ auf dem Rueckweg nach Nome erreicht. Zuvor waren Jeff King und Mackey nur durch eine Minute getrennt in ‘Gold Run’ angekommen. Ihnen folgte Mitch Seavey vier Minuten spaeter.

Die Musher Thomas, Miller, Bey und Darling sind noch im Checkpoint Boston auf dem Hinweg nach Candle.

Auf dem All Alasa Sweepstakes Musher-Treffen vor dem Rennen soll entschieden worden sein, dass die, auf den Zwei-Minuten Start-Intervallen bestehenden, Zeitunterschiede, nicht an einem Checkpoint verrechnet werden. Urspruenglich sollten an einem, nur dem Renn-Richter bekannten, Checkpoint die unterschiedlichen Startzeiten aufgerechnet werden, nun bleibt es einfach bei den Differenzen. Auch die urspruengliche Reglung, dass erst nach 24-Stunden, nachdem der Erste ueber das Ziel in Nome gefahren ist, zum Sieger erklaert wird, um Einsprueche von Konkurrenten zu beruecksichtigen, ist hinfaellig.

King und Mackey in Candle

März 28, 2008 by  
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Der viermalige Iditarod-Champion Jeff King ist um 14:44 Uhr (Ortszeit) im Halbzeitort Candle angekommen, nur 20 Minuten spaeter traf auch sein aergster Rivale, der viermalige Yukon Quest Sieger Lance Mackey in Candle ein.
Wegen einer Schulterverletzung war ‘Larry’ – Leithund von Mackey nicht im Sweepstakes-Team, stattdessen hat sich der Musher aus Fox einen Hund von Zack Steer geliehen. Das Hundeteam von Mackey besteht also aus: Hobo, Zorro, Handsome, Lippy, Rev, Rapper, Battel, Boycuz, Fudge, Hansel, Pimp, Paulie und Curry.
Die Hunde vom Denali-Musher Jeff King sind; Berkeley, Bronte, Call, Charles, Deets, Dickens, Dublin , Guiness, Kilarney, Lobben, Solomon, Sussex, UConn.

Mitch Seavey ist als Dritter in den Halbzeitort eingefahren – sein Rueckstand auf Mackey betraegt auch nur 20 Minuten.

Hugh Neff ausgeschieden

März 28, 2008 by  
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Einige Trailbreaker berichteten von schlimmen Zustaenden auf der Strecke; grosse Stuecke Eis mussten mit Kettensaegen herrausgeschnitten werden um weiterzukommen. Ein anderer Fahrer war gezwungen seinen Motorschlitten aus tiefem Pulverschnee zu befreien, da er eingesunken war. Doch Lance Mackey liessen diese Geschichten vor dem Rennen kalt, er sei ueber den Trail geflogen und dieser sei ‘wunderschoen’. Seine Sicht ist eher positiv. Sein Musher-Kollege und Freund Hugh Neff hingegen sieht die Strecke ganz anders. Er haette dreizehn 1000 Meilen Rennen seit dem Jahr 2000 bestritten und wuerde vor solchen Wettbewerben nicht mehr nervoes werden. Aber der Sweepstakes-Trail wuerde ihn schon etwas schwindelig werden lassen. Dazu traegt wahrscheinlich auch bei, dass nur fuenf der 14 Checkpoints Landebahnen fuer Buschflugzeuge haben. Die uebrigen Gold-Rush-Geisterorte sind nur mit Schneemobilen oder aber mit Hundeschlitten zu erreichen.

Neff stoert es auch, dass die Medien im Vorfeld nur von einem Duell zwischen Mackey und King berichtet haetten, so als ob es die anderen Musher gar nicht gaebe. Der Musher aus Skagway betonte, dass die Zwei zwar den Iditarod-Trail kennen wuerden aber die Sweepstakes-Strecke nur aus der Luft oder vom Schneemobil aus. Von den Einheimischen lernte er, wenn sie die Kueste erreichen wuerden, werde er kaelter und windiger. Doch das Wetter auf der Seward Halbinsel war ueberraschenderweise waermer und weniger windig. Neff wuenschte sich fuer das Rennen Blizzards, Minustemperaturen und Overflows – die ‘Sachen’, die damals aus Mushern Legenden werden liessen. ‘Ich bin ein Masochist’, sagte Neff. ‘Ich bin gerne da draussen um die Elemente zu geniessen’.

Das war vor dem Rennen, nun ist Hugh Neff nach noch inoffiziellen Angaben freiwillig aus dem Rennen gegangen, da er von den harten Trailbedingungen ueberrascht war. Weiter auf dem Trail sind die restlichen 15 Kollegen. 40 Minuten Vorsprung hat Jeff King auf Lance Mackey im Checkpoint ‘Gold-Run’. Danach folgten Sonny Linder, Ed Iten und Ramy Brooks.

King vor Mackey in Telephone

März 28, 2008 by  
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Nachdem gestern um 10:00 Uhr Ortzeit die 16 Teams in Nome beim All Alaska Sweepstakes gestartet sind, haben bisher alle Teams den Checkpoint ‘Timber’ erreicht. Wobei Lance Mackey den groessten ‘Sprung’ nach vorne gemacht hat, da er an 14ter Stelle liegend gestartet war und nun in Timber nach Jim Lanier als Zweiter einfuhr.’Telephone’ jedoch erreichte Jeff King als Erster, zwei Stunden nach ihm kam dann Lance Mackey an. Dahinter befinden sich zur Zeit noch Jim Lanier, Ramy Brooks, Sonny Lindner und Aaron Busrmeister. Da die Musher sich nicht an den Checkpoints abmelden muessen, sind die Informationen erst wieder am naechsten Checkpoint verfuegbar.

All Alaska Sweepstakes Mushers 2008

März 26, 2008 by  
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2008 Mushers

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16 All Alaska Sweepstakes Mushers 2008

Mackey vs King II (?)

März 24, 2008 by  
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Weit entfernt von den geschaeftigen Strassen Anchorages, werden am Mittwoch in Nome, einige der besten Musher Alaskas um die groesste Gewinnsumme in der Geschichte des alaskanischen Sports wetteifern. Aber das Interesse ist nicht nur wegen dem 100jaehrigen Geburtstag des All Alaska Sweepstakes und des 100.000 US Dollar Schecks so gross, sondern auch wegen des erneuten Aufeinandertreffens der beiden Iditarod Rivalen Lance Mackey und Jeff King.
King wird Revanche ueben wollen fuer die Schmach, die Lance Mackey ihm beim Iditarod vor zwei Wochen im Checkpoint ‘Elim’ zufuegte, als Mackey den schlafenden King ueberrumpelte und mit Vorsprung seinen Sieg ins Ziel ‘rettete’. Jeff King wird mit einem Team von erfahrenen Schneemoblfahrern und zwei Rennstrategen antreten. Diese vier Personen werden einiges an ‘Denkarbeit’ dem Denali-Musher abnehmen. Mackey hingegen sagt, dass er nur mit freiwilligen Helfern an den Start gehen wird – ihm wuerde das noetige Geld fuer eine ‘proffessionelle’ Mannschaft fehlen. Er habe aber trotzdem Leute mit Flugzeugen und Schneemobilen dabei.
Das All Alaska Sweepstakes-Rennen ist nicht nur wegen des hohen Preisgeldes einmalig – ebenso fuer die Regeln. Die Gewinnsumme der ersten Veranstaltung 1908 betrug 10.000 US Dollar und ist, fuer heutige Verhaeltnisse, umgerechnet eigentlich 220.000 US Dollar wert. Trotzdem bleibt die 100.000 Dollar Gewinnsumme fuer die moderne Zeiten einmalig und uebertrifft das bisher hoechste Einzel-Preisgeld von 72.066 US-Dollar beim Iditarod 2005. Im Vergleich zum Yukon Quest und Iditarod ist das All Alaska Sweepstakes ein Mittelstreckenrennen mit ‘haerteren’ Regeln. Bis zu 1x Hunden sind erlaubt und die Musher entscheiden selbst, wo und wie lange sie ihren Teams eine Rast goennen. Es gibt keine Vorschriften in dieser Beziehung, wie beim Yukon Quest (36-Stunden Rast in Dawson City und 2x 8-Stunden Rast) und dem Iditarod ( 24-Stunden Rast und 2 x8 Stunden Rast). Durch die Regel, dass aber kein Hund zurueckgelassen werden darf (im Schlitten ist erlaubt), um den Sieg davon tragen zu koennen, wird natuerlich hoechste Achtsamkeit und beste Hundefuersorge von den teilnehmenden Hundeschlittenfuehrern verlangt. Ausserdem sollten die Musher nur ihre robustesten Hunde auf die 656 Kilometer lange Strecke mitnehmen.
Die Piste fuehrt ueber drei Bergketten und durchquert fast 50 Wasserlaeufe – die meisten zugefroren, einige jedoch nicht. Mehrere Schneemobilfahrer haben die Strecke bereits gepfluegt. Rekordverdaechtige Schneefaelle gab es zwischen Council und Candle. Die Schneehoehe koenne mitunter 30 Zentimeter betragen, einmal mit Puderschnee bedeckt oder hart gefroren. Rennleiter Schobert meint, auch wenn der Trail frisch gespurt sei, wuerde man keine neue Rekordzeit erwarten. Auch Rick Swenson war bei seinem Sieg 1983, auf einer mit wenig Schnee bedeckten Piste, 10 Stunden langsamer, als der Rekordhalter von 1910, ‘Iron Man’ Johnson. Das All Alaska Sweepstakes sei ein langer muehsamer Marsch, das was die Musher beim Iditarod in 1600 Kilometer (er)fahren wuerden, haetten sie beim Sweepstakes auf 656 Kilometern komprimiert, meinte Schobert.
Mackey ist der Meinung, es sei ein 656 Kilomter Non-Stop Rennen, von dem er selbst nicht soviel wisse – ausser, dass wenn er die Wahl haette eines der drei Rennen (Yukon Quest, Iditarod bzw. All Alaska Sweepstakes) zu gewinnen, er das Sweepstakes bevorzugen wuerde. Neben der Gewinnsumme will Mackey vor allem als erster und wohl einzigster Gewinner, aller drei Rennen in einem Jahr, bekannt werden. Dies hat er jedenfalls schon vor Monaten in Interviews geaeussert.

Doch der Kampf wird wohl nicht nur zwischen Mackey und King ausgetragen werden, denn in dem 16 Mann starken Feld befinden sich auch Top5 Iditarod Musher, wie Ed Iten und Ramy Brooks. Ebenso am Start ist der ID-Champiom von 2004, Mitch Seavey. Fuer Ramy Brooks ist es erst das zweite Rennen nach seiner Teilnahme beim Iditarod 2007. Dort war er disqualifiziert und spaeter fuer drei Jahre vom Iditarod ausgeschlossen worden, da er seine Hunde waehrend des Rennens misshandelt hatte. Die Wahl das Sweepstakes mit seinen strengen Regeln fuer Hundepflege zu fahren, koennte auch ein taktischer Trick von Brooks sein.

Lance Mackey glaube nicht an ein reines Duell beim Sweepstakes, da es genug gute und frische Teams gebe. Aber vom Papier her, seien er und King wohl Favoriten. Mackey plant, mit den Yukon Quest Hunden seines Stiefsohnes und den Quest-Hunden aus seinem eigenen Team, sowie zwei Iditarod Vierbeinern zu starten. Jeff King habe ihm erzaehlt, dass er mit dem kompletten Iditarod Team, das den Weg nach White Mountain schaffte, beim All Alaska Sweepstakes an den Start gehen moechte.

Das machte Mackey hellhoerig:  ‘Ich weiss er ist zu schlagen’, sagte der Musher aus Fairbanks.