Startreihenfolge beim AAS gezogen

März 26, 2008 by  
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Gestern Abend fand im Convention Center in Nome, das Musher-Treffen und die Kroenung der Sweepstakes Queen statt. Die Musher zogen aus dem Pokal von 1912 ihre Startnummern. Jeff King erzeahlte dem Publikum, dass er bei Trainingslaeufen immer wieder die Bilder von Leonhard Seppala und Scotty Allan vor sich hatte, wie sie mit ihren alten Schlitten den Trail gefahren seien, den nun er auch vor sich hat. King war der erste Musher der sich fuer das historische Rennen, schon vor einem Jahr, angemeldet hat und zog nun die Startnummer 10.
Jim Lanier, der einzigste Musher, der vor 25 Jahren auch gestartet war, meinte, dass er die Erinnerung an das harte Rennen und den schweren Trail von damals, verdraengt habe. Sie seien aber bei seinen Vorbereitungen auf das jetztige Rennen wieder zurueckgekommen. Scherzend fuegte er an, dass es wohl nicht die beste Idee gewesen sei, sich wieder beim All Alaska Sweepstakes anzumelden. Sein Ziel sei es nun sich einen Platz im Vergleich zum 83er Rennen zu verbessern – damals wurde Lanier Letzer.
Sonny Lindner wird der letzte sein, der auf die 656 Kilometerlange Strecke nach Nome und zureuck geht. Er hat darauf 25 Jahre lange gewartet, 20 mehr als gedacht, da eigentlich fuenf Jahre nach dem Rennen 1983 ein weiteres stattfinden sollte.
Pete MacManus wird die Startnummer #1 tragen, der Iditarod Musher nahm am All Alaska Sweepstakes 1983 teil und verunglueckte bei seinem Rueckflug toedlich.

Die Startaufstellung:

 2 Conner Thomas, Nome
 3 Fred Napoka, Tuluksak
 4 Jim Lanier, Chugiak
 5 Ed Iten, Kotzebue
 6 Aaron Burmeister, Nenana
 7 Hugh Neff, Skagway
 8 Cari Miller, Nome
 9 Kirsten Bey, Nome
10 Jeff King, Denali Park
11 Jeff Darling, Nome
12 Mitch Seavey, Seward
13 Mike Santos, Cantwell
14 Ramy Brooks, Healy
15 Lance Mackey, Fox
16 Cim Smyth, Big Lake
17 Sonny Lindner, Two Rivers

All Alaska Sweepstakes

März 23, 2008 by  
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Das aelteste Langstrecken-Hundeschlittenrennen der Welt feiert diesen Monat seinen 100. Geburtstag. Das 656 Kilometer lange Rennen wird einige der heutigen Top-Musher auf die 1908, von dem nun neuen ‘Nome Kennel Club”, ausgesuchte Strecke fuehren. Der Preis fuer den ersten Platz wird ein Silber-Pokal und 100.000 US Dollar sein. Die groesste Einzel-Gewinnsumme in der 100jaehrigen Geschichte des Hundeschlittenrennens.

Die Iditarod Champions Lance Mackey, Jeff King und Mitch Seavey sind neben 13 weiteren Mushern fuer das Rennen gemeldet, was am 26. Maerz um 10 Uhr (Ortszeit) in Nome (Alaska) starten wird. Sie alle haben 1 Unze Gold und bis zu 2.000 US Dollar fuer die Teilnahme an dem historischen Rennen bezahlt. Die 16 Teilnehmer leben alle in Alaska und vier stammen aus Nome. Jim Lanier ist der einzigste, der auch am letzten Rennen 1983, teilgenommen hat.

Damals hatte der fuenfmalige Iditarod-Champion Rick Swenson sich gegen ein 22 Mann starkes Feld, in 84 Stunden, 42 Minuten und 4 Stunden durchgesetzt und 25.000 US Dollar gewonnen. Er und Sonny Lindner hatten ihre besten Hunde in ein Team zusammengefuehrt – dieses Jahr werden sie wieder mit einem gemeinsamen Team an den Start gehen, nur das diesmal Lindner auf den Kuven des Schlittens stehen wird. Swenson erzielte 1983 die 18-beste Zeit in der ‘All Alaska Sweepstakes”-Geschichte und war damit 10 Stunden langsamer, als der Rekordhalter von 1910, John ‘Iron Man’ Johnsen. Johnsen fuhr eines der ersten Teams, bestehend aus Siberian Huskies aus Nome und nahm nicht die, damals ueblichen grossen Lasten-Hunde, die fuer die Arbeit aber auch fuer Rennen in Nome verwendet wurden.

Beim diesjaehrigen Renenn werden einige der alten Original-Regeln wieder verwendet. So duerfen die Teilnehmer mit soviel Hunden starten, wie sie wollen – muessen aber mit allen gestarteten Vierbeinern ins Ziel kommen, wenn sie nicht fuer den ersten Platz disqualifiziert werden moechten. Der Hintergrund dieser Regel von 1908, soll die bestmoeglichtse Hundefuersorge sein. Sollte ein Hund waehrend des Rennens sterben oder ein Tierarzt einen vierbeinigen Athleten aus dem Wettbewerb nehmen, kann das Team zwar die Veranstaltung zu Ende fahren, ist aber automatisch fuer den ersten Platz disqualifiziert und bekommt eine 10-Stunden Zeitstrafe. Wird von einem Rennrichter festgestellt, dass ein Teilnehmer einen seiner Hunde missbraucht hat, kann er gezwungen werden, das ganze Hundeteam dem ‘Nome Kennel Club’ zu ueberlassen.

Der Renndirektor Phil Schobert sagt, dass die Regeln fuer die 100%ige Hundefuersorge seien. Die diesjaehrigen Vorschriften des ‘All Alaska Sweepstakes’ koennten die Regeln fuer alle zukuenftigen Hunderennen beeinflussen. Ein weitere grosser Unterschied zu den Yukon Quest und Iditarod Regeln ist, dass die Musher Hilfe in den Checkpoints annehmen duerfen. Sollte also ein Hundeschlittenfuehrer Hilfe im Checkpoint ‘organisiert’ haben, darf er sich sofort vom Schlitten in die Unterkunft begeben und sich z. Bsp. Schlafen legen, waehrend Handler oder andere Personen sich um seine Hunde kuemmern.
Die Regeln mussten jedoch auch modifiziert werden, da heute Doping-Kontrollen fuer Hunde Standard sind. Damals wurden die gestarteten Hunde einfach mit Farbe makiert, um sicher zustellen, dass sie nicht waehrend des Rennens ausgetasucht wurden. Heute tragen die Vierbeiner alle implantierte Mircochips.

Die Organisation des Rennes gibt an, dass er heute schwieriger sei, den Trail zu makieren und die Checkpoints mit Personal auszustatten, als vor 100 Jahren. Damals folgte die Piste von Nome aus, einer gut genutzten Strecke mit Minen-Camps und Rasthaeusern, entlang Alaskas erster Langdistanz Telefonlinie. Das letzte bzw. erste Drittel der ‘All Alaska Sweepstakes’-Strecke (die von Candle wieder nach Nome zurueckfuehrt) gleicht dem Ende des Iditarod-Trails und ist gut makiert. Danach aber fuehrt der Weg dann in kaum noch frequentiertes Gebiet – die Telefon-Linie existiert schon lange nicht mehr und die Checkpoints entlang der Strecke haben keine staendigen Einwohner mehr.
Freiwillige Helfer haben aber den Trail bereits makiert und gepfluegt. Kurzwellenfunker aus Nome (auch Freiwillige) werden fuer die Kommunikation sorgen und weiter Helfer aus den Orten Deering, Buckland und Kotzebue werden die 14 historischen Checkpunkte ‘besetzen’.

Denise Albert, die seit 13 Jahren bei Hundeschlittenrennen als Tieraerztin arbeitet, wird  die Leiterin eines 7-koepfigen Tierarztteams sein. Der ehemalige Praesident des ‘Nome Kennel CLub’ und des ‘Iditarod Trail Comitee’ wird nach 1983 wieder der Renn-Marschal beim ‘Sweepstakes’ sein.

Der ‘Sweepstakes Queen Contest’ ist beendet, bei dem die Bewohner von Nome und viele Iditarod Besucher auf neun Frauen wetten konnten. Jeweils 5 Dollar Einsatz wurden vergeben. Auf ‘Janice Doherty’ wurde das meiste Geld gewettet und sie ist zur  Sweepstakes Queen’ ernannt worden. Die 11.224 US Dollar darf sie jedoch nicht behalten, dieser Betrag erhaelt der Zweitplazierte des Rennens. Die weiteren Wetteinsaetze der restlichen acht Damen gehen jeweils an die Plazierungen 3 bis 10. Die Gesetze Alaskas verbieten es auf die Teilnehmer zu wetten, aber die Organisation hofft, mit verschiedenen Veranstaltungen dem 100jaehrigen Geburtstag des ‘All Alaska Sweepstakes’ gerecht zu werden.

In drei Tagen startet das historisch einmalige Rennen mit folgenden Teilnehmern:

1 Jeff King, Denali Park, Alaska
2 Mike Santos, Cantwell, Alaska
3 Aaron Burmeister, Nenana, Alaska
4 Jim Lanier, Chugiak, Alaska
5 Ed Iten, Kotzebue, Alaska
6 Hugh Neff, Skagway, Alaska
7 Sonny Lindner, Two Rivers, Alaska
8 Kirsten Bey, Nome, Alaska
9 Mariah Thomas-Wolf, Tuluksak, Alaska
10 Jeff Darling, Nome, Alaska
11 Cari Miller, Nome, Alaska
12 Ramy Brooks, Healy, Alaska
13 Lance Mackey, Fox, Alaska
14 Conner Thomas, Nome, Alaska
15 Mitch Seavey, Seward, Alaska
16 Cim Smyth, Big Lake, Alaska

Iditarod Musher Banquet 2008

März 1, 2008 by  
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In der Sullivan Arena in Anchorage (Alaska) fand am Donnerstag Abend das Musher-Banquet statt, bei dem auch die Nummern fuer den heutigen Start gezogen wurden. Die ersten fuenf Hundeschlittenfuehrer ,die auf die 1700 Kilomter lange Strecke nach Nome gehen, sind: Cim Smyth, Jessie Royer, Jim Lanier, Matt Hayashida und Lance Mackey. Als Letzer startet Robert Bundtzen.
Bei den Ansprachen gab es den ersten Schlagabtausch zwischen Lance Mackey und dem fuenf Plaetze hinter ihm startenden Jeff King. Mackey richtete sich an das Publikum, besonders aber an seine Konkurrenten, und betonte, dass jeder der glaube sein Team sei von dem schweren Yukon Quest muede, werde eines besseren belehrt – sein Team sei bereit.
Um die Aufmerksamkeit, bei seiner Ansprache, auf sich zu lenken, zog Jeff King einen kleinen iPod mit Lautsprechern aus der Tasche und spielte ueber das Mikrophon, die ‘Rocky’-Fanfare ab, um, an Lance Mackey gerichtet, anzufuegen, dass er nicht so schnell aufgebe – auch ein ehemaliger Champion koenne zurueckkehren und gewinnen.

Die 96 Teilnehmer gehen heute um 10:00 Uhr (Ortszeit), auf der 4th Avenue in Anchorage an den Start. Am Sonntag, um 14:00 Uhr (Ortszeit) findet dann der Re-Start in Willow statt.

Yukon Quest Trail Blog 5

Februar 14, 2008 by  
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Habe nochmal nachgefragt.
Mackey hat in 2006 23 Stunden nach Dawson gebraucht.
Er kann also fruehestens gegen 7 Uhr morgens dort am Checkpoint eintreffen. (Zeitumstellung ist hier eingerechnet.) Das Problem ist allerdings, dass es in Eagle inzwischen nur noch -2 C ist, womit sich das Rennen beachtlich verlangsamen kann um die Hunde nicht zu ueberhitzen.
Ich werde erst gegen 16-17 Uhr nachmittags in Dawson eintreffen, vom Einlauf also keine Videos schiessen koennen. Das sollte dafuer allerdings Ray McBath machen, der auch Videos schiesst.
Abends werden wir dann wohl fuer einige Zeit versuchenm Videos hochzuladen.
Aber fuer ein Bier werde ich immer Zeit haben….  

Viele Neuigkeiten gibt es eigendlich nicht. Julie Estey hat in Slaven’s Cabin nach langer Rast mit einer Knieverletzung aufgegeben, da sie es mit der Verletzung niemals durch die Eisschollen geschafft haette.
Normaler Weise brechen ein drittel der Teilnehmer das Rennen vor dem Ziel ab. Das Drittel ist jetzt schon in Slavens Cabin erreicht worden obwohl ein schwieriger Teil des Trails nochnichteinmal befahren worden ist (Chena Hotsprings bis Mile 101 mit Boulder und Rosebud Summit).
Ann Ledwidge, die Slaven’s Cabin mit nur 7 ihrer 14 Hunde verliess wird meines Erachtens in ihrer Heimatstadt Dawson aufgeben. Sie wird hoffentlich weniger Schwierigkeiten mit dem Eis haben als die ‘grossen’ Teams mit 13 Hunden, da sich ein kuerzeres Team zwischen den Eisschollen leichter lenken und besser zu kontrollieren laesst.

Peter

Yukon Quest Trail Blog 3

Februar 13, 2008 by  
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Hallo,
sitze grade in Eagle in dem kleinem Blockhaus, das als Buecherei dient nachdem ich von Circle den Yukon entlang eingeflogen bin.
Ein traumhafter Flug, aber das Eis auf dem Yukon ist nicht grade in bestem Zustand.
Ich habe grade mit den Trailbreakern gesprochen, die den Trail vor den Mushern zum letzten Mal abfahren.
Sie schliefen in einer kleinen Huette am Yukon als Mackey sie ueberhohlte.
Mackey scheint sich danach ein bischen verirrt zu haben und rastete an einer Flussinsel als wir ueber ihn drueber flogen.
Einige Musher waren natuerlich auf dem Trail, aber ich habe festgestellt, dass es wahnsinnig schwierig ist durch verkratzte Plexiglasfenster bei 120 km/h aus der Luft einen guten Schuss (ich meine Video) abzugeben, werde aber trotzdem in ein paar Stunden ein Video vom Flug hochladen. Die Landschaft ist wirklich sehenswert.
Mackey wird hier nicht vor 22-23 Uhr mit seinen 13 Hunden auftauchen. Brent Sass und Dan Caduce, die ja am Anfang eine ganz schoene Geschwindigkeit zurueckgelegt haben, haben nun nur noch 10 Hunde.
Dan Caduce musste sogar zurueck nach Slaven’s Cabin fahren um einen Hund abzugeben, der erst nach seiner dortigen Abfahrt krank wurde.
Michelle Phillips (es ist lohnenswert sich das Video ihres Unfalls in 101 anzugucken) erscheint nun eine immer bessere Wahl fuer die ersten drei.
Wir werden aber erst mehr wissen, wenn die Musher hier ankommen, denn auch das Flusseis, an dem sich einer der Trailbreaker seinen Motorschlitten beschaedigt hat kann seinen Zoll nehmen,…. speziell in der Nacht die jetzt grade hereinbricht.
Eine gute Nachricht: Draussen sind es schaetzungsweise nur -15 windlose Grad. Die Kaeltewelle ist vorbei.
Ich werde mich spaeter wiedermelden.
Peter
PS: Diese Buecherei hat draussen ein Plumpsklo (Outhouse). Echt romantisch…..

Peter

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