Neuer Yukon Quest Champion 2012: Hugh Neff

Februar 14, 2012 by  
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Im zwoelften Anlauf hat Hugh Neff, nach dem er mehrfach den dritten und 2009 den zweiten Platz belegt hat, ‘endlich’ den Titel des Yukon Quest Champion errungen. In einem spannenden Kopf-an-Kopf Rennen, bei der die Positionen auf den letzten 161 Kilometern nach Whitehorse, mehrfach gewechselt hatten, hat der Musher aus Tok nun schlussendlich die 42 Minuten Vorsprung von Allen Moore aufgeholt und in einem dramatischen Schlussspurt 26 Sekunden vor Moore gewonnen. Es ist die knappste Entscheidung bei einem Yukon Quest Rennen.

Hugh Neff (c) Yukon Quest

Seit Circle City war der 43jaehrige Musher immer in den Top3 – im staendigen Wechsel mit Allen Moore und Lance Mackey. Schon 2011 hatte Hugh Neff das Rennen bis Eagle Summit fast vom Start an dominiert und angefuehrt. 2009 wurde ihm wegen Regelmissachtung eine 2-stuendige Zeitstrafe zum Verhaengnis. Bis auf vier Minuten kam er an, den aus Deutschland stammenden, Sebastian Schnuelle heran. Jahrelang kaempfe er gegen das Vorurteil an, er wuerde sich immer nur an die Fuehrenden ‘ranhaengen’ und seine Hunde in den ersten Haelfte des Rennens zu sehr beanspruchen. Nun hat der in Tennesse geborene Neff gezeigt, dass entweder seine Kritiker unrecht hatten oder er aber seine Renntaktik erfolgreich geaendert hat.

Fuer seinen ersten Titel erhaelt Hugh Neff ca. 28.000 US Dollar, das sind ca. 19 % der Gesamtgewinnsumme von 150.000 US Dollar. Allen Moore erhaelt dem der Gewinnsumme fuer den zweiten Rang auch noch 4 Unzen Gold, da er der erste Musher war, der den Halbzeitort Dawson City erreicht hat.

Der viermalige Yukon Quest und Iditarod Champion Lance Mackey ist als Dritter ins Ziel gekommen – mehr als fuenf Stunden nach Neff und Moore.

King mit komfortablem Vorsprung in Fuehrung

März 30, 2008 by  
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Jeff King hat Timber um 13:03 Uhr (Ortszeit), mit einem Vorsprung von mehr als 2 1/2 Stunden auf Mitch Seavey, erreicht. Lance Mackey und Sonny Lindner befinden sich noch im Checkpoint Council bzw. auf dem Weg nach Timber. Wenn die Teams Timber wieder verlassen haben fahren sie auf dem, fuer viele Teilnehmer bekannten, Iditarod Trail. Dort werden dann wieder schnellere Zeiten erwartet. Die Top Teams koennten von Council bzw. Timber aus direkt bis nach Nome laufen. Die Entfernung entspricht ungefaehr von White Mountain nach Nome (beim Iditarod) 

Mike Santos ist in Telephone aus dem Rennen gegangen.

Der Grund von Hugh Neffs Aufgabe wurde korrigiert, es soll Probleme mit der Handler Crew gegeben haben, so dass der Skagway Musher gezwungen war das Rennen vorzeitig zu beenden.

Von Ramy Brooks wird berichtet, dass er vor den Checkpoints rastet, dann erst sich anmeldet um im Anschluss direkt weiterzufahren. Bekannte Rennstrategien.

Der Sieger des All Alaska Sweepstakes wird zwischen 18 und 21 Uhr in Nome erwartet. Die von John Johnson 1910 aufgestellte Rekordzeit wird damit mit hoechster Wahrscheinlichkeit unterboten werden. Angeblich wird nun die Startzeit-Differenz im Ziel verrechnet. Es ist also theoretisch moeglich, dass der erste der sie Zielline ueberfahert nicht der Gewinner ist.

All Alaska Sweepstakes Mushers 2008

März 26, 2008 by  
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2008 Mushers

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16 All Alaska Sweepstakes Mushers 2008

Yukon Quest Trail Blog 14

Februar 25, 2008 by  
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Tja,
das war’s dann wohl….
Viel zu viele Geschichten sind wie immer nicht erzaehlt worden.
Lance Mackey, der die Trailbreaker ueberhohlte und ploetzlich keinen Trail mehr hatte.
Das interessante an der Geschichte sind die Regeln des Yukon Quest, die besagen, dass das Rennen einen markierten Trail garantiert.
Die Trailbreaker waren schon lange in Central, als nach starken Winden der Renndirektoren sie zurueck ueber Eagle Summit orderte um den Trail nochmals zu checken.
Wir hatten zwei Trailbreaker in Mile 101 die dies haetten machen koennen. Dies ist aber nicht das wichtigste. Waehrend die Regeln besagen, dass das YQ einen markierten Trail garantiert, ist ausdruecklich erwaehnt, dass ein verwehter Trail auf Grund von Wetterbedingungen vorkommen kann.
Die Trailbreaker haetten also nicht zurueck geordert werden sollen. Auf Grund dieser Entscheidung verloren sie knapp einen Tag und wurden so von Mackey im Yukoneis eingehohlt. Ehrlich gesagt habe ich danach an die Goetter gebetet, dass Mackey gewinnt. Haette er um eine halb Stunde gegen Anderson verloren, waere dies auf Grund eines Vertragsbruchs zwischen Quest und Mushern (markierter Trail) passiert. Ihr koennt euch das Drama wohl vorstellen….
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Viel weiteres ist passiert:
Kyla Boivin, die als ich sie filmte ploetzlich im Schnee kniete und sich fuer 3 Minuten uebergab weil sie eine Fleischvergiftung hatte…., nur um danach auch noch eine schwere Bronchitis zu bekommen….
Der Trailbreaker Eric Cosmutto, der den Stahlrahmen seiner Maschiene waehrend eines Sturzes von einer ein Meter hohen Eisscholle brach und sich danach mit 5 km/h nach Eagle schleppen musste….
Hugh Neff, der in Dawson zu lange durchfeierte und mit einem ungeheurem Kater wieder auf den Trail ging…. “Ich glaube, die frische Luft wird mir gut tun…)
Die Nuancen des Rennens zwischen Michelle Phillips und Dave Dalton in der Dave nach 800 gemeinsamen Kilometern mit seinen ueberlegenen Hunden die letzte Rast vor dem Ziel mit Michelle einfach auslies….
Die Stunden, in denen Julie Estey mit ungeheuren Schmerzen und Traenen auf Grund einer schweren Baenderzerrung neben ihren Hunden auf dem Eis des Yukon lag und ihren automatischen Notrufsender anstarrte bevor sie sich schlussendlich von ihren Hunden nach Slaven’s schleppen liess…..
Dan Kaduce, der Slaven’s Dogdrop verlies um Stunden spaeter heulend zurueckzukehrten weil einer seiner Hunde Blut erbrochen hatte. (Der Hund ist o.k…, er hatte ein offenes Magengeschwuer und wurde sofort aus dem Rennen genommen und behandelt.)
Mein Flug nach Scroggie Creek in einer einmotorigen Maschiene. Wir verfehlten zwei Raben die aus dem Nichts erschienen bei 180 km/h mit dem Propeller um Haaresbreite
…. und so viel mehr…
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Es ist schwierig auf dem Trail solches Sachen niederzuschreiben weil wenig Zeit bleibt.
Ich muss sagen, dass es auch mir Spass gemacht hat hier teilzunehmen, also Danke an alle Leser dieses Forums, die mir Antrieb gegeben haben und natuerlich auch an Ragnar,…. nicht nur fuer dieses Forum sondern auch fuer die hervoragenden Artikel, die er taeglich auf die deutsche YQ-Site gebracht hat.

Happy Trails,
und vielleicht bis zum naechsten Mal.
Peter