RE-PETE! – Peter Kaiser verteidigt seinen Titel

Januar 18, 2016 by  
Filed under Allgemein, Kusko300

Ein weiteres Jahr, ein weiteres Fest für Bethel als Heimatstadt von Musher Peter Kaiser, der seinen zweiten aufeinanderfolgenden Kuskokwim 300 Sieg, kurz nach 11:00 Uhr Sonntag (Ortszeit), erringen konnte.

Peter Kaiser (c) Kusko300

Peter Kaiser (c) Kusko300


Brent Sass mit nur acht Minuten Rückstand

Der 28jährige wurde im Zielbereich von seiner Familie und Freunden empfangen. Kaiser ist erst der vierte Hundeschlittenführer der seinen Kusko300 Titel verteidigen konnte. 25.000 US Dollar bekommt Peter Kaiser für seinen Sieg – zusätzlich erhielt er noch den “Best in West” – Award.

Brent Sass aus Eureka kam nur acht Minuten mit neun Hunden im Geschirr nach Kaiser ins Ziel und verdiente sich damit 17.000 US Dollar. Dritter wurde der aus Norwegen stammende Joar Leifseth Ulsom, der um 11:22 Uhr in Bethel an kam und dafür 11.500 US Dollar erhält.

Guardsmen train in western Alaska

Der König des Kuskokwim bleibt also unbesiegt

Seit 29 Jahren hat kein Musher aus dem Yukon-Kuskokwim Gebiet eines der größten Rennen Alaskas gewinnen können. Nun sind die Fans aus Bethel wahrscheinlich verwundert, wenn ein Hundeschlittenführer aus ihrer Mitte, das 130.000 US Dollar Rennen – das viele der größten Namen im Sport jedes Jahr anzieht – dominiert.

Richie Diehl, aus Aniak, wurde vierter und Mike Williams Jr., ebenfalls aus Aniak, ein ehemaliger Vizemeister, wurde zwölfter. Als Kaiser im letzten Checkpoint Tuluksak eintraf, erkundigte er sich nach Diehls Platzierung. “Er ist einer meiner guten Freunde”, sagte Kaiser “Er fährt wirklich ein gutes Rennen”.

Kaiser mit Ehrgeiz

Im vergangenen Jahr nach Kaisers dramatischen Sieg, war es eine große Erleichterung für den Musher, der eine breite Unterstützung in Bethel, mit Sponsoren, Familie und Freunde, genießt. “Ich habe mir sehr viel Druck gemacht, um das zu erreichen und wahrscheinlich auch eine Menge Druck auf jeden, der mich kennt, so Kaiser nach seinem letzten Sieg. “Ich kann ohne den Gewinn beim Iditarod leben, aber ich könnte es nicht ertragen, wenn ich nie das Kusko Rennen gewonnen hätte”

Letztes Jahr hätte Kaiser besser verstehen können, was seine Hunde in der Lage sind zu leisten. Im Ziel habe er erkannt, dass sein Team noch Reserven hatte. Dieses Jahr hätte er seinen athletischen Vierbeiner mehr abgefordert. Mit Erfolg.

Die Platzierungen:

1

Peter Kaiser

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:06:21

7

2

Brent Sass

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:14:08

9

3

Joar Ulsom

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:22:30

6

4

Richie Diehl

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:44:13

8

5

Joshua Cadzow

Bethel (finish)

In

2016-01-17 11:58:30

6

6

Jeff King

Bethel (finish)

In

2016-01-17 12:44:21

8

7

Hugh Neff

Bethel (finish)

In

2016-01-17 12:55:45

9

8

Rohn Buser

Bethel (finish)

In

2016-01-17 13:21:38

8

9

Ken Anderson

Bethel (finish)

In

2016-01-17 14:19:03

7

10

Mike Jr Williams

Bethel (finish)

In

2016-01-17 14:20:38

9

11

John Baker

Bethel (finish)

In

2016-01-17 15:04:15

7

12

Tony Browning

Bethel (finish)

In

2016-01-17 15:47:28

6

13

Paul Gebhardt

Bethel (finish)

In

2016-01-17 16:49:45

8

14

Martin Buser

Bethel (finish)

In

2016-01-17 22:18:37

7

15

Nicolas Petit

Bethel (finish)

In

2016-01-18 02:32:15

8

16

Jon Vanderwal

Bethel (finish)

In

2016-01-18 03:16:03

7

17

Lance Mackey

Bethel (finish)

In

2016-01-18 07:03:15

7

18

Jason Mackey

Bethel (finish)

In

2016-01-18 07:34:14

10

19

Patrick Mackey

Bethel (finish)

In

2016-01-18 07:35:03

9

20

Isaac Underwood

Bethel (finish)

In

2016-01-18 08:02:42

6

21

Kristin Bacon

Bethel (finish)

In

2016-01-18 08:40:07

10

22

Pato Geron

Tuluksak (inbound)

In

2016-01-17 21:27:57

7

Scratched

23

Scott Janssen

Kalskag (inbound)

In

2016-01-17 06:54:45

11

Scratched

24

Diana Haecker

Aniak (halfway)

In

2016-01-17 02:05:11

11

Scratched

25

Brenda Mackey

Kalskag (outbound)

In

2016-01-16 05:38:45

12

Scratched

Berkowitz schlaegt starke Konkurrenz

Januar 12, 2011 by  
Filed under Allgemein, CB300

Bei der 22ten Auflage des Mittelstreckenrennen-Klassikers Copper Basin 300, hat Jake Berkowitz ein imposantes Feld an namhaften Konkurrenten hinter sich gelassen und mit einem Vorsprung von mehr als einer Stunde, vor dem mehrmaligen Iditarod und Yukon Quest Champion Lance Mackey, gewonnen.

Am Freitag hatten sich die Musher, darunter ehemalige Iditarod Champions, wie Lance Mackey, Rick Swenson, Sonny Lindner und Mitch Seavey, die Yukon Quest Gewinner Sebastian Schnuelle und Aliy Zirkle, sowie der dreimalige Copper Basin 300 Gewinner Allen Moore und die Veteran-Musher, wie Brent Sass, Ken Anderson, Gerry Willomitzer, Dan Kaduce und Jodi Baily, im Schulzentrum von Glennallen (Alaska) eingefunden, um das Musher-Treffen und die Ziehung der Startnummern zu veranstalten.

An der Trailstrecke wurden dieses Jahr kleinere Aenderungen vorgenommen, doch der Weg folgte der gleichen Route, wie in den Vorjahren. John Schnadelmeier, ehemaliger CB300 und YQ-Champion, erklaerte, in Funktion eines Trailbreakers, den Mushern die Route, warnte vor gefaehrlichen Stellen und beantwortete Fragen zu Checkpoints und Verpflegung.

Neu war bei dem diesjaehrigen Rennen, was gestern in Paxson Lodge endete, die GPS-Positions Uebertragung der Musher ins Internet. Die Firma SPOT, die auch seit einigen Rennen den Yukon Quest mit Geraeten ausstattet, uebernahm nun auch beim Copper Basin 300, diese Aufgabe.

So konnten Fans und Interessierte fast live mitverfolgen, wie nach Berkowitz und Mackey, der aus Deutschland stammende Gerry Willomitzer, als Dritter, der YQ-Veteran Brent Sass, als Vierter und der in der Schweiz geborene Sven Haltman, als Fuenfter durch das Ziel fuhren.

Zwoelf, der 51 gestarteten Teams sind ausgeschieden, darunter auch Ramey Smyth und Rick Swenson. Die Gewinnertrophaee, die 15.000 US Dollar Gesamtgewinnsumme und die Auszeichnungen wurden auf dem Finish-Banquet, in der Paxson Lodge vergeben.

Demr 24jaehrigen Jake Berkowitz aus Minnesota, wurde dort sein erster Titel im Hundeschlittenrennsport ueberreicht.

2010 Yukon Quest Trail Blog 2

Januar 5, 2010 by  
Filed under Mile 101 Blog, yukonquest

Noch ca. 30 Tage bis zum Rennen, …. und vielleicht Zeit mal wieder ein ‘Update’ zu schreiben:
Unsere Crew sieht inzwischen wirklich gut aus. Eric Cosmutto, unser Trailexperte wird genauso wie Mike Bowman, unser Spezialist fuer den Rastplatz sowie Kevin Abbnet unser Funker und Elektroniker werden wieder kommen. Russ Busby, ein erfahrener Musher und mehrmaliger YQ-Veterane wird mit grosser Sicherheit auch kommen. Er hatte es sich gewuenscht, das Rennen mal aus anderer Sicht zu sehen. Auch seine Erfahrung wird uns sicherlich zu Gute kommen.
Dann erhielt ich einen lang erhofften kurzen Brief von Rainer Fischer, der schon mehrere Male als ‘Marathon Koch’ in Mile 101 mitgeholfen hat und unter anderem auch bei der Helikopter-Rettungsaktion in 2006 Musher versorgte bis uns ganz am Schluss das Futter ausging. “Wann soll ich denn auftauchen”, fragte er. Rainer war ueber die Jahre der beste und unermuedlichste Koch mit dem wir je gearbeitet hatten. Wenn das Rennen in Fairbanks beginnt, wird bei uns normaler Weise fuer ca. 36 Stunden durchgehend gekocht. Eine lokale Musherin namens Goerganne Hamphton wird Rainer beisseite stehen, aber ihn zurueck zu haben ist beruhigend.
Vor drei Tagen rief mich dann auch ploetzlich noch Carsten Thies an ( http://www.carstenthies.com ), der einigen Yukon Quest fans wahrscheinlich als langjaehriger Yukon Quest Photograph und als Producer der letztjaehrig vom NDR produzierten YQ-Dokumentation ‘Im Banne des Yukon’ bekannt sein sollte. Er ist ein hervorragender Motorschlittenfahrer und hat langjaehrige Erfahrung mit dem YQ, dem Trail und auch Eagle Summit: “Wenn du Lust hast, helfe ich mit. Vielleicht kann ich Eric Cosmutto ja dabei helfen den Trail in Stand zu halten.” Ein besseres Angebot haette ich mir nicht vorstellen koennen. Damit hat Eric nicht nur einen Partner falls Dinge brenzlich werden, was wir nicht hoffen, sondern wir koennen im Notfall auch den Trail in zwei Richtungen abdecken.
Ansonsten wird auch Jesse Holmes zurueckkehren, der schon in 2009 mit uns zusammenarbeitete. Mike Bowman hatte ihn rekrutiert.
Wer das Yukon Quest Rennen jaehrlich verfolgt wird sich an 2008 erinnern koennen als der Yukon River zweimal frohr und zu einem Schlachtfeld aus Eisschollen wurde. Lance Mackey ueberholte nachts aus Versehen die Trailbreaker und folgte auf dem Eis einer Schlittenspur fuer 10 Meilen, die er fuer den YQ-Trail hielt. Als ihn die Trailbreaker einhohlten und ihm sagten, dass sie keine Ahnung hatten welchem Schlittengespann er gefolgt war, meine der Musher damals: “Wer immer das auch ist. Der Musher ist verrueckt. So einen Trail will ich nicht fahren.” Wie sich spaeter herausstellte war der Musher Jesse Holmes gewesen, der zwei Tage vor Mackey privat mit seinen Hunden den Yukon von Fairbanks aus nach Eagle nahe der Grenze zum Yukon Territory hochgemusht war um dort Freunde zu besuchen. Als wir dies aus reinem Zufall waehrend einer Plauderei in Mile 101 in 2009 erfuhren und ihm Lance’s Geschichte erzaehlten, guckte er uns verdutzt an: “Na, so schlimm war das Flusseis doch wirklich nicht.”
Jesse’s Team besteht allerdings aus gut trainierten Arbeitshunden und er musste kein Rennen fahren. “Du warst das ?” Wir haben damals schallend gelacht als wir ploetzlich die Aufloesung des ‘Raetsels um die misterioese Spur auf dem Yukon Eis’ erfuhren. Jesse guckte eher schuldig als stolz drein.
Er ist allerdings einer der Menschen hier in Alaska, die sich auch im letzten Jahrhundert in diesem Land ohne Probleme zurecht gefunden haetten. Um so besser ist es, ihn in wieder in unserer Crew zu haben.

Wenn das Rennen in Fairbanks beginnt brauchen wir immer mehr Freiwillige als wenn das Rennen in Whitehorse startet. Da wir nun ein Checkpoint mit einer vorgeschriebenen Zwangsrast von 2 Stunden fuer Musher sind, werden wir zu Zeiten bis zu 20 Teams im Checkpoint haben.
Damit wurden dieses Jahr zum groessten Teils alt-erfahrene Musher als Freiwillige eingeladen um den Rastplatz unter Kontrolle zu halten. Unser Team rundet sich mit Jan DeNapoli, einer langjaehrigen 47-jaehrigen Musherin aus Two Rivers und Mindy Juliana ab. Jan hat mehrere Male als Handler fuer YQ-Teams entlang des Trails gearbeitet und kennt fast alle Musher des Rennens.
Mindy, die schon einmal bei uns mitgeholfen hat und ein gutes Auge fuer Logistik hat wird eine kleine Landkarte an der Wand der ‘Kommunikations-Zentrale’ (einer kleinen Huette, die nur fuer offizielle Rennrichter und Tieraerzte zugaenglich ist) up-to-date halten in der alle rastenden Teams in 101 mit Standort verzeichnet sein werden.
Dies soll den Tieraerzten und Rennrichtern dabei helfen Musher schneller zu finden um alle noetigen Untersuchungen durchfuehren zu koennen.

Da ich aus Regelgruenden einen ‘Assistant Checkpoint Manager’ nennen musste, habe ich Mike Bowman dafuer ausgewaehlt, was ihn ziemlich empoerte:
“Ich will keinen Titel.” – “Mike, …. ich musste jemanden waehlen. Die Regeln verlangen dies. Tut mir Leid.” – “Falls was schief geht und jemand interviewed wird, machst du das aber, richtig ?” – “Ja, Mike, … keine Sorge.”
Nach 14 Jahren Erfahrung als Dog Drop Manager in Mile 101 und 6 Jahren entlang des Trails ist dies eigendlich auch meine Aufgabe.
Wie schon oft erwaehnt gibt es bei uns eigendlich keinen Checkpoint Manager obwohl mir der Titel zufaellt. Dieser Titel ist zwar fuer viele Checkpoints noetig, macht allerdings bei uns wenig Sinn. Die Leute die ich um Mile 101 versammelt habe sind in jeder der von ihnen gewaehlten Aufgabe weit besser als ich. Mich als ‘Manager’ aufzuspielen und zu versuchen ihnen zu erklaeren was sie alles tuen muessen, waere laecherlich.
Ich habe auch selbst einiges gelernt.
Es ist nicht leicht Mile 101 zu bemannen, aber indem ich mich nicht aufspielte und damit nicht jedem Mitglied der Crew in den Weg kam um erfahrenen Leuten als ‘Manager’ genau zu erzaehlen was sie meiner Ansicht nach zu tuen hatten, haben sich hervorragende Menschen in 101 zu einem Team verbunden.
Mehr als einer der ‘alten Garde’ von 101 hat mir ueber die Jahre gesagt: “Peter, wenn du das hier nicht leiten wuerdest, dann waere ich nicht zurueckgekommen.”
Ohne Uebertreibung ‘leite’ ich allerdings mit grosser Sicherheit die erfahrenste und am besten ausgeruesteste Checkpoint Crew des YQ.
Eines muss nochmals aufgeklaert werden:
Ich bin anscheinend vom Dogdrop Manager zum Checkpoint Manager aufgestiegen. Es ist ein Titel fuer den mir schon oft gratuliert wurde.
Ich trage wie schon oft erwaehnt diesen Titel aus einem einzigem Grund:
Musher sollten vor dem Rennen Drop Bags in Mile 101 hinterlegen koennen. Falls wir nicht zum Checkpoint geworden waeren, waere dies den Regeln nach nicht moeglich gewesen.
So hoehre ich jetzt: “Du bist doch jetzt Checkpoint Manager. Toll… Gratuliere… !!” Ich laechele dann ohne grosse Begeisterung. Die Bezeichnung ist mir eher peinlich. Mein Titel macht wirklich keinen Unterschied.
Es ist die Crew die 101 ausmacht. Ich bin es sicherlich nicht.
Wir sind einfach alle froh Drop Bags fuer Musher bereithalten zu koennen.

Im Rueckblick haben wir etwas geschaffen was der Philosophie des ersten Yukon Quest in 1984 und der Idee des eigendlichen Trails der Schlittenhunde-Brieftraeger des fruehen 20ten Jahrhunderts entlang des Yukon sehr nahe kommt: Jeder hilft entlang der Strecke. Keiner ist der Boss. Was zaehlt ist die Gastfreundschaft entlang des Trails.
Einer fuer alle, alle fuer einen, und der Erfahrungswert der Mile 101 Crew sollte jegliches Problem loesen koennen.
Auch sollte nicht vergessen werden, dass ein alterfahrener Musher nahmens John Schandelmeier, der das YQ zweimal gewann… auch zum zweiten Mal den Yukon Quest Trail auf der alaskanischen Seite legen wird.
Selbst bei schlechtem Wetter sind inzwischen die schlimmsten moeglicher Weise auftauchenden Probleme abgedeckt worden.
Es sollte also keinerlei Probleme geben obwohl diese Worte an #3 meiner persoenlichen Liste von beruehmten letzen Worten steht.

Mile 101 ist von Natur aus ein etwas unuebersichtlicher Rastplatz. Damit hatte ich Hans Oettli, den Race Marshal fuer 2010 angeschrieben und gebeten uns Rennrichter zu schicken die schon Erfahrung mit Mile 101 haben. Netter Weise antwortete er uns: “Ich werde selber kommen und als Rennrichter Thomas Tetz mitbringen.”
Herr Tetz, ein erfolgreicher YQ-Veteran und deutscher Auswanderer hat schon mehrere lange Naechte in Mile 101 als Musher und auch als Rennrichter verbracht. Hans Oettli kennt Mile 101 ebenfalls recht gut. Die Ruhe und Erfahrung die er ausstrahlt wird dem Rennen zu Gute kommen. Wir sind alle gluecklich ueber diese Wahl.
Jetzt muessen wir nur noch unsere Proviant-Liste fuer Mile 101 zusammenstellen.

Obwohl neusten Meldungen nach nur 27 Musher am YQ teilnehmen werden (man weiss ja nie), sieht die um den Sieg kaempfende Gruppe des YQ recht interessant aus.
Allerdings wird auch das YQ 300 einige Stunden nach dem eigendlichem Rennen in Fairbanks beginnen.
Das YQ 300 ist ein Qualifikatons-Rennen fuer den Iditarod und das YQ. Das 450 km Rennen, das in 2010 ueber Rosebud, Boulder und Eagle Summit fuehrt ist abgesehen vom CD300 ohne Zweifel eines der haertesten Qualifikations-Rennen fuer den ID und YQ. Dies gilt zumindest fuer die graden Jahre (2008/2010) in denen es in Alaska stattfindet.

Wir als Crew freuen uns drauf.
Junge Musher die versuchen in einem solchem Qualifikationsrennen herauszufinden was sie und ihre Hunde – das Team – handhaben koennen, sind fuer uns oft weit interessanter als Leute wie Mackey und Gatt.
Die Crew freut sich wirklich auf’s YQ 300 und die Teams des Rennens.
Dazu werde ich allerdings erst spaeter mehr schreiben.

Bis dann,
Peter

GinGin200 2008 bei starkem Wind gestartet

Dezember 28, 2008 by  
Filed under Allgemein, GinGin200

Um 11 Uhr (Ortszeit) verliessen die ersten Teams des Damenrennens, bei starkem Wind (ca. 65 km/h) die Paxton Lodge. Angefuehrt von der Yukon Quest Veteranin Michelle Philips starteten die Frauen nach einem zweiminuetigen Intervall. Nachdem alle Damen auf der Strecke waren gingen nach einer halben Stunde die Maenner an den Start. Ed Hopkins, Ehemann von Michelle Philips und auch YQ-Veteran, war der erste Musher, der sich auf den Weg zur McLaren River Lodge macte.

Zur Zeit ist Jody Baily bei den Frauen als erste wieder von der McLaren Lodge aufgebrochen, gefolgt von Judy Currier und Michelle Philips. Bei den Maennern fuehrt im Moment Jeff King vor Brent Sass, Hugh Neff und Sebastian Schnuelle.

Peter Kamper, MediaGuy beim GinGin 200, berichtet von dem Rennen:

Nach meiner Ankunft in Paxton Lodge machte ich mich daran John Schandelmeier, dem Organisatoren des Rennens beim Ausrichten der Parkmoeglichkeiten fuer Musher zu helfen. 47 Teams mussten geparkt werden und John, der dies eigentlich schon tagsueber organisiert haben wollte, war an diesem Tag auf Grund des Wetters erst spaet mit seinen Hunden vom Fallenstellen zurueckgekommen (er ist Trapper) und dann auch noch in seiner eigenen schneeverwehten Einfahrt mit dem Truck steckengelieben. Wir waren also etwas spaet dran, aber keiner regte sich auf.
Ich merkte sehr schnell, dass dieses Rennen eine etwas andere Atmosphaere als der Yukon Quest aufwies. Alle Anwesenden schienen gut gelaunt und die Kneipe der Paxton Lodge fuellte sich schnell mit Mushern, die sich gegenseitig Neuigkeiten vom Trail und die neusten Geruechte oder alte Geschichten erzaehlten. Die Wettervorhersage sprach von bis zu 50 km/h Winden, aber keiner war besorgt. Fast alle hatten dies schon einmal erlebt. “Ausserdem”, so meinte Sebastian Schnuelle, “geht der Trail ja entweder am Denali Highway entlang oder ueber’s Eis des McLaren und Susitna River.Da musst du schon ganz schoen doof sein um dich zu verfahren….”

Es war ein eher gemuetlicher Abend in der Paxton Lodge. Selbst die 10 Soldaten der Alaska National Guard, die in ihrer Kampfmontur in der Kneipe ankamen, um beim Rennen zu helfen, zeigten sich von der Atmosphaere eher begeistert.

Als ich zu einem Spaziergang ueber den Hof lief, um mit den Mushern zu reden, die an ihre ueber 450 Hunde Abendmahlzeiten austeilten, war auch dort die Stimmung eher gelockert. Die abendliche Temperatur lag um -18 C, perfektes Rennwetter. Zum allgemeinen Erstaunen war es im geschuetztem Tal voellig windstill, obwohl ein Trailbreaker berichtete, dass 20 km ausserhalb ‘die Hoelle’ los war.” Ueberall schlabberten Hunde schmatzend ihre Naepfe leer, waehrend die, deren Futter grade noch zubereitet wurde, klaefften, heulten oder mit einer gewissen Genugtuung gegen die Reifen der Autos ihrer Besitzer pinkelten. Die Atmosphaere des Rennens liess keine Hektik verspueren.
Lance Mackey wuerde mit drei Teams im Rennen antreten, obwohl er natuerlich selbst die besten Hunde faehrt. Als ich bei seinen Vierbeinern vorbei ging, hatte er schon seinen Schlitten vom Truck heruntergezogen. Seine beiden anderen Musher, Braxton Peterson und Harry Alexie, fuetterten Hunde und versuchten ihre eigenen Schlitten zu packen. “Ja, ja,” meinte Herr Mackey mit einem Laecheln: “ICH packe meinen Schlitten komplett zuhause, so dass ich mir spaeter keine Gedanken um den ganzen Mist machen muss.” Mit einem Blick auf seine von ihm trainierten ‘Verwandten’ fuegte er hinzu:’”DIE beiden Anfaenger muessen jetzt natuerlich hier im dunkeln anfangen.” “Naja,er ist ja nun mal ein Profi,” dachte ich mir.

Die Nacht war vom Licht der vielen Stirnlampen erleuchtet. Pfoten wurden in Vorbereitung auf das Rennen gesalbt, Geschirre ueberprueft und Schlitten gepackt, nochmals gepackt und dann mit einem nachdenklichem Stirnrunzeln wieder entleert. Mehrere Musher hatten Zelte aufgebaut um sich die Kosten eines Zimmers zu sparen. Sie wuerden die Nacht draussen verbringen. Nichts neues fuer viele der Hundeschlittenfuehrer.

Als der Abend verging trafen weitere Musher ein. Hugh Neff und seine Frau Tamara stuermte erst gegen 22 Uhr in die Kneipe. Sie waren gerade aus dem Yukon Territory heruebergekommen. Ihnen war das Benzin 10 km nach der Grenzueberquerung ausgegangen. Tja, wenn man zu sehr an Hunde-Power gewoehnt ist, kann sowas wohl mal passieren….

Sheep Mountain II

Dezember 13, 2008 by  
Filed under Allgemein, SML 150

Nachdem das Rennen letztes Jahr wegen Schneemangel abgesagt werden musste, kann es nun an diesem Wochenende stattfinden. Die 150-Meilen Strecke verlaeuft zwischen, der von ID-Veteran Zack Steer gemanagten, Sheep Mountain Lodge am Glenn Highway und der Eureka Lodge, die Wendpunkt ist.
Der Gewinner des Rennens erhaelt 1.750 US Dollar.

Beim ersten Mittelstrecken-Rennen der Saison, starten – wie schon berichtet – 50 Musher. Es ist das groesste Teilnehmerfeld, in der vierjaehrigen Geschichte des Rennens. Mit dabei sind der vierfache Iditarod-Champion Jeff King, der dreimalige Gewinner des Yukon Quests Hans Gatt, Die Top10 Iditarod Musherin DeeDee Jonrowe sowie Ken Anderson und Jon Little.

Fuer Jon Little wird es das erste Rennen nach dem schrecklichen Unfall im September 2008 sein. Damals fuhr einer seiner Handler sein Team. Beim Versuch den Sterling Highway zu ueberqueren, wurde es von einem Fahrzeug erfasst. Vier Hunde verstarben, darunter ‘Handle’, der neun 1000-Meilen-Rennen gelaufen war, sowie ‘Breaburn’, der beim letzten Iditarod in Jeff Kings Team lief. Weitere Hunde wurden verletzt und Little investierte viel Geld fuer die Genesung dieser.
Der Journalist nutzt nun das Sheep Mountain, als Vorbereitung fuer seine zweite Yukon Quest Teilnahme im Februar 2008. Ein Handler wird sein B-Team beim Sheep Mountain fahren.

Mark Sleightholm, Newton Marshall und Jason Mackey werden das Rennen auch fahren um sich fuer den Yukon Quest zu qualifizieren.

Vermisst wird dieses Jahr der Gewinner des Sheep Mountain aus dem Jahr 2006 und damit der Titelverteidiger und Rekordstreckenhalter, Lance Mackey. Little meinte er sei ueberrascht, dass der viermalige YQ- und zweimalige ID-Chapmion nicht teilnimmt.

Jeff Darling gewinnt die Rote Laterne

April 3, 2008 by  
Filed under AAS, dogmushing

Jeff Darling aus Nome ist, nach 169 Stunden 56 Minuten und 11 Sekunden (7 Tagen) als Letzer, ins Ziel gekommen. Damit sind von den urspruenglich 16 gestarteten Mushern, 14 nach Nome gefahren, sechs Hundeschlittenfuehrer (Seavey, King, Mackey, Lindner, Iten und Lanier) haben den alten All Alaska Sweepstakes Rekord von John ‘Iron Man’ Johnson aus dem Jahre 1910, unterboten.

Mitch Seavey aus Seward, hatte das einmalige Rennen gewonnen und dafuer 100.000 US Dolar kassiert. Neben diesem Preisgeld verdiente er beim diesjaherigen Iditarod (48.000 US $) und Kuskokwim 300 (20.000 UD $ – fuer den Sieg) und hat nun insgesamt 168.000 US Dollar eingenommen. Soviel wie kein anderer Sportler aus Alaska, dieses Jahr bisher.

Zorro nach Seattle geflogen

April 3, 2008 by  
Filed under AAS, dogmushing

Der am Samstag verletzte Leithund ‘Zorro’ von Lance Mackey ist nun nach Seattle in eine Spezialklinik geflogen worden. Der Hund hat vier gebrochene Rippen, eine gequetschte Lunge und eine Wirbelaeulenverletzung. In Seattle wird eine Computertomographie gemacht, da sein Ruecken stark angeschwollen sei. Die Aerzte seien optimistisch, dass Zorro wieder Laufen koenne, die Chancen seien besser als 50/50. In einem Radio-Interview hatte Mackey, den noch unbekannten, Schneemobilfahrer gebeten sich zu melden. Dieser tat es anscheinend auch und sei einverstanden fuer die Behandlungskosten von Zorro, die mittlerweile um die 4000 US-Dollar betragen sollen, aufzukommen. Mackey wolle die Identitaet nicht Preis geben und die Person auch nicht anklagen. Der Schneemobilfahrer habe, den mit seiner Stirnlampe winkenden, Mackey falsch interpretiert und habe gedacht, es sei ein auf- und ab fahrendes Schneemobil.
Der Fahrer sei reumuetig und bestuerzt uebr den Vorfall.
Mackey meinte, dass es schwer fuer ihn sei zu wissen das Zorro starke Schmerzen habe. Zorro haette aus ihm das gemacht, was er heute sei. Er wisse das Zorro nicht ewig leben wuerde, aber das dies vielleicht durch so einen ‘dummen’ Unfalls passiere, sei hart fuer ihn zu akzeptieren.

Nachdem Mackey und seine Frau den Rueckweg fuer ihre restlichen Hunde organisiert haben, will das Ehepaar nach Seattle fliegen um Zorro zu ‘besuchen’.

Neun Teams in Nome

März 30, 2008 by  
Filed under AAS, dogmushing

Neun von 14 verbliebenen Teams haben das All Alaska Sweepstakes Jubilaeumsrennen bewaeltigt und sind ins Ziel in Nome eingefahren. Fuenf Musher sind noch auf dem Trail, nachdem Hugh Neff und Mike Santos frueher schon ausgeschieden waren.

1. Seavey – 3/28/08 – 23:29
2. King – 3/28/08 – 23:39
3. Mackey – 3/29/08 – 1:59
4. Lindner – 3/29/08 – 5:19
5. Iten – 3/29/08 – 10:37
6. Lanier – 3/29/08 – 10:52
7. Smyth – 3/39/08 – 13:12
8. Brooks – 3/29/08 – 15:09
9. Burmeister – 3/29/08 – 19:00

Mackeys Team von Schneemobil angefahren

März 30, 2008 by  
Filed under AAS, dogmushing

Ein noch unbekannter Schneemobilfahrer ist am fruehen Samstagmorgen von hinten in das Team von Lance Mackey gefahren und hat einen seiner wichtigsten Hunde schwer verletzt. Unter Traenen berichtete der mehrmalige Yukon Quest und Iditarod Gewinner, wie sein meist praemierter Hunde, ‘Zorro’, im Schlitten sitzend, vom Schneemobil erfasst und schwer verletzt wurde. Das Team war nur noch wenige Kilometer vom Ziel entfernt, als Mackey noch mit seiner Stirnlampe gewunken haette, um die Schneemobilfahrer zu warnen. Doch der Zusammenstoss wurde unvermeidlich, der Musher aus Fox sprang noch zur Seite und wenige Meter spaeter befand sich ein Schneemobil auf seinem Schlitten, wobei die Kuven des Gefaehrts den Schlittensack durchbohrt hatten. Drei bis vier Hunde waren unter dem Schneemobil und Zorro verletzt im Schlitten.
Die Fahrer halfen noch das Schneemobil vom Schlitten zu heben und die Hunde zu ‘sortieren’, fuhren dann aber weiter. Mackey 3000 US-Dollar teurer Gatt-Schlitten, mit dem er es trotzdem noch nach Nome schaffte, sei ruiniert. Dies sei aber nur Material, so Mackey, der sein Leben fuer seine Hunde geben wuerde. Er konne niemanden erklaeren, wie wichtig sie fuer ihn seien.

Im Ziel jedoch liess sich Mackey nichts von dem Unfall anmerken, er posierte fuer sein Fans, liess sich fotografieren und gab Autogramme. Zuerst zeigte Zorro keine Erscheinungen einer Verletzung, doch spaeter liess Mackey seinen geliebten Hund auf eigene Kosten nach Anchorage fliegen. In der Tier-Notaufnahme wurde dann festgestellt, dass Zorro mehrere Rippen gebrochen und wahrscheinlich innere Verletzung hat. Fuer Zorro sollte das All Alaska Sweepstakes Rennen eigentlich das letzte, in seiner unglaublich erfolgreichen, Karriere sein. Zorro war bei Mackeys Yukon Quest und Iditarod Siegen 2007 und dem diesjaehrigen Yukon Quest Sieg dabei. Bis White Mountain schaffte ‘er’ es beim Iditarod, vor ein paar Wochen, dann musste Mackey ihn krankheitsbedingt aus dem Rennen nehmen. Die Haelfte seines Hundekennels, etwa 40 Tiere, wuerden von Zorro abstammen.

Spaeter wuenschte sich der ehemalige Krebspatient, in einem Radio-Interview, dass der Schneemobilfahrer sich bei ihm melden wuerde. Direkt nach dem Unfall habe er ihm keine Chance gegeben etwas zu sagen, da er ihn angebruellt haette und Dinge gesagt, die er jetzt bereue. Mackey bat die Rennoffiziellen, Schneemobile am Ende des Rennens auf dem Trail zu ‘verbieten’, das Risiko eines Unfalls sei einfach zu hoch.
Schon beim diesjaehrigen Iditarod gab es, durch einen aehnlichen Unfall, einen toten Hunde (aus dem Team von Jennifer Blaking).
Der sichtlich emotionale Mackey fuegte an, dass wenn Zorro sterben wuerde, seine Zukunft als Hundeschlittenrennfahrer sehr unsicher sei. ‘Die Zukunfts meines Teams, meine persoenliche Zukunft, meine Karriere, mein ganzes Leben, ist nun in Frage gestellt’, dies teilte er den Beamten der Nome Polizeistation mit.

+++ Die letzte Meldung ueber den Gesundheitszustand von Zorro besagt, dass er drei gebrochen Rippen hat und wahrscheinlich eine Rueckenmarksverletzung, bei der er seine hinteren Beine nicht mehr spuere. Die Aerzte waren sich noch nicht sicher, ob dies eine dauerhafte Verletzung sei, oder nur voruebergehend, herrvorgerufen durch einen ‘Bandscheibenvorwoelbung’. Lebensbedrohlich sei die Erkrankung jedoch nicht. ++++

King mit komfortablem Vorsprung in Fuehrung

März 30, 2008 by  
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Jeff King hat Timber um 13:03 Uhr (Ortszeit), mit einem Vorsprung von mehr als 2 1/2 Stunden auf Mitch Seavey, erreicht. Lance Mackey und Sonny Lindner befinden sich noch im Checkpoint Council bzw. auf dem Weg nach Timber. Wenn die Teams Timber wieder verlassen haben fahren sie auf dem, fuer viele Teilnehmer bekannten, Iditarod Trail. Dort werden dann wieder schnellere Zeiten erwartet. Die Top Teams koennten von Council bzw. Timber aus direkt bis nach Nome laufen. Die Entfernung entspricht ungefaehr von White Mountain nach Nome (beim Iditarod) 

Mike Santos ist in Telephone aus dem Rennen gegangen.

Der Grund von Hugh Neffs Aufgabe wurde korrigiert, es soll Probleme mit der Handler Crew gegeben haben, so dass der Skagway Musher gezwungen war das Rennen vorzeitig zu beenden.

Von Ramy Brooks wird berichtet, dass er vor den Checkpoints rastet, dann erst sich anmeldet um im Anschluss direkt weiterzufahren. Bekannte Rennstrategien.

Der Sieger des All Alaska Sweepstakes wird zwischen 18 und 21 Uhr in Nome erwartet. Die von John Johnson 1910 aufgestellte Rekordzeit wird damit mit hoechster Wahrscheinlichkeit unterboten werden. Angeblich wird nun die Startzeit-Differenz im Ziel verrechnet. Es ist also theoretisch moeglich, dass der erste der sie Zielline ueberfahert nicht der Gewinner ist.

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