Mile 101 Blog 29

Februar 9, 2008 by  
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Der Truck ist gepackt und morgen werden ich mit meinen Kindern aufbrechen um den Twin Bears Checkpoint zu eroeffnen.
Meine offizielle Bezeichnung ist “Checkpoint Manager”.

Dieser Checkpoint ist fuer die 8-stuendige Zwangsrast des 200 km Junior Yukon Quest nach ca. 100 km (Halbzeit) zustaendig. Im Junior Quest duerfen nur 14-17 jaehrige Teilnehmer antreten.
Manchmal ist der Musher der schwaechste Teil des Teams und manchmal der staerkste Teil.
Wir graben immer einen Platz fuer ein Lagerfeuer in den Schnee, an dem die jungen Musher nachts waehrend der Rastzeit viel zu viel Zeit verbringen.
Meine Frau Kelly kocht hervorragendes Abendessen und Fruehstueck fuer die Musher, …. und wie immer fuer die notorisch hungrigen offiziellen Richter des Rennens.
Die jungen Musher geniessen ein bischen mehr Nachsicht, erhalten ein paar mehr Ratschlaege vom Marshal des Rennens, mehr Informationen von Tieraerzten, eher eine lange Rede als eine Strafe von Rennrichtern ; ansonsten sind die Regeln dem 1600 km eigendlich gleich.
Ich bewundere diese jungen Menschen und wie sie ihre Hunde fuehren, … wie sie Fehler ernsthaft untereinander diskutieren, spekulieren,…. davon lernen.
Ich habe einige dieser Musher spaeter weit selbstsicherer und mit einem hervorragendem Langstreckenteam in ‘Dogdrop Mile 101′ wiedergetroffen und habe keine Zweifel, dass ich im hohen Alter eines dieser ‘Kinder’ das Yukon Quest oder den Iditarod gewinnen sehe.
Es macht einfach Spass, fuer solche jungen Musher einen Checkpoint aufzubauen an dem sie trainieren koennen….  
Ich freue mich ehrlich gesagt auf dieses Wochenende.
Vieles liegt heute abend auf der Ladeflaeche meines Trucks was auch kommendes Wochenende im Dogdrop benutzt werden wird.
Training…..
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Zum selben Zeitpunkt werden allerdings Ron, Travis und Eric zum Dogdrop Mile 101 fahren um dort eine Satelittenschuessel aufzubauen und um Parkplaetze fuer die 39 erwarteten YQ-Teams (YQ und YQ300) in den Schnee zu legen.
Wer Fragen ueber das Auslegen von Rastplaetzen hat sollte sich den Blog-Eintrag vom 6.Januar angucken.

Eric hat eigenen Aussagen nach schon 22 Parkplaetze in den Schnee gelegt als er am 17. Januar in Mile 101 war, aber zwei Stuerme und ueber 50 cm Neuschnee haben diese wahrscheinlich fast unsichtbar gemacht.
Eric’s Antwort darauf war: ” Den Schnee kann ich lesen. Ich werde die Parkplaetze einfach nochmal nachfahren.”
Trotzdem ist es bewundernswert wie er sich um Mile 101 kuemmert obwohl er nun ein offizieller YQ-Trailbreaker ist.
“Peter, …. Mile 101 wird immer mein Heim auf dem Yukon Quest Trail sein.”
Seine Augen geben den Worten mehr Gewicht als ein fester Handschlag. Gut. Danke.
Ich nicke.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich stolz bin ein Teil solch einer guten Crew zu sein.

Da ich ueber das Wochenende allerdings den ‘Twin Bears’-Checkpoint fuer das Junior Yukon Quest eroeffne und die Jungs nach Mile 101 gehen um uns fuer’s kommende YQ-Rennen ans Internet anzuschliessen, wurde heute abend folgendes beschlossen:

Travis und Ron sind inoffizielle Motorschlittenfahrer des 101 und Hamster (Ham-Radio Operators). Ich muesste sie hier noch vorstellen, bezweifele allerdings, dass ich vor dem Rennen Zeit dazu haben werde.
Sie werden mit Eric dieses Wochenende nach 101 fahren und die Satellitenschuessel aufbauen, Kabel fuer Generatoren durch den Schnee zu zwei Huetten legen, von Eric mehr ueber den Trail lernen und die schon eingerichteten Musher-Parkplaetze in Mile 101 nochmals abfahren und diesmal mit Markierungen abstecken.
Am kommenden Mittwoch werde ich dann mit Kevin Abbnet (the hamster) dort hochfahren. Waehrend er die Satellitenschuessel einstellt – hochkompliziert…, hat irgendwas mit speziellen Computerprogrammen, Graden und Winkeln zu tuen – wird es wahrscheinlich meine Aufgabe sein Holz zu spalten und Oeloefen in zwei Huetten in Gang zu bringen.
Das Leben eines Dogdrop Managers….

Ich freue mich darauf etwas von ihm zu lernen.
Um so mehr freue ich mich allerdings mal wieder auf den Anblick der kahlen Berge, die so viele Geschichten zu erzaehlen haben.
Ehrlich gesagt ist Mile 101 der einzige Platz an dem ich mir je gewuenscht habe ein Musher zu sein und ein Team zu haben um den Berg anzugehen. Nicht als Kampf, nicht als Rennen, sondern als freundschaftliches Spiel im Team mit den Hunden….
Zu dieser Zeit hing die Sonne allerdings im strahlend blauem Himmel ueber dem kalten Schnee und jeder gute Schlittenhund haette sich um einen Platz im Team gestritten.
Habe ich schon erwaehnt,dass ich kein Musher bin ?

Peter

Mile 101 Blog 28

Februar 9, 2008 by  
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Manchmal wir behauptet, dass Eagle Summit garnicht so schwierig ist.

Die Crew in Mile 101 hat viele gute Musher begruesst, die sagten: “Es ist ein recht netter Huegel, aber ich habe keine Ahnung wieso sich Musher ueber diesen Hubbel beschwehren.”
Dies sind Reden, die besonders bei sonnigem, windstillem Wetter und lockeren -15 C mittags recht gut klingen.
Man antwortet diesen meist neuen Mushern des YQ nicht sondern nickt und hoehrt andaechtig zu wie laecherlich der Berg doch eigendlich ist.
Das “Du hast keine Ahnung wieviel Glueck du gehabt hast”, behaelt man nach ueber 10 Jahren als Dogdrop Manager fuer sich selbst.
Erfahrene YQ-Musher, die diesen Berg waehrend einer der oft vorkommenden Stuerme mit Winden bis zu 100 km/h,  Temperaturen von -40C und dann auch noch nachts angingen, wissen weit mehr ueber den ‘Huegel’, der dort so harmlos unter strahlend blauem Himmel sitzt.

Heute erhielt ich Photos des Trailberichts von Eric Cosmutto, der mit einigen anderen Motorschlittenfahrern um den 17.Januar den gesamten Trail zwischen den Checkpoints Chena Hot Springs und Central abgefahren ist.
Wer diesen Teil des Trails um 2 Uhr morgens in einem 450 km Rennen (YQ300) oder im 1600 km Yukon Quest mit noerdlichen Winden von mehr als 80 km/h angeht, muss sich mehr auf seine Leithunde als auf sich selbst verlassen.
In dieser Gegend des Eagle Summit sind 2006 nachts waehrend eines starken Sturmes und Sichtweiten unter 10 Meter – soweit sich dies recherchieren liess-  drei Teams nach rechts abgebogen…. und haben sich hoffnungslos verirrt.

Die Trailbreaker des Yukon Quest haben schon vor zwei Jahren die Methode der 3Fuss-Markierung eingesetzt.
Dies loeste allerdings in keinster Weise das Problem in denen Musher sagten: “Ich konnte nachts waehrend des Schneesturmes keinerlei Markierungen erkennen. Ich konnte im Licht meiner Stirnlampe vom Schlitten aus noch nicht einmal meinen Leithund sehen.
Dieses Jahr werden weit mehr Markierungen den Weg nach Central weisen.
Ob dies wohl genug ist ?

Zwischen den nun schon fast als ‘alt’ angesehen 3Fuss-Markierungen werden jedes Jahr die entlang des gesamten Trails zu findenden ‘Trailmarkierungsstaebe’ (Trail Marker) gesetzt, die allerdings von heftigen Winden innerhalb kuerzester Zeit umgeblasen werden, da es auf dem Ruecken des Eagle Summit selten genuegend tiefen Schnee gibt um die ‘Marker’ aufrecht zu halten.
Was tuen ??
Man nimmt einen Motorschlitten, mehrere alte Reifen……

……und ein paar Steine.
Hier sieht man nun einen Trailmarker auf Eagle Summit, der auf diese Weise errichtet wurde.
Das sollte halten, oder…. ?

Vielen Dank an Eric fuer diese Photos.
Ein ausfuehrlicher Trailreport (24.2.) kann nun in englisch auf der offiziellen englischen YQ-Webseite gelesen werden.
http://www.yukonquest.com/servlet/viewnews?id=862&resolution=1024&referer=http://www.yukonquest.com/servlet/viewnewslist?null&resolution=1024

Das Yukon River-Eis wird diesem Bericht nach eines der groessten Hindernisse auf dem Weg nach Whitehorse sein.
Aber darueber werden wir spaeter reden….
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Am Schluss dieses Eintrags sollte uebrigens erwaehnt werden, dass die oben gezeigten Photos den Eagle Summit nur von seiner leichten Seite (Aufstieg von Mile 101 zum Gipfel) zeigen.
Die steile Seite des Berges – der Abstieg nach Central im diesjaehrigem Rennen – oder der Aufstieg in Richtung Mile 101 wenn das Rennen 2009 in Whitehorse beginnt – ist in diesen Photos nicht enthalten.

Peter

Mile 101 Blog 27

Februar 9, 2008 by  
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25. Januar:Wie ich heute herausfand hat Aaron Burmeister dem YQ-Rennen nun auch abgesagt. Langsam gehen mir die schlechten Nachrichten etwas auf die Nerven.
Immerhin hatte ich ja schon vor einiger Zeit erwaehnt, dass zumindest meiner Meinung nach Aaron einer der einzigen drei Musher ist, die Lance Mackey’s Team schlagen koennten. Natuerlich goenne ich Lance den Sieg, aber wie leicht soll man es ihm machen
Obwohl ich Lance jetzt schon fast den Sieg zuschreibe, denke ich trotzdem wieder an Carsten Thies’ Worte: “Der Teufel ist ein Eichhoernchen. Vieles kann auf einem 1600 km Trail passieren…..”
Als Hans Gatt das Rennen dreimal hintereinander gewann hatte er es allerdings mit weit mehr formidablen Teams zu tuen, als er sich das Siegergeld verdiente.

Naja,
dieses Wochenende wird der ‘Fooddrop’ stattfinden. Dort werden Musher ihre Proviant- und Ausruestungssaecke abgeben, die dann an die Checkpoints weitergegeben werden.
Spaetestens dann wissen wir, wer wirklich am Rennen teilnehmen wird. Musher sind nicht so dumm diese kostbaren Saecke mit Hundefutter, Snacks und Booties (Hundeschuhe) ueber die gesamte Rennstrecke zu verteilen um dann noch abzusagen.
Spaetestens Montag werden wir wissen, wer den langen, harten Trail mit seinen wenigen Checkpoints wirklich angehen wird.

Kevin (‘the hamster’) Abnett rief mich gestern Abend an und meinte, dass er kommende Woche nach Mile 101 fahren will um dort die Sattelitenschuessel fuer unseren Internet-Kontakt aufzubauen. Ich werde wahrscheinlich mitfahren.
Fuer heute nacht und morgen sind Temperaturen von -35C unter sternenuebersaehtem oder strahlend blauem Himmel vorhergesagt. Diese Temperaturen sollte sich allerdings bis kommende Woche aendern.
Es waere schwierig unter solchen Konditionen (101 besteht aus mehreren stromlosen, verlassenen und damit ungeheizten Huetten) die richtige Einstellung und den richtigen Satteliten mit der Schuessel zu finden.

Peter

Mile 101 Blog 26

Februar 9, 2008 by  
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Donnerstag, 24.Januar
Mike, meine rechte Mile 101-Hand (und der Manager des Dogdrops wenn ich nicht zugegen bin) kam gestern ploetzlich bei mir vorbei:
Sein Bruder liegt anscheinend ‘unten’ in der USA im Sterben. Mike wollte noch kurz Ausruestung fuer den Dogdrop bei mir abliefern um dann abzufliegen. Er weiss nicht genau, wann er zurueckkommen wird.
Obwohl er blass und traurig aussah meinte er: “Ich bin wahrscheinlich bis zur Quest zurueck. So wie es aussieht wird mein Bruder in den naechsten Tagen unter die Erde kommen.”
Ich gab ihm selbstgeraeucherten Lachs fuer seine Familie mit. Obwohl dies wenig originell erscheint war es die einzige Geste, die mir in diesem unerwarteten Augenblick einfiel. Wir gaben uns ohne viele weitere Worte die Hand.
Zu gewissen Zeiten sind Worte recht sinnlos.

Mike wird hoffentlich bis zum Quest zuruecksein.
Abgesehen davon, dass auch Eric Cosmutto dieses Jahr nur Vorarbeit im Dogdrop leisten kann da er nun als offizieller YQ-Trailbreaker eingestellt wurde besteht unter einem schlechtem Szenario die Moeglichkeit, dass wir eine stark reduzierte Crew (in Hinsicht auf Erfahrung und Leute) haben werden.
Zur selben Zeit bedarf der Checkpoint die meisten Freiwilligen wenn fast alle Musher aus dem nahe gelegenem Fairbanks innerhalb von wenigen Stunden eintreffen. (Dies schliesst die Musher des Yukon Quest 300 ein, das in Circle endet.)
Wir werden sehen, was passiert.
Im Notfall, Nordmann…, zaehle ich auf deine Hilfe.
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Ich bin immer noch etwas ueber die Wahl des dritten neuen Renn Marshals der Saison erschuettert:
Dough Grilliot ist ohne Zweifel ein guter Mann, wird aber einige Probleme haben die Schuhe des alten Race Marshals Mike McCowan zu fuellen.
Die Wahl des neuen Race Marshals (RM) wird vom Yukon Quest Regel Kommittee getroffen.
Die auf der offiziellen Webseite aufgefuehrte Liste der teilnehmenden Rennrichter war eh schon mager. Nun wird einer der Rennrichter (Grilliot) RM.
Mit anderen Worten haben wir nun einen Rennrichter weniger. Ein mir bekannter Musher hat mir ebenfalls erzaehlt, dass der einzige neue Rennrichter den der eigendliche RM Joe May mit sich brachte ebenfalls gekuendigt hat,….. natuerlich auch aus persoenlichen Gruenden.
Es ist mir ebenfalls schleierhaft wieso sich hervorragende und erfahrene Musher / Rennrichter wie Thomas Tetz und Curtis Erhart nach den letztem Jahren nicht wieder als Richter einfinden.
Waere ich Sherlock Holmes wuerde ich meine Schluesse ziehen. So allerdings runzel ich nur die Stirn und hoffe auf ein gutes Rennen.
Ich wuensche Dough Grilliot eine hervorragende Crew und ein unkompliziertes Rennen.
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Ein weiterer Musher – Michael Mayer aus Fairbanks – hat sich vor einigen Tagen vom Rennen abgemeldet da er die noetigen Qualifikationsrennen nicht bestanden hat.
Wir haben nun ein Feld von 26 Mushern, die den Trail angehen werden.

Einer meiner Bekannten hat gestern angerufen. Normaler Weise gibt er uns immer Elchfleisch fuer ein Musher-Gulasch, hatte sich diesen Herbst allerdings dazu entschieden auf Rehjagd entlang der Inselkueste Kodiak’s zu gehen.
“Sind 5 kg Rehfleisch genug fuer ein vernuenftiges Gulasch ?” Er fuegt hinzu: ” Manches davon solltest du vielleicht durch den Wolf drehen, aber es ist gutes, frisches Fleisch”. – “Ja klar…, ” meinte ich.
“Dann hohl’s dir ab !”
Mike Hansen hat mehrere Male in Mile 101 als Freiwilliger mitgearbeitet.
Obwohl er von Beruf Tapezierer ist kennt er Eagle Summit und die umliegenden Bergruecken weit besser als ich. In seiner Freihzeit graebt er dort nach Gold.
Ok, neuderdings laeuft der alteingesessene Alaskaner lieber mit einem Metallsuchgeraet als mit einer Goldwaschpfanne ueber die Flussbaenke.
Das groesste Goldnugget, das er allerdings in 2007 fand wurde vor einigen Monaten auf 1850 $ geschaetzt. Die kleineren Funde erwaehnt er genauso wenig wie die Stelle an der er das groesste Nugget gefunden hat. (Schade…., fuer mich…)
Man fraegt aber auch nicht nach der Stelle an der alte Profis wie er Gold gefunden haben. Als Gentleman staunt man nur…. und gratuliert.

Das Reh-Gulasch fuer Dogdrop Mile 101 ist Dank Mike Hanson’s erfolgreicher Reh-Jagd auf jeden Fall gesichert.

Peter

Mile 101 Blog 25

Februar 9, 2008 by  
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Ich verliess das YQ-Buero ehrlich gesagt etwas verwirrt mit 10 Postern aber ohne jegliche konkrete Zusage fuer Hilfe mit Mile 101…….
Alex Olesen ist ein wirklich hervorragender Rennmanager. Er hat das Rennen in meinen Augen nie enttaeuscht, obwohl auch seine Gedanken in gewisser Hinsicht der Politik und den Politikern des Rennens zum Opfer gefallen sind.
Sein Vorgaenger, Wendel Carey aus den Yukon Territories, war ein Mann den ich weit mehr bewunderte. Dies ist allerdings eine andere und recht lange Geschichte.
——–
In einem spaeteren Telephon-Gespraech mit Alex wurde uns ein Scheck fuer 250 $ zugesagt. Des soll .. ‘offiziell’… die Kosten fuer unseren Proviant decken.
Wir werden ebenfalls 350 Liter an Heizoel und genuegend Propan zum Kochen und um Trinkwasser fuer Hunde zu schmelzen erhalten.
Es wurde mir ebenfalls versichert, dass das YQ zumindest 50% der Kosten fuer Internet Installation decken wird.
Die Kosten fuer Generatoren mit denen das System betrieben werden muss wurden im Gespraech allerdings befliessentlich umgangen.
Ich gebe mich damit vorerst zu Frieden.
Es war ungefaehr was ich erwartet hatte.
Jedes Crewmitglied gibt mehr als 250 $ aus um den Dogdrop zu dem zu machen was es entlang des Steese Highway ist.

Wieder einmal erinnere ich mich daran, dass es um die Hunde, Musher, eine alte Poststrecke und um Teams geht, die diese historische Strecke angehen und von uns ‘Freiwilligen’ bewundert werden.
Wir finden Stolz in dem wir den Teams Rastmoeglichkeiten  und einen Trail bieten.
Um ehrlich zu sein ist das Yukon Quest-Buero an sich eher eine Nebensachlichkeit und soweit ich gesehen habe, hat keiner der Jungs aus Mile 101 jemals eines der so begehrten ‘Freiwilligen-Abzeichen’ stolz auf seine alte und zerrissene oder nagelneue Wintermontur genaeht.  
Darum ging es nicht….
Dies gilt allerdings entlang des gesamten Trails…., und das Mile 101 Blog ist nur ein sehr kleines Beispiel dessen was Freiwillige entlang der 1600 km Strecke leisten
Peter

Mile 101 Blog 24

Februar 9, 2008 by  
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Ich war letzte Woche im YQ Buero.
Es war schoen von Michael begruesst zu werden, der die ewig klingelnden Telephone des YQ-Hauptquartiers in Schach haelt.
Die Crew der meist freiwilligen Mitarbeiter arbeitet 3 Wochen vor dem Rennen auf Hochtouren.
“Wo ist Alex ?”, fragte ich. Alex ist der alaskanische Race-Manager des Rennens.
“Alex hat im Augenblick ein Treffen mit dem Haupt-Manager des Rennens.” – “Das hoffe ich doch, ” meine ich recht trocken. Keiner versteht den Witz, den ich machen wollte. “Wo ?” – “Aehm, … erste Tuer rechts….”.
Ich trete durch die offene Tuer, und werde von Alex Olesen mit einem Laecheln begruesst: “Hey Peter, wie geht’s dir ?” Alex war selbst ein YQ-Welpe, als er zum ersten Mal als Crew in Mile 101 mitmachte. Heute ist er ein wichtiger Teil der YQ-Organisation. Ich grinse und freue mich ihn wieder zu sehen.
Als meine Augen auf die Dame im Raum treffen begruessen mich harte, veraergerte Augen. Es bedarf keiner laengeren psychologischen Studie des Augenblicks um herauszufinden, dass ich den Raum nicht unaufgefordert haette betreten duerften. Offentsichtlich duerfen normale Leute neuerdings nur mit einem Pass und einer Einladung ins Heiligtum des YQ vorgelassen werden.
Meine Augen wandern zurueck zu Alex: “Ich muss mal mit dir reden.”
Im Hinterkopf verarbeite ich den boesen Blick, den ich grade von der Dame erhielt. Alex sagt:” Eigendlich muss ich abhauen und ein paar Sachen erledigen, aber was ich hier zu tuen hatte ist klargestellt. Ich habe ein paar Minuten…..”.
Die Dame im Hintergrund schuettelt energisch den Kopf. Ich greife den Augenblick und zeige mich humorvoll: “Alex, … die Dame hinter dir hat grade den Kopf geschuettelt.”
Alex dreht sich um.
Ich setze das beste Laecheln auf, das man sich in meinem Alter als Privatpatient von einem Zahnarzt wuenschen kann waehrend ich ihr in die Augen schaue:” Und wer bist du ? Alex, es waere nett, wenn du mich vorstellen koenntest.”
- “Oh ja, ” entschuldigt er sich und stellt mich vor: “Dies ist Peter Kamper, der Dogdrop Manager von Mile 101 und der Checkpoint Manager des “Twin Bear- Checkpoins” fuer das Junior Yukon Quest.
Hilfreicher Weise fuege ich hinzu: ” Ich werde ebenfalls Videos fuer’s Rennen auf eure Webseite hochladen.”
Ich erwaehne nicht die Vielzahl der Titel, die ich vorher im Rennen getragen habe…, oder dass die Dame nach ueber einem Jahrzehnt ein neues Gesicht fuer mich darstellt.
Ich biete wolfsmaessig meine Kehle und betrachte die ihrige mit Interesse.
Nein, wir werden uns nicht verstehen.
Wir schuetteln Haende, aber unsere Augen treffen sich nicht.
Um die gespannten Atmospaehre nicht weiter zu schaedigen, fuege ich hinzu: ” Es sieht so aus als haettet ihr beiden eine Menge zu besprechen. Ich brauche zehn 2008 Poster des YQ und zehn Freiwillgen-Abzeichen.” – “Die Abzeichen sind noch nicht fertig,” meinte die Dame deren Namen ich ernsthaft vergessen habe.
“Ah, “…. meine ich. “Alex…, wir reden dann hoffentlich spaeter.”
Ich drehe mich um und verlasse den Raum um mir die 10 Yukon Quest Poster zu nehmen.
Alex folgt mir und runzelt die Stirn: “Wieso brauchst du 10 Yukon Quest Poster ?”
“Fuer die Crew,” antworte ich etwas zu kurz angebunden. “Meine Crew hat jedes Jahr Poster bekommen.”
Mit ihrem ewigem Laecheln taucht Kim, die Hauptsekretaerin des Rennens auf.
Abgesehen davon, dass sie eine der nie erwaehneten Schaetze des Rennens ist laesst sie sich im Gegensatz zu mir auch kaum irritieren. :”Komm mit, Peter. Ich gebe sie dir.”
Alex folgt ebenfalls: “Zehn Poster ?” , fraegt er nochmals und guckt mich an. Ich suche nach Worten.
Kim zieht Poster aus grossen Packeten, beginnt zu zaehlen und meint: “Stell dich nicht so an, Alex. Das ist immerhin Peter….”.
Ihre Art ist recht entwaffnend und sie wartet nicht auf die Antwort des Rennmanagers.
Inzwischen sammele ich allerdings meine Gedanken. Ohne Zweifel ist Kim eine der glaenzenden Sterne im Fairbanks Office, aber ich muss nicht verteidigt werden. Ich hohle Atem:
“Ich und meine Tochter Zena werden sich darum bemuehen alle zehn Poster von den diesjaehrigen Mushern unterzeichnen zu lassen. Eines geht an den Huettenbesitzer von Mile 101 dem das Rennen eh nie ‘Danke’ sagt, eines geht an Carsten Thiess als Haupt-Photograph des Rennens, eines geht an jeden der Mile 101 zu dem macht was es ist und eins geht an die Ivory Jacks Kneipe, die uns immer mit Proviant geholfen hat. Hast du Probleme damit ?”
Eigendlich will ich zu einer laengeren Rede aushohlen, beherrsche mich allerdings. Alex hat Glueck indem er einfach nur “Ach so…” sagt.

Mile 101 Blog 23

Januar 21, 2008 by  
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15. Januar 2008:
Habe es immer noch nicht geschafft, beim Yukon Quest Office vorbeizufahren. Langsam wird es Zeit. Die Zeit verstreicht viel zu schnell und ich muss dort unbedingt einiges regeln. Auch habe ich keine Lust es hinzunehmen, dass Brad Brooks insgesamt 30 $ (ca. 15 Euro) geboten bekommt um Satelliten-Internet Service bei uns aufzubauen. Eine Diskussion ist innerhalb der Crew im Gange, Internet Service einfach fuer ein Jahr zu streichen damit das Rennen versteht wie wichtig dieser Service fuer Reporter und auch das Rennen ist.
Ich versuche diese Art von zugegebener Massen gerechtfertigter Revolution zu vermeiden, aber es bedarf zweierlei Seiten um diese Sache zur Ruhe zu legen. Wir brauchen kein Internet um die Musher zu versorgen oder Wasser fuer die Hunde bereit zu stellen…..

Die interessanteste Entwicklung des Tages war fuer mich wohl eine E-Mail vom YQ-Office in Whitehorse in der ich gefragt wurde ob ich doch wieder bereit waere die Internet-Video Reportagen des Rennens zu uebernehmen.
Ein Laptop, eine Kamera und ein Mann kann kaum die Geschichte eines 1600 km langen Rennens abdecken, aber ich werde es wohl wieder mal versuchen. (Hi Ragnar, du alter Webmaster …. leider mehr spaete Naechte zum hochladen fuer dich…    und fuer mich   )

Ohne Zweifel haben mich die positiven Kommentare ueber dieses hoechst inoffizielle Blog ein bischen angespornt. Ich denke darueber nach, ein neues Yukon Quest Trail-Blog zu beginnen wenn wir Mile 101 schliessen und ich mich in Richtung Dawson City bewegen werde.
Mal sehen….
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Das naechste Mile 101 Crew-Meeting ist nun auf kommende Woche verschoben worden.
Mehr spaeter,
Peter

Mile 101 Blog 22

Januar 20, 2008 by  
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Die grosse Frage besteht weiterhin: Wer kann Lance Mackey schlagen ?
Ich hatte vor einiger Zeit drei Musher ausgewaehlt, die zumindest meiner Meinung nach dazu faehig waeren: David Dalton, Ken Anderson und Aaron Burmeister.
Obwohl ich nicht genau weiss wie gross die Kennel von Herrn Anderson und Herrn Burmeister sind, gehen diese beiden Musher ebenfalls den Iditarod an und sehen sich gezwungen einen Teil ihrer besten Hunde zwischen den Rennen aufzuteilen, einen Nachteil den sich Hans Gatt dieses Jahr anscheinend nicht antuen will.
Nur der beruehmte Musher Frank Turner ist den Yukon Quest Trail oeffter als David Dalton angegangen. Ausserdem wurde David Dalton in 2004 dritter (vierter in 2005 und 2006) und beendete das Rennen damals mit all seinen 14 Hunden und erhielt den begehrten Tierarzt-Pokal fuer die beste Hundepflege auf dem Trail.
Seine Hundefuersorge ist hervorragend. Wenn es allerdings um ein paar Stunden geht, vermute ich allerdings auch, dass er sich zu Gunsten seiner Hunde entscheiden wird. Er waere nicht der erste Musher, der dies tut waehrend Sieger gefeiert werden.
Auf die Frage was Musher sich als Ziel fuer das Rennen vorstellen antwortete David Dalton:
“Ich moechte mit allen 14 Hunden die Ziellinie erreichen.”
Lance Mackey setzt sich andere und vielleicht sogar hoehere Ziele: “Den vierten Sieg und den Tierarzt Pokal fuer ueberragende Hundepflege,” meint er.
Es wird sicherlich ein interessantes Rennen werden:
Nicht nur werden zumindest 4 Musher mit ihren Hunden und Strategien um den Sieg kaempfen, aber es wird sich ein Mittelfeld des Rennens entwickeln, das viele Geschichten zu erzaehlen haben wird.
Da erfahrungsgemaess 1/3 der Musher entlang des Trails aufgeben werden, denke ich, dass ungefaehr 18 Musher das Rennen beenden werden. Wetter, Glueck, Goetter und viele wie immer unerzaehlte Geschichten werden den Ausgang des Rennens entscheiden.
Die Tatsache, dass der Titel ‘haertestes Rennen der Welt’ vom YQ-Vorsitz in 2003 offiziell ‘abgewaehlt’ wurde aendert nichts am Trail, den langen Strecken zwischen Checkpoints oder der Tatsache, dass dieses Rennen im Sinne einer lang vergessenen winterlichen Poststrecke weit mehr auf der Verbindung zwischen Hund und Mensch als auf einer modernen Materialschlacht mit unzaehligen Checkpoints basiert.
Ich bin genauso bespannt was passieren wird wie es die Leser dieses Blogs sind.
Nur so,
Gedanken des Tages….
Die Aussentemperaturen sind inzwischen auf -38 C gestiegen. (Hurra !)
Es ist Zeit mehr Feuerholz nachzulegen.

Peter

Mile 101 Blog 21

Januar 20, 2008 by  
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14.1.2008:

Schlussendlich hat uns hier im Innern Alaska’s doch der ‘echte’ Winter eingehohlt.
Obwohl die Sonne jeden Tag um 4 Minuten hoeher steigt sind letzte Nacht die Temperaturen zum ersten Mal auf unter -40 C gesackt. Auf meiner Terrasse sitzt ein Eichhoernchen mit vereisten Barthaaren und frisst die ausgelegten Sonnenblumenkerne. Sein buschiger Schwanz ist dicht an den Ruecken angelegt und es ist von aufgeplusterten Meisen umgeben die ebenfalls die hart gefrohrenen Kerne am knacken sind. Obwohl das Eichhoernchen die Meisen oft und mit grosser Begeisterung (aber ohne Erfolg) zu verscheuchen sucht, herrscht heute Ruhe. Keiner ist zu Streitereien aufgelegt. An einem Tag wie diesem geht es eher um Kalorienaufnahme …. und ums Ueberleben.
Eigendlich wollte ich in die Stadt fahren um mich im Yukon Quest Office umzuhoehren was die neusten Geruechte und Entscheidungen sind. Als ich meinen Truck allerdings startete und dieser nur zoegernd ansprang und der ungleichmaessig zuendende Motor zuerst den ganzen Truck schuettelte, entschied ich mich dazu meinen Sohn zum Schulbus zu fahren aber den Rest des Tages zuhause zu verbringen, schnitt mehr Holz und schuehrte den Holzofen.
Obwohl ich eine Zentralheizung im Haus habe gibt es an solch einem Tage nichts besseres als ein gutes Feuer.
Habe ich schon erwaehnt, dass ich kein Musher bin?
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Die Mile 101 Crew wird sich wahrscheinlich Ende der Woche wieder zusammensetzen um weitere Vorbereitungen fuer’s Rennen zu treffen. Bis dahin, so sagt der Wetterbericht, sollen Temperaturen um ca. 15 C steigen. – 25 C hoehren sich im Augenblick recht gut an.
Ein Blick auf die offizielle YQ-Webseite zeigt mir, dass 2 der 29 Musher im diesjaehrigem Rennen inzwischen abgesagt haben. Dies ist allerdings normal. Es gibt immer einen Protzentsatz an Mushern, die es nicht ‘bis zur Startlinie’ schaffen.
Es ist keine Schande, seine Teilnahme an einem solch langem Rennen abzusagen. Es waere nur eine Schande – auch fuer die Hunde – unvorbereitet anzutreten. Eine solch harte Entscheidung ehrt Teams und ich habe grossen Respekt vor Mushern, die zuruecktreten.
Ich vermute, dass am Schluss 26 Musher im diesjaehrigem Quest an der Startlinie antreten werden.
Meine Hoffnung, dass William Kleedehn sich dem Rennen dieses Jahr stellen wird ist ja nun dahin. Um so mehr werde ich mich auf seine naechstjaehrige Teilnahme freuen, die er ja schon zugesagt hat. Trotzdem hoffe ich im Prinzip immer noch auf Hans Gatt, vermute allerdings, dass er sich ebenfalls ein Jahr vom YQ ‘frei’ nehmen wird.
Auf Grund des Gesetztes, dass eine Anmeldung mit Poststempel vom 15.1. gueltig waere und Post aus den Yukon Territories oder British Columbia bis zu 10 Tage braucht um in Fairbanks anzukommen, kann eine solche Anmeldung natuerlich bis zum 25. Januar eintreffen. Meine Hoffnung in dieser Hinsicht liegt aber inzwischen bei Nahe null.
Schade.

Mile 101 Blog 20

Januar 14, 2008 by  
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In 2007 kuendigte ich ebenfalls meine Teilnahme am YQ Web Kommittee, … auch auf Grund politischer Hintergruende die meiner Meinung nach im Kommittee nichts zu suchen hatten. Mehrere Mitglieder des Kommittees das ich damals gruendete wurden danach ebenfalls nicht mehr angesprochen oder kuendigten nach mir, was heute die geringen Infos auf der englischen Webseite erklaert.
Jetzt bin ich wieder ‘nur’ ein Dogdrop Manager,…. genau dort wo ich 1996 angefangen hatte, arbeite allerdings zusaetzlich noch als Manager des Junior Yukon Quest seit 2002  
http://www.junioryukonquest.com im Twin Bears Checkpoint.
Es macht Freude, junge Musher zwischen 14 und 17 Jahren mit ihren Hunden arbeiten zu sehen und wie sie sich entwickeln, von ihren Fehlern lernten und sich um ihre Hunde bemuehen waehrend sie die Kunst des Langstrecken Mushing in sich aufnahmen.
Ein Teil der Mile 101 Crew versucht in ‘Twin Bears’ die Konditionen eines YQ Checkpoints aufzubauen um den jungen Mushern eine Idee davon zu geben was sie im ‘grossen Rennen’ erwartet. Unsere groesste Schwierigkeit?
Eltern sind im Checkpoint nicht erlaubt und oft hochempoert.
Meinung der jungendlichen Musher ? “Wow, bin ich froh, dass meine Eltern hier nicht reinduerfen.”
Einige dieser Musher habe ich Jahre spaeter im YQ in Mile 101 wieder getroffen und habe grosse Hochachtung vor ihnen. In kommenden Jahren werde ich hoffentlich weitere der jungen Musher in 101 sehen.
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Im Rueckblick liegen die Erfolge vieler der hier erwaehnten YQ Projekte natuerlich meiner Starrkoepfigkeit zu Grunde. (Das Motto dem YQ gegenueber war: “Wenn ihr’s nicht tut, tue ich es eben selber…”).
Auf der anderen Seite war es vor 10 Jahren Ragnar mit seiner privat aufgebauten deutschen YQ-Site, der mich davon ueberzeugte, dass die Welt gerne mehr ueber dieses Rennen hoehren will und mich auf diese Weise dazu brachte, die oben erwaehnten Internet-Projekte anzunehmen.
Es war Carsten, der das YQ Photo-Projekt annahm, verbesserte, und es selbst dieses Jahr verbessern wird.
Es war die jaehrliche Mile 101 Crew und viele ungenannte Leute, die den Dogdrop nach dem ersten Jahr zu einem sicherem und hilfreichem Rastplatz in einem gefaehrlichem Trailabschnitt machten.
Es war spater wiederum Ragnar, der mich fragte ob ich nicht mehr ueber’s YQ schreiben wollte.
Ich bin stolz mit sovielen guten Leuten ueber die Jahre zusammen gearbeitet zu haben…. und immer noch mit ihnen zusammen zu arbeiten.
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Am Schluss sollte folgendes erwaehnt werden:
Ich bin kein Musher !
Die laengste Strecke auf der ich ein Dogteam gefahren bin waren 200 Meter als ich ein Team ohne Fahrer waehrend des Junior Yukon Quest einfing. Lasst mich hier sagen, dass 10 Hunde sich wie 200 PS mit schlechten Reifen und miserablen Bremsen auf Glatteis anfuehlen. Ich uebertreibe…, aber das veranschaulicht die generelle Idee.
Meine 10jaehrige YQ-Erfahrung kommt von langen Gespraechen mit Mushern, Tieraerzten des Rennens, Trailbreakern, von Mushern und Rennrichtern, langjaehrigen und manchmal recht interessanten Sreitgespraechen mit Race Marshals sowie natuerlich auch durch Diskussionen im YQ Council, dem Ak Board of Directors und als Dogdrop Manger…. wo man das wirkliche Rennen hautnah erlebt aber es nicht selbst bestehen muss.
Sehr oft habe ich gesehen wie Musher nach langem Training und vielen finanziellen Kosten die Gesundheit ihrer Hunde jeglicher Plazierung weit voraus stellten und das Rennen fruehzeitig abbrachen.
Ich habe Musher gesehen, die um kranke Hunde geweint haben.
Ich habe Musher gesehen, die nach dem Tod eines ihrer Hunde hoffnungslos in sich zuzammenbrachen.
Ich habe Musher gesehen, die von ihrem eigenem Team aufgebaut wurden.
Ich habe weit mehr gesehen, als ich schreiben darf.

Mein Respekt vor den Hunden und den Mushern die ihre Teams fuehren, steigt immer noch jedes Jahr und dies ist auch der Grund wieso wir als Mile 101 Crew das tut, was wir tuen.
Es geht nicht um’s Rennen, das YQ oder dessen Politik. Es geht uns sicherlich nicht darum in die der Zeitung, im lokalen Fernsehen oder hier auf dem Internet erwaehnt zu werden.
Es geht uns – und wenig Aussenstehende begreifen dies – um die Hunde und den grossen Respekt den wir als freiwillige Mitarbeiter des Rennens ueber die Jahre fuer die Teams, die Musher und deren Gemeindschaft mit ihren Hunden erworben haben.
Es sollte dazu gesagt werden, dass sich Musher und Teams den Respekt der freiwilligen Mitarbeiter schwer verdient haben.
Freiwillige Mitarbeiter waeren nach 101 nie zurueck gekommen, wenn sie nicht gesehen haetten wie Musher sich mehr um ihre Hunde als um sich selbst kuemmerten, wie besorgt sie um ihr Team sind…, wie sie selbst im Halbschalf und nass bei -40 C eher Handschuhe als Futter vergessen.

Letztlich…,
ich fuehle mich geehrt, dass Leute mich als Dogdrop Manager fragen, ein Buch zu schreiben. Ich frage mich allerdings wieso William, Hans oder Gerry, deren Trails weit mehr Geschichten enthalten als ich je erleben werde, nicht zuerst schreiben sollten.
Jeder von den dreien ist den Trail oeffter mit guten Teams gelaufen als ich ihn mit dem Auto gefahren oder mit dem Flugzeug geflogen bin.

Ich schreibe von Herzen aber weiss nach ueber 10 Jahren mit dem YQ sehr wohl, dass meine Geschichten, Vermutungen und Ideen gegenueber den Erfahrungen solcher Musher wenig bedeuten. Es gibt keinen Grund mich mit einem Buch meiner Halb-Erfahrung laecherlich zu machen.
Ich werde dieses Blog weiterfuehren. Lasst uns einfach Spass haben, und nehmt mich als Nicht-Musher mit einer Prise Salz.

Soweit zu meiner Geschichte…,
genug ueber mich.

Peter

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