Mitch Seavey holt den Sieg beim Kusko300
Acht Minuten Vorsprung auf Martin Buser haben Mitch Seavey aus Sterling gereicht, um zum zweiten Mal das Kuskokwim 300 Hundeschlittenrennen nach 2008 zu gewinnen. Fuer seinen knappen Sieg erhaelt der Iditarod- und All Alaska Sweepstakes Champion 20.000 US Dollar. Die alte Musher-Weisheit, die besagt, dass kein Team schneller ist als sein langsamster Hund, trifft auch auf Seavey Sieg zu. Noch in Tuluksak lag Seavey neun Minuten hinter Martin Buser und hatte vier Hunde weniger vor seinem Schlitten, trotzdem ueberholte er den ehemaligen Schweizer auf der finalen Strecke.
Jeff King holte sich den dritten Rang, Ken Anderson den vierten und John Baker, der mit einem gebrochenen Ellenbogen in das Rennen gegangen war, den fuenften Platz.
Der 21jaehrige Pete Kaiser aus Bethel, der letztes Jahr das Bogus Creek 150 fuer sich entscheiden konnte, belegte ueberraschend den sechsten Platz und verwies damit Iditarod-Veteranen wie, Ed Iten, DeeDee Jonrowe und Aaron Burmeister.
1 Mitch Seavey 2009-01-20 02:30:00 38:30:00
2 Martin Buser 2009-01-20 02:38:00 38:38:00
3 Jeff King 2009-01-20 04:00:00 40:00:00
4 Ken Anderson 2009-01-20 04:16:00 40:16:00
5 John Baker 2009-01-20 04:30:00 40:30:00
6 Pete Kaiser 2009-01-20 04:54:00
7 Ed Iten 2009-01-20 05:22:00
Finanzprobleme beim Kusko300
Erhebliche Kostenreduzierungen, neue Einnahmequellen und fortwaehrende Unterstuetzung von Sponsoren, erlauben es dem Kuskokwim 300 Komitee 100.000 US Dollar Preisgelder, fuer das 30. Rennen im Januar 2009, bereitzustellen. Zusaetzliche Preisgelder von 25.000 $ und 10.000 $ sind fuer die, ebenfalls am 16. Janaur startenden kleineren Rennen BogusCreek150 und Akiak Dash, vorgesehen.
Die Summe von 100.000 $ ist das drittgroesste Preisgeld nach dem Iditarod und dem Yukon Quest und es sah lange danach aus, als ob dieser Betrag nicht mehr zusammen kommen koennte.
Die letztjaehrige Rennmanagerin Gillilan wurde im Mai verhaftet, nachdem man ihr vorwarf ueber ein Jahr Renngelder veruntreut zu haben. Zu diesem Zeitpunkt war sie schon entlassen worden, da der Vorstand feststellte, dass sie der Stadt Bethel immer noch nicht 20.000 $ an Steuern ueberwiesen hatte.
Der finanzielle Schaden liess an der Zukunft des Kusko300 Rennens zweifeln. Doch die Verantwortlichen reagierten schnell; verkauften den eigenen Renntruck, kuendigten Rennversicherungen und strukturierten das Kusko, auf Basis einer freiwilligen Organisation, um. Zusaetzlich rief man ein ‘Kauf eine Meile’-Programm
ins Leben. Interessenten koennen fuer 100$ eine Meile des Rennes kaufen - 209 von 300 Meilen stehen noch zur Verfuegung. Man werde damit zwar nicht soviel einnehmen, um die Differenzen auszugleichen.
Vielleicht ist dies auch nicht notwendig, da fast alle ehemaligen Sponsoren dem Kusko treu bleiben wollen. Der Vorfall haette auch negative Folgen haben koennen, doch die Unterstuetzung der einheimischen Dorfbewohner, Fans und Sponsoren sei gross, so die Rennleitung.
Trotzdem ist sich der Titelverteidiger Mitch Seavey nicht sicher, ob er wieder antritt. Die allgemeine schlechte wirtschaftliche Situation in den USA habe auch den Mushingsport erreicht. Zu der Anmeldegebuehr wuerden noch Transportkosten nach Bethel kommen und dies muesse der Iditarod-Veteran erst in Relation zu den moeglichen Preisgelder setzen. Er wuerde gerne teilnehmen aber es muesse sich auch finanziell lohnen, so der erfolgreiche Musher und Geschaeftsmann. Seavey bietet im Sommer Hundeschlittentouren auf den Gletschern Alaskas an. Doch wie viele seiner alaskanischen Kollegen aus der Tourismusbranche, geht er sehr ‘nervoes’ in die naechste Saison. Die finanziellen Einbussen werden sich auch in ihrem Geschaeft niederschlagen, da ist sich Seavey sicher.
Bisher haben sich sieben Musher angemeldet:
Ron Underwood
Mike Williams Jr.
Mike Williams Sr.
DeeDee Jonrowe
Jeff King
Dave DeCaro
Hugh Neff
Sebastian Schnuelle



