Yukon Quest International Hundeschlittenrennen 2011 gestartet
Februar 7, 2011 by admin
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Puenktlich am Samstag den 5. Februar, ab 11 Uhr (Yukon Ortszeit) sind die 25 Teilnehmer des Yukon Quest International Rennens, vom Shipyard Park in Whitehorse aus, auf ihre 1.600 Kilometer lange Reise nach Alaska (Fairbanks) gegangen. Hunderte von Fans, Reportern, Angehoerigen, Helfern und Freunden saeumten die Strasse, die noch am Vortag mit extra Schnee, Absperrungen, Werbebannern und Vorrichtungen fuer die Presse praepariert wurde. Die Temperaturen betragen zur Zeit in Whitehorse -12 Grad Celsius. Angefuehrt wurde das Feld von der Yukon Quest und Iditarod Veteranin Kelley Griffin, ihr folgten dann Rookie Denis Trembley, Dallas Seavey, Michelle Philips und Mike Ellis. Als letzter Musher ging Cliff Warnke auf den Trail nach Braeburn.
Als Favorit gilt der Titelverteidiger und vierfache Yukon Quest Champion Hans Gatt aus Oesterreich. Der ebenfalls vierfache YQ-Gewinner Lance Mackey ist dieses Jahr nicht wieder angetreten.
Inzwischen sind die ersten Teams in Pelly Crossing eingetroffen. Weiterhin in Fuehrung und erster in Pelly, war Hugh Neff, der mit 13 Hunden fast eine Stunde vor dem Titelverteidiger Hans Gatt ankam. Knapp zwei Stunden spaeter, durch 10 Minuten getrennt, trafen dann Ken Anderson und der YQ-Rookie Wade Marrs in der Selkirk First Nation Siedlung ein.
Weitere Infos unter http://www.yukonquest.info
2011 Yukon Quest Trail Blog 2
Februar 3, 2011 by admin
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Waehrend Sui wohl noch im Flieger sitzt fuhren einer der Direktoren des Yukon Quest, eine freiwillige Mithelferin, eine Radioreporterin, der Photograf der Fairbanks Tageszeitung , eine Tieraerztin des YQ mit zwei Autos aus Fairbanks los um das 900 km entfernte Whitehorse zu erreichen. Nina Hansen, die Tieraerztin, John Wagner, der Photograf und ich teilten uns eines der Autos des YQ. Es ist immer wieder wunderschoen, die Strecke zu fahren.
Nina Hansen - die Tieraerztin, so hatten wir uns geeing, wuerde die ersten 450 km im Morgengrauen und bis in den fruehen Nachmittag hinein bis zur kanadischen Grenze fahren. Sie fuhr den typischen Stil einer erfahrenen Alaskanerin mit einigen etwas gewagt angefahrenen Kurven auf der eisigen Strasse , einer Durchschnittsgeschwindigkeit die ungefaehr 10% ueber der erlaubten Hoechstgeschwindigkeit des Alaska Highway lag … und tat dies teilweise mit ihrer Tasse Kaffe in der rechten Hand. Manchmal habe ich einfach weg geguckt wenn sie Kurven anging, aber der Photograph der Fairbanks Tageszeitung lenkte mich mit Fragen ab. Er war noch nie auf dem YQ Trail gewesen und war sehr gluecklich ueber seine erste Chance das Rennen mit zu verfolgen.
Allerdings stiegen die Temperaturen, die in Fairbanks noch um gemuetliche -10C gelegen hatten schon nach den ersten 200 suedoestlich fuehrenden Kilometern auf +3 Grad an und die Strassen wurden glatter, obwohl die Reifen gut griffen. Wir hatten dies nicht erwartet. An der kanadischen Grenze hielt uns die Beamtin nur kurz auf: “Vielen Dank fuer die Paesse. Alles klar. Im Augenblick tobt Richtung Whitehorse in den Bergen ein Schneesturm und in den Niederungen regnet es. Der Regen friehrt auf der Strasse, passt also auf. “Ok”, meinte Nina: “Du bist dran mit fahren.” Es ist immer erstaunlich wieviel es aus macht ob man Beifahrer ist oder selbst hinter dem Steuer sitzt. Ploetzlich war sie es, die etwas nervoes war obwohl sich mein Fahrstil von ihrem in keinster Weise unterschied.
Als die Nacht einbrach, waren wir immer noch ueber 250 km von Whitehorse entfernt. Sturmboehen wurden ploetzlich neben dem Schneegestoeber zum groessten Problem und trieben das 120 km/h fahrende Auto gegen die Lenkung ploetzlich zu manchen Zeiten weit bis ueber den Mittelstreifen der Strasse. Schlussendlich, als es anfing durch das Schneegestoeber auch noch zu regnen und ich die Scheibenwischer anstellen musste, fuhr ich doch etwas vorsichtiger. Immerhin ist die erlaubte Hoechstgeschwindigkeit nur 90 km/h. Ich hielt mich also vorsichtig um 100 km/h. Nina war bis zu 130 km/h gefahren. Wir waren alle froh als wir schlussendlich nach einigen Kaffepausen und 11 ½ Stunden in Whitehorse ankamen und ich meine verkrampften Finger vom Lenkrad loeste. Keine Elche auf der Strasse und die paar etwas haarigen Augenblicke, die wir beide als Fahrer gehabt hatten waren zu unseren Gunsten ausgefallen.
In der Stadt reihte ich mich erst zweimal falsch ein und fuhr dann an auf der Suche nach dem Hotel in dem alle Mitglieder des YQ hausen an der falschen Abzweigung ab. “Also auf der Landstrasse bist du ja echt gut, aber als Stadtfahrer taugst du wirklich nichts”, meinte die vegetarische Tieraerztin mit kritisch laechelnden Augen waehrend sie entspannt an ihrem Studentenfutter kaute. Wir hatten wirklich Spass gehabt.
Alle offiziellen Mitarbeiter des YQ werden nomaler Weise in einem sehr guten Hotel in Whitehorse, dem High Country Inn, untergebracht. Dieses Hotel sponsort das Yukon Quest. Als die Tieraerztin und ich mit unserem Gepaeck in die Eingangshalle liefen, standen dort aus Zufall auch gleich ein paar andere Tieraerzte, Rennrichter und Mitarbeiter. Wir wurden beide mit grossem Hallo, vielen Umarmungen und Handschlaegen emfangen. Schon zwei Minuten spaeter befand ich mich in Diskussionen. “Kann ich das Auto erst mal auspacken ?”, fragte ich. Es fuehlte sich fast so an, als waere der letzte Musher des 2010 Rennens erst gestern ueber die Ziellinie gelaufen und wir wuerden alle gleich wieder von vorne anfangen.
Ich freue mich auf Sui.
Viele Mitarbeiter des Quest kennen ihn und sind freudig erstaunt, dass er jetzt wirklich in die ‘Yukon Quest Family’ eintritt, die ‘offiziell’ dem Trail folgt.
YEAH !!! Let’s do it.
Peter
Hans Gatt gewinnt den Yukon Quest 2010
Februar 16, 2010 by admin
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Der aus Oesterreich stammende Hans Gatt, hat das 27te Yukon Quest International Hundeschlittenrennen, in neuer Rekordzeit, gewonnen. Der 51jaehrige ist um 13:35 (Ortszeit) in Whitehorse Yukon (Kanada) ueber die Zielline gefahren. Mit seinem vierten Sieg hat er mit Lance Mackey wieder gleichgezogen, der von 2005-2008 auch viermal den Yukon Quest gewinnen konnte. Hans Gatt konnte seinen Vorsprung auf Lance Mackey und Hugh Neff verteidigen - sogar ausbauen. Die drei Musher hatten sich seit Dawson City ein Katz und Maus Spiel geliefert, indem oftmals der Gejagde mit dem Jaeger abwechselte. Schlussendlich hat sich der Hunde-Schlittenhersteller gegen seine Konkurrenten durchgesetzt.
Im Zielbereich begruesste und umarmte ihn seine Partnerin Susie Rogan, die letztes Jahr den Yukon Quest 300 gefahren ist. Gatt war sehr emotional und stolz in seiner jetzigen Heimatstadt Whitehorse gewonnen zu haben. Die Trail- und WetterKonditionen und der harte Konkurrenkampf haetten, seiner Meinung nach, dass diesjaehrige Rennen so extrem schnell gemacht. Die alte Rekordzeit von Sebastian Schnuelle hat Gatt um 23 Stunden unterboten und auf nun 9 Tage 0 Stunden und 26 Minuten, gesetzt.
Der vierfache Yukon Quest-Champion Lance Mackey kam als Zweiter in Whitehorse in Ziel - eine Stunde nach Hans Gatt. Im Zielbereich gratulierte Hans Gatt Lance Mackey. Der Musher aus Fairbanks, meinte, dass die diesjaehrigen Wetter- und Trailbedingungen die besten seit fuenf Jahren beim Quest gewesen waeren. Die schwierigste Strecke sei, fuer ihn, von Mile101 nach Central gewesen, dort haette kaum Schnee gelegen, der Trail waere hart gewesen. Der Wettkampf mit Hans Gatt haette ihm gefallen. Er habe versucht Gatt mit einigen langen Laeufen, wie in den letzten Jahren zu entmutigen, doch das haette diesmal nicht funktioniert. Er fordere Gatt zu einer endgueltigen Entscheidung naechstes Jahr herraus, da beide nun vier Titel haben.
Hugh Neff ist schliesslich als Dritter nach Whitehorse gekommen, fast zwei Stunden nach Lance Mackey.
2009 Yukon Quest Trail Blog 12
Februar 14, 2009 by admin
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Viel gibt es heute eigendlich nicht zu berichten.
Ueber Nacht wurde auf der 1st Avenue mit Lastern Schnee angefahren um eine gute Rennstrecke auf die Strasse zu legen. Danach wurden Zaeune entlang der ersten paar hundert Meter errichtet, damit die Zuschauer morgen in Schach gehalten werden.
Meine Filmcrew half mit all die Plakate der Sponsoren des Rennens an die Zaeune zu haengen. Das hohe Starttor wird auf dem Boden liegend errichtet, damit man auch daran die Poster der wichtigsten Sponsoren anbringen kann, bevor es von ein paar starken Maennern aufgestellt und mit Kabeln gesichert wird. In der Mitte haengt dann oben eine grosse 7 Meter breite, gelbe Plane mit der Aufschrift ‘Yukon Quest 2009′ und wir wollten den Augenblick des Errichtens filmen.
Man war leicht beunruhigt, als sich diese Plane nicht finden lies. Die Unruhe schlug gegen 21 Uhr abends erst in leichten Schrecken und spaeter in Panik um. Das Startbanner liess sich nicht finden !!! Eine Startlinie ohne die Aufschrift Yukon Quest waere ziemlich peinlich gewesen. Man fand diese aber schlussendlich draussen vor dem grossem Gebaeude in dem das Startbanquet stattgefunden hatte. Grosse Erleichterung machte sich breit und kurze Zeit spaeter erhob sich das Starttor ohne grosse Fanfaren im Licht der Strassenlaternen.
Heute geht es endlich los.
Die Crew fand sich bei uns im Zimmer zusammen, das mit drei Jungs (Jose’ , Nathan und ich) so aussah als waere eine Bombe eingeschlagen. Waesche, Rucksaecke und ungemachte Betten, drei Computer, vier Kameras und aller moegliche Krimskrams bedeckt die beiden Doppelbetten, den Boden und jeglich halb wagerechte Flaeche des kleinen Zimmers.
Jeden Tag hinterlaesst das Zimmermaedchen eine Nachricht: “Konnte die Betten leider nicht machen, da persoenlicher Besitz dort drauf lag.” Ich vermute, das ist eine rechtliche Sache. Uns macht es nichts aus.
Cricket, die Dame in der Gruppe kam zu uns auf’s Zimmer und wir machten einen Plan fuer morgen.
Spaetestens um 10 Uhr muessen alle Hundetrucks an den hinter der Startlinie gelegenen nummerierten Parkplaetzen eintreffen. Danach wird das gesamte Gebiet abgeriegelt. Zuschauer duerfen hinter gewissen Absprerrungen stehen und selbst die Medien werden rausgeschmissen. Gluecklicher Weise habe ich fuer meine ‘young guns’ YQ crew-Abzeichen organisieren koennen, womit wir so ziemlich zu allem weiter Zugang haben werden.
Nach dem der letzte Musher die Ziellinie verlassen hat, werde ich mit Cricket zu einer ausserhalb der Stadt gelegenen Bruecke fahren unter der die Musher spaeter durchkommen werden, waehrend die beiden anderen Jungs kurze Stuecke fuer die Webseite zusammenschneiden werden. Ich habe um 10 Clips gebeten, die wir ab 15 Uhr Ortszeit hochladen.Danach geht’s ab nach Braeburn.
Die meisten Musher werden auf dieser langen Strecke zum naechsten Checkpoint rasten und fast alle werden erst nach 14- 16 Stunden dort im Dunkeln gegen 1- 4 Uhr auftauchen obwohl es Hugh Neff ohne Rast auch einmal schaffte schon um 21 Uhr abends dort zu sein.
Wer wann in Braeburn auftaucht, ist ziemlich bedeutungslos. William Kleedehn sagte vor Jahren in seiner philosophischen Art einmal: “Das Rennen wird auf dieser Strecke sicherlich nicht gewonnen, aber es kann auf dieser Strecke verloren werden.” Er sprach darauf an, dass Hunde sich nach so einem Gewaltakt mit den normalen Rastzeiten nicht so schnell erhohlen oder sich frueh im Rennen zu gestresst fuehlen koennten.
Fuer uns beginnt hier eine lange Reise mit wenig Schlaf.
Allerdings filme ich ploetzlich nicht mehr alleine, womit wir natuerlich weit mehr Musher abdecken koennen und uns abloesen werden, waehrend wir in der Kaelte rumstehen und warten.
Ich bin wirklich gespannt, wie die Clips der Studenten aussehen werden. Fuer Braeburn hatten wir schon besprochen, dass jemand draussen bleibt um einen Musher im Checkpoint ankommen zu sehen und dann sofort reingeht um einen Clip zu schneiden und sich dann mit dem Filmen abloesen laesst. So bleibt auch jeder warm. Aber wir werden mal sehen wie es klappt. Es ist Mitternacht und die Jungs sind immer noch nicht im Bett. Gegen 7 Uhr morgens muessen wir aufstehen und unsere Sachen zusammenpacken. Ich bin mal gespannt, wie sie morgen Nacht um 4 Uhr aussehen…
Ich bin froh, dass Freitag der 13te vorbei ist.
Morgen geht es endlich los…
Peter Kamper
2009 Yukon Quest Trail Blog 11
Februar 13, 2009 by admin
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Als ich gegen Mitternacht noch in eine Kneipe ging, sass dort David Dalton und wir tranken ein paar Bier zusammen.
Ich koennte viele interessante Geschichten ueber den Musher erzaehlen, habe allerdings nicht genuegend Zeit, dies zu tuen. Dave Dalton wird dieses Jahr sein 19. Yukon Quest angehen. Er ist damit nach dem nicht mehr teilnehmende Musher Frank Turner der einzige Musher mit den meisten gefahrenen Yukon Quest Rennen. Als er vor Wochen seine Packsaecke fuer die verschiedenen Checkpoints in Fairbanks abgab, wurde er von Matthias, einem Reporter der Fairbanks Tageszeitung interviewt.
Im Interview erwaehnte Dave, dass sein Cholesterin-Spiegel zu hoch sei und er dieses Jahr nur Muesli auf dem Trail essen wuerde. Mit einem Blich auf sein Bier meinte ich:”…. und, …wie sieht’s mit dem Cholesterin-Spiegel aus ?” Er guckte mich etwas verdutzt an. “Du hast gesagt, dass du nur noch Haferflocken mit auf den Trail nehmen kannst, weil alles andere zu ungesund ist”, fuege ich mit einem weiterem Blick auf sein Bier hinzu. Er grinst.
“Dave, …” meine ich: “Ich will ehrlich sein: Seitdem ich gehoehrt habe, dass du den Trail mit Haferflocken angehen willst, bist du aus meiner Top 5 Wette fuer’s YQ raus.”
Dies scheint ihn gar nicht zu beunruhigen. Er erkaert mir, dass er jede Menge fettiges Futter mitnehmen wird. “Also hast du gelogen ?”, frage ich. Er schuettelt den Kopf. Dave ist zwar ein hervorragender Musher aber nicht fuer lange Reden bekannt. “Na gut…, dann…. auf welcher Plazierung siehst du dich ?” Dies ist immer eine interessante Frage. Falls ein Musher sagt, dass er auf dem 15. Platz abschneiden wird, kann man ihm leicht misstrauen. Falls ein Musher - speziell ein Musher mit solch grosser Erfahrung wie Dave - von sich aus den 4.Platz in Anspruch nimmt, meint er es Ernst. Er hebt 4 Finger, guckt mir direkt in die Augen und erklaert mir seine Strategie.
Ploetzlich steht Jason Mackey neben uns . Er ist Lance Mackey’s Bruder und wird das Rennen ebenfalls angehen. Innerhalb von kuerzester Zeit sind Dave und Jason ueber ihre Rennstrategien auf der langen Strecke zwischen Pelly Crossing und Dawson City am diskutieren. Mir wird ploetzlich klar, dass die beiden zusammen oder zumindest nah beieinander fahren wollen. Ich frage nicht nach. Dies waere unhoeflich, …. Und Musher luegen eh fast immer.
Statt dessen nehme ich ihn spaeter bei Seite und frage ihn: “Welchen Platz willst du belegen ?”
“Oh, ich bin hierhin gekommen um zu gewinnen,” meint er mit selbstsicherer Froehlichkeit, “und ich habe das Team um es zu schaffen.” Seine Augen und seine schnelle, eher abgehackte Art zu reden erinnern mich auf eine fast erschreckende Art an seinen Bruder Lance. Ich hatte Jason Mackey nie als ernsthaften Konkurrenten fuer den 1.Platz im Yukon Quest gesehen, aber sein Selbstbewusstsein ist beeindruckend. Nach ein paar weiteren Fragen stellt sich heraus, dass er wirklich nach Whitehorse kam um das Yukon Quest zu gewinnen: “Es ist eine Familiensache,” meinte er ueber sich und seine Brueder. “Erst war Rick dran (Rick Mackey - YQ Gewinner 1999, dann war Lance dran (vierfacher YQ-Gewinner) und jetzt bin ich dran um unseren Familien-Namen zu verteidigen.
Er scheint die Sache Ernst zu nehmen. Noch 36 Stunden vorher hatte ich Jason Mackey mit dem YQ Race Marshal Dough Grilliot diskutiert. Dieser meinte: “Jason sagt, dass er keine Hunde von Lance in seinem YQ-Team fuehren wird, aber das glaube ich ihm nicht.” Mir gegenueber war Jason, der das Rennen unter seinem eigenem Kennel-Namen ‘Top Notch Kennels’ antritt, etwas offener gegenueber: “Ich habe ein paar Hunde im Team die Lance wahrscheinlich im Iditarod benutzen wird.” Ob diese nun aus seinem eigenem Kennel oder dem Kennel seines Bruders stammen, sagte er allerdings nicht.
”Ich habe von vorne herein gesagt, dass ich nicht beim YQ antreten werde bis ich mir sicher bin, dass ich das Rennen gewinnen kann.” Er laesst die rechte Hand ueber den Tresen gleiten und fuegt hinzu:” Dieses Jahr lege ich alle Karten auf den Tisch. Ich fahre auf Sieg.” Von allen Teilnehmern des Rennens scheinen Jon Little, William Kleedehn und Hans Gatt die groesste Sorge dieser beiden Konkurrenten zu sein.
Jon Little hat Geruechten nach 3 sehr gute Leithunde von dem in Alaska ueberall bekannt Langstrecken-Musher Jeff King fuer das Rennen erhalten. Er waere, so sagt man, sonst garnicht erst zum Rennen angetreten.
Wir verabschieden uns erst, als die Kneipe schliesst.
‘Heute abend habe ich einfach Spass”, meint David Dalton. “Morgen wird es ernst.”
Peter Kamper
2009 Yukon Quest Trail Blog 10
Februar 13, 2009 by admin
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Mittwochabends werden die Musher der anwesenden Oeffentlichkeit vorgestellt.
Ich lasse die Studenten im Hotel und gehe ein bischen vorher zum Treffen. Die Musher muessen 200 Poster unterzeichnen. Bevor deren Handgelenke lahm werden, gehe ich herum und lasse die Poster fuer die Mile 101 Crew unterzeichnen. Es ist gut, alte Musher und neue Gesichter zu sehen.
Ja, auch dieses Jahr werden wir warmes Wasser fuer die Hundefuetterung und gutes Essen zur Verfuegung stellen.
Ueber 200 Leute kommen zum Treffen, an dem Musher sich der Oeffentlichkeit stellen. Viele der YQ-Musher sind ein bischen scheu. Sie sind mehr an Hunde und frische Luft gewoenhnt, als an einen mit Leuten vollgepackten Raum.
Ohne Frage war es natuerlich schoen, dass viele Veteranen des Rennens mich begruessten obwohl es sicherlich viele weit haerter arbeitende Freiwillige im Rennen gibt als mich. Wie die Musher all die Leute entlang des Trails im Kopf behalten koennen ist mir immer noch schleierhaft.
Sie erinnerten sich an mich, an Mile 101 mit seinen Geschichten und dem guten Essen, das ueber die Jahre seine Spur hinterlassen hat. Dieser Ruhm gilt eigendlich guten Maennern wie Rainer Fischer und anderen Koechen, die unsere Kueche bekannt gemacht haben.
Ich rede nur kurz mit Hans Gatt und fasse meine Frage damit in wenige Worte: “Rennst du das Rennen um zu gewinnen oder trainierst du auf den Iditarod ?” - “Ich will gewinnen,” meint er.
Die kurze Antwort, in der Tonart wie er sie gibt, sagt mir mehr als ein langes Interview. Hans meint es Ernst.
Meine ‘Welpen’, das Videoteam, haben sich unter anderem Brent Sass fuer ihr Filmprojekt ausgesucht. Er will das Rennen ebenfalls gewinnen. Er ist hungrig auf einen Sieg. Ich diskutiere mit ihm das Ende des Rennens, das am Schluss fuer 300 km ueber mehrere schwierige Flusstaeler, Eagle Summit, Rosebud Summit und Boulder Summit fuehrt. “Ich habe in den Huegeln noerdlich von Fairbanks trainiert”, meint Brent Sass. “Ich glaube, dass wir in Hinsicht auf Berge das erfahrenste Team im Rennen sind.”
In dieser Hinsicht sind wir uns nicht ganz einig. Ich zaehle einige andere Teams zu der Kategorie von ‘Berg-Teams’. Dazu gehoehrt zum Beispiel John Little, Jason Mackey und auch Dave Dalton, dessen Hunde im Sommer Gletschertouren machen. Allerdings einigen wir uns trotzdem darauf, dass das Rennen zwischen Central und dem neuem Checkpoint ‘Two Rivers’ 70 km vor der Ziellinie entschieden wird.
Ich bin davon ueberzeugt, dass auch dieses Jahr Eagle Summit wieder eine Rolle spielen wird und er gibt mir Recht. Stunden spaeter finde ich heraus, dass auch andere Musher so denken.
Peter Kamper
2009 Yukon Quest Trail Blog 9
Februar 13, 2009 by admin
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Wie oft habe ich gesagt, dass man die Geschichten des Yukon Quest niemals schreiben kann. Schon gestern und heute hat sich diese Wahrheit wieder einmal erfuellt. Zuerst kamen meine Welpen erst einmal 45 Minuten zu spaet zum Bus in dem wir nach Whitehorse fahren sollten. Um 6 Uhr morgens sind die meisten Leute nicht der besten Laune und jeder wollte einfach abfahren. Alle waren auch brav zur rechten Minute im Bus, …. ausser meinen Studenten.
Ueber den Lautsprecher wurde durchgesagt, dass man noch auf das Video-Team wartet. Mir ist die Sache eher peinlich. Ich krame schlussendlich die Telephonnummer des leitenden Studenten hervor und rufe ihn ueber Handy an: “Wo zum Teufel steckt ihr ?” “Wir sind nur fuenf Minuten entfernt. Tut mir Leid, aber Cricket….” Ich underbreche ihn:” Ich brauche keine Entschuldigung, ich brauchte euch hier vor 20 Minuten.” Dann haenge ich auf.
Als altem Hasen bringt man mir einiges an Gutmuetigkeit entgegen, aber der Bus wartet immer noch auf meine Studenten. Der Race Marshal kommt auf mich zu:”Wie dringend brauchst du die ?” Er hat keine Lust zu warten. Wir kennen uns seit langer Zeit. Seine Frage ist mit aller Hoeflichkeit und Kuerze ernst gemeint. “Nun ja, ..”….wir versuchen ein Movie fuer’s Quest zu drehen und dies waere das Ende, falls wir sie nicht mitnehmen,”erklaere ich zoegernd.
Fuer ein paar Sekunden denke ich wirklich daran sie einfach in Fairbanks zurueckzulassen.
“Eins kann ich dir sagen….” grummelt der Renn Marshall: “ Bei mir haben sie schon erst Mal Minuspunkte, bevor ich sie gesehen habe,…. und das ist schlecht.”
Er meint dies Ernst.
Als die Studenten schlussendlich eintreffen, wird mir von der jungen Studentin, die an der Verspaetung Schuld war eine komplizierte Geschichte erzaehlt in der sie eigentlich die anderen Studenten abholen sollte, ihr Freund allerdings morgens um 5 Uhr noch ihr I-Phone mit neuen Programmen fuellen wollte und dies die Programme auf dem Handy loeschte, worauf man die Telephongesellschaft anrufen musste, da diese das Telephon neu einstellen kann, dies aber nicht klappte bis man das Telephon per Hand neu umgestellt hatte, und….”
Ich underbrach sie: “Selbst meine 17-jaehrige Tochter hat bessere Entschuldigungen als du. Bring dein Zeug zum Bus und steig ein.” Ich war sauer.
Die Fahrt macht eher Spass. Jemand hat etwas Bier mitgebracht und ich sitzte hinten im Bus mit ein paar Tieraerzten und dem Rennmarshal. Nachdem wir die Grenze Richtung Kanada ueberqueren, oeffnen wir das erste Bier und fachsimpeln ueber das diesjaehrige Rennen.
Meine Stundenten sind immer noch fast wie bewusstlos am schlafen. Ich habe das Gefuehl, dass etwas mehr hinter deren Verspaetung steckt als ein Handy mit Programmfehler.
Im Dunkeln werden wir dann am Alaska Highway abgesetzt. Sebastian Schnuelle’s Einfahrt war schlecht zu sehen, da er diese nicht mit dem Schneepflug freihaelt, aber es klappt doch alles. Sein Auto steht da, wir starten es bei -20 C und fahren zu seiner Huette.
Dort steht schon Sebastian im Schnee und begruesst uns. Er verabschiedet grade Jason Mackey, der mal kurz auf seiner Fahrt nach Whitehorse vorbeigekommen ist. Wir sagen kurz guten Tag bevor er wieder abfaehrt und setzen uns dann in die gemuetliche Huette des Mushers.
Ich habe hier keine Zeit um ueber den schoenen Abend und den naechsten Morgen bei Sebastian zu berichten, aber es war die perfekte Einfuehrung fuer mein Filmteam. Wayne Hall und Mark Sleightholme, die beide am diesjaehrigem Yukon Quest teilnehmen, waren ebenfalls mit ihren Teams dort. Mark wird mit Hunden aus Sebastian’s Blue Kennel antreten.
An einem wundervollem Morgen mit blauem Himmel durften die Studenten auch zugucken, wie die Teams auf einen kleinen Trainingslauf gingen und hatten ein paar wirklich gute Gespraeche mit den Mushern.
Ich muss Sebastian wirklich danken, dass er uns so nett und lehrreich aufgenommen hat. Immerhin hatten meine Studenten bis dahin noch nicht einmal gewusst, wie man einem Hund einen Harness (das Zuggeschirr’) anlegt und Sebastian beantwortete Fragen in seiner ueblichen, erfrischend ehrlichen Art und Weise.
So konnte mein Team dann auch einen Tag spaeter mit weit mehr Wissen in Whitehorse ankommen.
Die erste Nervositaet war vergangen, nachdem sie nun schon mit drei Yukon Quest Mushern gemuetlich zusammengesessen hatten.
Das erste ’schnuppern’ ins Rennen war getan, der Tag war sonnig und warm (-20 C) und die Studenten begriffen in der eher lockeren und herzlichen Stimmung die sie in seinem Kennel trafen, dass Musher tatsaechlich ganz normale Menschen sind.
Peter Kamper
2009 Yukon Quest Trail Blog 8
Februar 12, 2009 by admin
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Hallo Y.Q. Freunde
Das Meet the Musher war, wie im letzten Jahr auch ein Treffen von Baron Muenchhausen. Der einzige der mich richtig ins Gruebeln gebracht hat war Sab Schnuelle, der ja in seinem Newsletter angekuendigt hatte erstmal verhalten zu fahren und dann ab Pelly Crossing weiter zu sehen, ob es eine Camping-Fahrt macht oder angreift. Nun gestern abend war von verhalten Fahren nichts zu hoeren. Hat er im Vorfeld schon eine falsche Faehrte gelegt? Es ist durchaus moeglich, dass er von vornherein auf Rennen faehrt und nicht auf Campingtour geht. Nur mal so erwaehnt die noch nicht getippt haben oder Ihre Meinung noch aendern wollen. Diese Aussage laesst genug Spielraum fuer Spekulationen. Aber auch die jungen Wilden, wie Josh Cadzow und Jason Mackey geben sich sehr selbstbewusst. Ich denke die werden noch fuer die ein oder andere Ueberraschung auf dem Trail sorgen. Es war ein schoener Abend und die gesamte Musher Riege sass eine Stunde an einem langen Tisch und schrieb Autogramme und beantwortete Fragen. Fuer eine deutsche Austauschschuelerin die hier in Whitehorse noch bis Juni ist, war es ein unvergesslicher Abend. Die wusste von nichts und wurde von Ihren Eltern per Email ins Riverview geschickt. Dort empfing ich sie und erzaehlte ihr was wir heute abend machen werden. Da auch sie Hunde-verrueckt ist und sich fuer den Yukon Quest interessiert, war es ein unvergessliches Erlebnis, all die Musher die sie nur von Berichten her kannte nun hautnah zu erleben und sich ein Poster mit Autogrammen der Y.Q. Teilnehmer unterschreiben zu lassen. Eddi und Aggi datt hatt Ihr jot jemaat, falls Ihr diese Zeilen lest ,es war Weihnachten im Februar fuer eure Tochter. So nun ist es kurz vor halb fuenf in der frueh und ich werde versuchen nochmal an der Matratze zu horchen. Bis spaeter.
Gruss Sui
2009 Yukon Quest Trail Blog 5
Februar 9, 2009 by admin
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Auf jeden Fall werde ich mit der Gruppe am 10. Februar hier in Fairbanks in einen Yukon Quest-Bus steigen, der uns dann nach Whitehorse bringt. Wir werden fuer fast 13 Stunden in diesem Bus sitzen, bevor wir abends an einem nettem Hotel nahe der Startlinie des Rennens abgesetzt werden.
Danach werden wir 4 (!) Tage in diesem Hotel verbringen bevor das Rennen beginnt. VIER TAGE…. !!
Unser weibliches Teammitglied ‘Cricket’ wird hoechstwahrscheinlich ein Hotelzimmer mit einer Tieraerztin teilen. Dies ist natuerlich brilliant fuer uns alle, da sie damit sicherlich leichter Interviews mit Tieraerzten organisieren kann.
Wir drei Jungs werden uns aus Kostengruenden zwei Doppelbetten in einem Zimmer teilen. Hm…
Ich freute mich sicherlich nicht auf vier Tage in Whitehorse, aber die Goetter sind mir mir diese Woche hold:
Als ich mit Sebastian Schnuelle telephonierte und ihm erklaerte wie ungerne ich meine Zeit in einem kleinem, ueberfuelltem Hotelzimmer mit 22jaehrigen Jungen verbringe, meint er in seiner typischen Art: “Eh, …., mein Platz liegt direkt auf dem Weg nach Whitehorse,… nur ungefaehr 50 km vor der Stadt. Wieso laesst du dich da nicht einfach rausschmeissen und du verbringst die Nacht bei mir im Schlafsack ? Ich muss am naechsten Tag eh in die Stadt fahren. Dann fahre ich dich nach Whitehorse. Wayne Hall ist auch hier.”
Wayne Hall ist eine Trapper/Musher, die das YQ angehen wieder Mal angeht. Er lebt in Eagle und ich bewundere ihn mehr als einige andere Musher. Seine Trapper-Hunde werden das Rennen definitiv beenden. Allerdings ist dies nicht der wirkliche Grund, wieso ich ihn bewundere. Darueber mehr spaeter….
Ein kleines Teufelchen sitzt auf meiner Schulter und redet mir ein, dass ich die Crew alleine nach Whitehorse fahren lassen kann. Es ist ja nur eine Nacht. Dann werde ich mir allerdings wieder meiner ungewohnten und neuen Verantwortung bewusst. Ich habe nun mal die Crew mit mir. Die Rede des Professors kommt mir in den Sinn: “Du bist fuer die Studenten verantwortlich.
Drei Welpen an der langen Leine. Ich habe selbst zwei Kinder. Ich kann die Crew am ersten Tag nicht alleine lassen. Meine Antwort ist das Echo meiner Gedanken:
“Ich kann die Film-Crew nicht alleine lassen. Ich wuerde drei Studenten mitbringen…”.
“Na, dann muesst ihr eben auf dem Boden schlafen, aber das ist doch kein Problem, oder ?”
Je nach Temperatur kann der Boden einer Huette recht kalt werden. Ein etwas verschmitztes Laecheln gleitet ueber mein Gesicht und ich denke nach….:
Hmmmm, …es waere nicht uebel zu sehen wie die Crew sich vor dem Rennen unter solchen Bedingungen benimmt bevor es Ernst wird. Die ‘Schnuelle-Huetten’ sind warm und in gutem Zustand, aber ich bezweifele, dass mein Team viel nordische Huettenerfahrung hat.
Falls Wayne und Sebastian sich interviewen lassen wuerden, waere dies ebenfalls ein unverhoffter Mushing-Kurs fuer die Crew. Auch waere es gut sie mal aus dem Schlafsack rauszuschmeissen um ohne Dusche einer Fuetterung zuzugucken. Ich lache bei dem Gedanken…
“Es sind nur 500 Meter von der Hauptstrasse bis zu meinem Haus. Ich stelle da oben meinen Truck an die Hauptstrasse und lass den Schluessel stecken. Ihr koennt dann mit eurem Gepaeck reinfahren”, fuegt Sebastian hinzu.
Im hohen Norden sind Angebote wie ‘ich lass den Schluessel stecken’ eher normal. Ich denke ueber das Angebot nach und zoegere nicht lange. Eine Nacht in einem Hotel in Whitehorse oder ein Besuch bei zwei Yukon Quest Mushern und ihre Teams 4 Tage vor dem Rennen ? Die Wahl faellt leicht.
Ich werde gerne zuhoehren, waehrend Sebastian und vielleicht sogar Wayne die Fragen meiner so jungen Crew auf die eine oder andere Art und Weise beantworten. Beide sind professionelle Musher.
Als ich danach Nathan anrufe um Computer-Programme und ‘Video-Uploads’ entlang des Trails zu diskutieren, erklaere ich ihm am Schluss, dass wir wahrscheinlich 50 km vor Whitehorse den Bus verlassen werden anstatt in ein gemuetliches Stadt-Hotel zu fahren. Er zoegert fuer den Bruchteil einer Sekunde und meint dann zoegernd: “Ja, ok..?”Das Fragezeichen in seiner Antwort zeigt erneut, dass die Mitglieder des Teams nicht an Ueberraschungen gewoehnt sind.
Sebastian Schnuelle’s Einladung war das Beste, was der Crew passieren konnte. Jetzt muss ich nur noch den Bus dazu bringen irgendwo an der langen Strasse nach Whitehorse im Dunkeln anzuhalten und uns rauszulassen und unser Gepaeck aus dem Stauraum zu zerren. Falls dies klappt, wird uns das sicherlich nicht zu einem der besten Freunde des Busfahrers machen.
Fuer die Studenten wird allerdings spaetestens hier das Abenteuer beginnen….
Hoffen wir, dass man uns bei Sebastian rauslaesst, denn ansonsten werde ich nur ueber die im Winter eher kurze Speisekarte des Hotels in Whitehorse berichten koennen.
Wir werden sehen….
Yukon Quest Trail Blog 13
Februar 20, 2008 by admin
Filed under dogmushing, yukonquest
Ich sitze hier mit gerunzelter Stirn und versuche zu ueberlegen, was ich sonst gelernt habe….
Jedes Jahr lerne ich als Nichtmusher ein bischen mehr ueber Hunde, und dieses Jahr mehr als sonst.
Ich habe zum ersten Mal bewusst Musher anstatt Hunde studiert und damit die Energie zwischen diesen beiden Einheiten vielleicht ein bischen besser verstanden.
Wenn Brent Sass die Ziellinie ueberquert, werde ich sicherlich nochmals etwas dazu lernen.
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Es ist ohne Zweifel ein seltsames YQ-Jahr.
Das Eis des Yukon River dagegen hat seinen Zoll genommen weil der Trail schwierig war. Eagle Summit, …. so denke zumindest ich, …. hat seinen Zoll genommen weil Musher ihn als grosse psychologische Huerde fuer sich selbst ansahen sowie Lust und Laune bei -40 C gering waren.
Es waren meist Musher, die aufgaben. Nur ein…. vielleicht zwei Teams gaben aus Fuehrsorge fuer ihre Hunde (gerechtfertigt) auf. Ansonsten uebertrug sich dort die Laune des Mushers einfach auf’s Team. Der Leithund war nicht mehr der Musher. Man koennte dies auch eine ‘politische Revolution’ nennen in der der Musher abgewaehlt wurde.
Das Eis des Yukon, der minderwertige Trail entlang des Flusses, …. all dies sind allerdings Tatsachen die sich nicht bestreiten lassen und mich ehrlich gesagt nicht nur traurig sondern auch aergerlich stimmten.
Vieles von dem was ich in Gespraechen entlang des Trails hoerte, habe ich nicht weitergegeben. Es war ein Chorus an Beschwerden ueber den Trail und andere politische Aspekte des Rennens. Diese Dinge waren mir nicht neu….
Ich ueberlege sehr schwer darueber nach, mich dieses Fruehjahr nach 5 Jahren erneut zur Wahl als einer der 9 alaskanischen Direktoren des Rennes zu stellen, werde es allerdings nicht tuen wenn eine Basis aus Musher-Veteranen und Rennrichtern nicht das selbe tut.
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Aber…., all dies beiseite:
Heute nacht (ca. 10- 14 Uhr MEZ) werden wir den Gewinner des 2008 Yukon Quest kroenen.
Ich werde sicherlich ueber den 3. bis 7. Platz und hoffentlich weit mehr berichten.
Ragnar wird seine Haende mit der Wette (siehe ‘Tippspiel’ in der YQ-Rubrik) voll haben. Immerhin haben viele Leute sehr gut getippt.
Auf jeden Fall liegt das von allen Mushern unterzeichnete 2008 Poster bereit und ich kann es an den Gewinner versenden sobald ich kommenden Sonntag nach Hause fahre.
So,
jetzt heisst es Batterien zu laden.
Hoffentlich kommen Ken Anderson und Lance Mackey innerhalb von einer Stunde an, denn ich will auf den zweiten Platz nicht die ganze Nacht warten.
Bis spaeter,
Peter
PS:
Zitat von Hugh Neff im Checkpoint Eagle:
“Ich habe mir immer mal gewuenscht das YQ ohne die Deutschen zu rennen. Jetzt allerdings vermisse ich sie.
(Gemeint sind William Kleedehn, Gerry Willomitzer und natuerlich der Oesterreicher Hans Gatt.)


