Mile 101 Blog 36

Februar 9, 2008 by  
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Viele Dinge wurden heute abend entschieden.
Ich hatte zum Beispiel nicht damit gerechnet von Mile 101 als Videographer dem Trail bis Circle zu folgen, um dann mit einem einmotorigem Flugzeug dem Trail ueber den Eagle Checkpoint bis nach Dawson zu folgen. (Ich vermutete, dass ich ueber Strassen nach Dawson fahren werde.)
Natuerlich hatte ich seit 2002 immer darum gebeten Filme in Eagle zu drehen aber nie erwartet, dass dies wirklich passieren wuerde.
Heute allerdings wurde mir erklaert, dass ich tatsaechlich ueber Eagle nach Dawson fliegen soll nachdem wir Mile 101 schliessen.
Dies heisst fuer mich allerdings, dass ich eine Menge Feuerholz fuer zuhause schneiden muss und nach dem Start des Rennens bis zum 24.Februar nicht nach zuhause zurueckkehren werde.
Ich werde Dienstag nachmittag aus Circle ausfliegen. Da es sich um einen einmotorigen Buschflug handelt, beinhaltet die Abflugszeit wie immer ein riesiges Fragezeichen, das ebenfalls Wetterbedingungen enthaelt.
Es wird auch fuer mich ein langer Trail werden.
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Mikel,…. falls du dies liesst:
Ich werde nach meiner Zeit in 101 die alte YukonQuest-Jacke tragen, die du mir letztes Jahr verkauft hast. Sie ist weit besser fuer die jetzigen Temperaturen geeignet als meine eigene Ausruestung. Danke !!
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Fuer diejenigen, die auf Videos warten, solte ich erwaehnen, dass ich zwar Test-Videos auf die offizielle englische YQ-Site hochgeladen habe aber diese nicht auf der Webseite erscheinen. Keine Ahnung warum. Ich bin allerdings alt genug um meine eigenen Fehler in Betracht zu ziehen. Vielleicht mache ich ja was falsch.
Im schlimmsten Falle werde ich Videos auf meine eigene Site stellen und Ragnar die Links geben mit denen er sie hochladen kann.
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Ich freue mich auf den Trail, alte Bekannte und die Musher.
Frank Turners ruhige Art hat sich nicht geaendert. Er erscheint ruhiger und selbstbewusster denn je. Er wird seine Hunde nie zum Sieg antreiben und ist trotzdem einer der erfahrenste Musher des Rennens.
David Dalton hat das bischen Fett angesetzt, das ich von einem erfahrenem Musher vor dem 1600 km Rennen erwarte.
Lance Mackey’s Haendedruck ist so solide und schnell wie immer. Ich vermisse allerdings David Dalton’s Fettreserven.
Ich bin nur Zuschauher….
Mehr sollte ich ueber die Musher nicht sagen, denn auch dies koennte ein ganzes Buch fuellen.

Mile 101 Blog 35

Februar 9, 2008 by  
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Wir werden ueber 10 kg vorbebratenen Speck mit nach Mile 101 bringen. Bevor der Speck in den grossen Oefen des Ivory Jacks Restaurants halbfertig vorgebraten wurde damit wir weniger Arbeit haben wog er ca. 30 kg.
Ivory Jacks ist unser groesster Sponsor seit 1999 und einer der Gruende, wieso wir so bekannt fuer unser Essen sind.
Die meisten Checkpoints verkaufen Essen um Geld fuer das jeweilige Dorf zu verdienen. Da Mile 101 ein verlassenes Goldgraeber-Lager ist und wir sicherlich keine Interesse daran haben Geld zu verdienen, gibt es bei uns Fruehstueck und Abendessen kostenlos.
Allerdings will man auch seine Sponsoren gluecklich machen, und dies kann man zum Beispiel tuen indem man ihnen ein von allen Mushern unterzeichnetes Poster gibt.
Kurz vor dem ‘Musher-Treffen’ waehrend dem Fans mit Mushern reden koennen, muessen die Rennteilnehmer 200 Poster fuer die groesseren Sponsoren des Rennens unterzeichnen.
Normaler Weise sind Aussenstehende zu dieser Unterzeichnung nicht zugelassen, aber da mein Gesicht ueber die Jahre recht bekannt geworden ist, konnte ich mich und meine fast 17jaehrige Tochter in das Geschehen einschmuggeln.
Zena ist seit ihrem 5. Lebensjahr ein Freiwilliger des Dogdrop Mile 101 und mit etwas Vaterstolz muss ich sagen, dass Musher ihr viel lieber Unterschriften liefern als mir…..
Jeweils eines der von Mushern unterzeichneten Poster wird an das Ivory Jacks Restaurant gehen das uns so viele Lebensmittel gibt. Ein weiteres geht natuerlich an den alten Goldgraeber Steve Olson, dessen Huetten wir als ‘Dogdrop’ benutzen.
Ein weiteres Poster wird wie jedes Jahr an Carsten Thies gehen, der frueher als einziger offizieller YQ-Photograph und heute als Leiter einer von ihm geleiteteten Photo-Crew weit mehr produziert als von ihm verlangt wird.
Der Rest der Poster wird an diejenigen Mitglieder der 101 Crew gehen, die mehr als zwei Jahre lang den Dogdrop bemannt haben.
Eric Cossmutto, der dieses Jahr ja nun den gesamten Trail mit dem Motorschlitten abfahren wird (werde ich ihm nie verzeihen, aber er wird danach mit weit mehr Erfahrung nach 101 zurueckkommen) bekommt natuerlich auch eins.
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Es war Spass all die Musher und Offiziellen wieder zu treffen:
Ein kurzes Gespraech mit dem neuen Marshal des Rennens ueber Regeln in Mile 101 ueber die wir uebereinstimmten….
Ein paar Worte mit Tieraerzten die dem Rennen folgen werden…..
Ein kurzer Handschlag mit Vern Starks, dem leitendem Tierarzt des Rennens.
Er traegt eine ca. 30jaehrige Erfahrung als Tierarzt in sich. Sein mit Falten ins Gesicht geschriebenes Laecheln kann taeuschen. Er war auch letztes Jahr Leiter der Tieraerzte des YQ und die Lachfalten verschwinden recht schnell wenn es um die Gesundheit der Hunde geht.
Wer mit ihm redet wird zuerst nicht begreifen, dass mehrere Universitaeten mit ihm zusammen arbeiten und er in der Tiermedizin selbst ueber die USA und Kanada hinaus gekannt ist.
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Ende Teil 1

Mile 101 Blog 34

Februar 9, 2008 by  
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Dies ist kein Buch.
Ich hoffe, dass bisher jeder soweit mitgelesen hat um die meisten vorher genannten Namen mit vorhergehenden Geschichten in Verbindung bringen zu koennen.
Vor einigen Tagen hat Eric nun den gesamten Trail bis hoch auf Eagle Summit komplett abgesteckt.
Hoffen wir mal, dass dies haelt:
Der letzte (heutige) inoffizielle Trailreport von Eric Cosmutto besagt, dass Eagle Summit besser denn je markiert ist und ich muss ihm Recht geben.
Mehrere kleine Karibou-Herden haben allerdings den zwischen Chena Hot Springs und Mile 101 ausgelegten Trail in den letzten 10 Tagen als ihre persoenliche Autobahn benutzt (“Wow, ein Trail…. toll.  Ausprobieren !!”, denkt sich das Leittier der Herde.) und damit sind beachtliche Loecher von Hufen in den Trail gestampft worden.
Ron und Travis werden Freitag in Mile 101 ankommen und den Checkpoint Samstag mittag in Richtung Fairbanks mit ihren Motorschlitten zu verlassen um die offiziellen Trailbreaker (Mark, ‘Rattles’, Eric und jemanden namens Andy) auf Rosebud Summit zu treffen.
Der Sinn des Treffens auf dem Gipfel ist es, den Trail mit 2 extra Motorschlitten (insgesamt 6 Motorschlitten) in Richtung Mile 101 wieder auszubuegeln.
Letzten Informationen nach hat der Gipfel des Eagle Summit eine halbwegs gute Schneedecke und ist sicherer als je.
Kaum mehr als drei Tage bis zum Beginn des Rennens….

Peter

Mile 101 Blog 33

Februar 9, 2008 by  
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Dies bringt mich allerdings zu ‘Rattles’.
Die wenigsten Leute kennen den wirklichen Namen dieses Trailbreakers, der eigenen Aussagen nach ueber das letzte Jahrzehnt mehr als 42.000 km entlang des Quest Trails zurueckgelegt hat.
‘Rattles’ ist (meinen Schaetzungen nach) ungefaehr 45 bis 55 Jahre alt. Seine Jacke ist immer dreckig, seine Energie ansteckend, seine Art einzigartig und seine Stimme ist laut. Aus irgendwelchen Gruenden scheinen ihn ueber das letzte Jahrzehnt weder Tiefschnee noch -50C beeindruckt zu haben.
Auch traegt er keine der Freiwilligen-Abzeichen, die so oft vom YQ verteilt werden.
Ich traf ihn vor einer Woche mal wieder im Twin Bears Camp des Junior Quest waehrend er einen Teller Elchgulasch ass.
“Peter….”, meinte er mit seiner lauten Stimme. “Wie geht’s,…. hast du schon die neusten Nachrichten ueber den Yukon River gehoehrt ? Oh Mann, da draussen ist es schlimmer als seit langem.” Er lacht aus vollem Halse in seiner gewoehnlichen Art. Er ist einer der Trailbreaker, die den Fluss vor Jahren absteckten als aehnlich verheerende Konditionen herrschten und scheint sich zu freuen.
“Ich habe gehoehrt, dass einer deiner Mile 101 Trailbreaker dieses Jahr mitkommen will. Es ist verdammt hart da draussen und….”, seine Stimme wird etwas leiser: “…ich habe keine Lust Babysitter zu spielen.”
“Eric Cosmutto hat die Musher auf Mile 101 im Sturm gefunden als die Jungs aus Central aufgaben. Ich denke, dass du auf ihn nicht aufpassen musst. Der Kerl ist verdammt gut,” antworte ich nachdenklich.
Natuerlich kenne ich nicht viele Motorschlittenfahrer, aber Mark Bakes und ‘Rattles’ sind definitiv die besten Trailbreaker, die ich kenne. Dies ist auch ein Grund wieso nie ueber sie geschrieben wurde. Sie legten mit Hilfe der jeweiligen Ortschaften den 1600 km Trail ohne mit Unfaellen oder Schwierigkeiten in die Zeitungen zu gelangen. Dies ist wahrscheinlich ein Kompliment.
“Ja, ja, habe ich auch gehoert,” antwortet er. “Na, wollen wir auf das beste hoffen, eh ?!!”
Er schlaegt mir auf die Schulter und meint: “Und, wo zum Teufel ist Carsten ? Ich mag den Kerl.”
Ich erklaere, dass Carsten und ein grosser Teil seiner Photo Crew schon in Fairbanks ist.
“Carsten will vielleicht den Trail zwischen Circle und Dawson City abfahren um Photos zu machen,” meine ich.
‘Rattles’ runzelt die Stirn waehrend er mit vollem Mund (Elch-Gulasch) mehrere unangebrachte Fluchwoerter ausstoesst.
Im generellen lautet die zensierte Antwort: Wer nicht unbedingt da draussen sein muss, sollte auch nicht da draussen sein….., erst Recht nicht alleine. “Wenn du nicht genau weisst was du tuest werden die Eisschollen deinen Motorschlitten zerlegen.”
Er scheint nochmals nachzudenken, lacht dann wieder aus vollem Halse und amuesiert sich anscheinend koestlich ueber seine eigenen Worte: “Oh yeah, du willst dieses Jahr sicherlich nicht den Yukon River fahren. Das kann ich dir garantieren.”
Ich hoehre dem Mann zu, der grade einen weiteren Loeffel mit Gulasch in den Mund schiebt als waere es das letzte, was er jemals essen wird. Ueber die Worte, die er sprach erscheint er genauso unbesorgt wie ueber sich selbst und den 1600 km Trail, den er vor den Teams angehen wird.

Kurz danach stand er auf, und als ich ihn mit einigen der Freiwilligen des Junior Quest wiederfand, erzaehlte er wie der Motorschlittenguertel (Track) seiner Maschiene eine Woche vorher auf dem Weg nach Fairbanks einriss und abfallen wollten.
“Habe ich mit Nylon wieder zusammen genaeht….., funktioniert.” Wieder sein lautes Lachen, und das unbesiegbare Leuchten in seinen Augen.
Wie er diese Reparatur bei -25 C geschafft hat ist mir schleierhaft, aber ‘Rattles’ ist nicht dafuer bekannt Maerchen zu erzaehlen. Er schafft das unmoegliche, scheint sich am meisten ueber sich selbst zu amuesieren und nach mehr als einem Jahrzehnt als Trailbreaker ist er hoch geachtet.
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Der Yukon River ist meinen Informationen nach bei relativen Hochwasser eingefrohren. Als der Fluss unter dem Eis sank brach die Eisoberflaeche an vielen Stellen ein.
An anderen Stellen steht das Oberflaecheneis laut ‘Rattles’ noch und ist darunter fuer unbekannte Tiefen (30-100 cm) mit einer darauf folgenden Eisschicht hohl.
Ich wundere mich, ob die eingebrochenen Stellen nicht der sicherste Weg waere…..
Die Trailbreaker der Orte entlang des Trails, Mark, ‘Rattles’ und Eric werden dies sicherlich herausfinden.
Ohne Zweifel werden wie immer viele Geschichten des langen Trails niemals niedergeschrieben werden.

Peter

Mile 101 Blog 32

Februar 9, 2008 by  
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Kevin und ich wollten morgen nach Mile 101 fahren.
Im Augenblick zeigt das Thermometer allerdings -41 C und dem Wetterbericht nach werden nordwestlich von Fairbanks morgen ca. -50 C erreicht werden.
Kevin rief mich heute abend an:
” Ich hatte echte Probleme heute morgen meinen Wagen zu starten.” Den Rest liess er in der Luft haengen. Der Dogdrop, fast 60 km vom naechsten Ort (Central) entfernt, ist nicht unbedingt der schoenste Platz um bei heftigen Minustemperaturen stecken zu bleiben.
Plastikkabel brechen und selbst die biegsamen Kupferrohre (Heizoel fuer zwei Oefen im Dogdrop) die ich austauschen wollte, brechen weit schneller als sie sich biegen lassen. In manchen Autos splittern bei solchen Temperaturen die Ueberzuege der Fahrersitze wenn man sich drauf setzt.
“Wenn wir dort die Nacht ueber ohne Strom verbringen werde ich den Truck in solchen Temperaturen am Morgen wahrscheinlich nicht starten koennen, aber ich kann Holzkohle bringen um den Motor anzuwaermen.”
Nun ja, es waere nicht das erste hartgefrohrene Salami-Broetchen an dem ich genagt habe, aber die Idee von -50C interessiert mich wenig.
“Hast du am Donnerstag noch Zeit ?”, frage ich. “Viel haerter kann es ja eigendlich nicht werden. Wieso warten wir nicht mal 24 Stunden ?”
Die Erleichterung in seiner Stimme ist leicht herauszuhoehren: ” Ja, … eigendlich waere ich auch dafuer.”
Die Temperaturen langsam dem Wochenende zu steigen. Auch ich bin erleichtert. Wir werden am Donnerstag hochfahren.
Temperaturen waehrend des Starts des Rennens sollen Wettervorhersagen um -25C liegen. Um den grossen Unterschied zwischen -40 C und -25 C zu verstehen, muss man ihn wohl erlebt haben.
-25 C laesst sich handhaben,…. 40 C bedarf weit hoeherer Aufmerksamkeit und Disziplin, denn Erfriehrungen sind lange nicht so leicht zu spueren wie Kaelte, trocknet Hunde wie Musher mit jedem Atemzug aus …..und kann eventuell toedliche Folgen (oder Amputationen) fuer diejenigen nach sich ziehen, die einsetzende Anzeichen von Erfrierung oder Dehydration nicht rechtzeitig deuten oder keine Moeglichkeiten haben diese zu Beheben.
Nein, …. ich uebertreibe nicht. Leider…. !
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Auch ich habe Carsten Thies’ Artikel auf der offiziellen deutschen Webseite gesehen und kenne die meisten Leute seiner Crew. Allerdings kenne ich keinen der Gruppe so gut wie Carsten, der mit mir zusammen in 2003 das Yukon Quest Photoalbum gruendete und seitdem darauf aufgebaut hat.
Damals hatte er nur eine einzige gute Photokamera und lieferte hervorragende Bilder.
Nicht nur ist er in den letzten 5 Jahren in photographischer Hinsicht gewachsen, sondern hat auch nun eine hervorragende Crew um sich gesammelt.
Carsten wird dieses Jahr wahrscheinlich versuchen, den Trail zwischen Circle City und Dawson mit seinem Motorschlitten abzufahren. Er ist ein hervorragender Motorschlittenfahrer und ich freue mich jetzt schon auf die Photos, die er vom Trail zurueckbringen wird.

(Ende Teil 1)

Mile 101 Blog 31

Februar 9, 2008 by  
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Als die Tieraeztin – mehr als zufrieden mit den Hunden – die junge Musherin verlaesst, rede ich mit ihr um sie wach zu halten. Sie sieht mit 14 Jahren weit unterkuehlter als ihre Hunde aus. Immerhin rollten sich vier ihrer Hunde bei ihrer Ankunft genuesslich im Schnee. Dem Hundeteam geht es gut und ich bewundere die 14jaehrige Musherin fuer den Trail, den sie ausgewaehlt hat. Das Junior Quest ist kein leichtes Rennen.
Das ungeschriebene, aber immer geltende Gesetz ist, dass Musher nach einer langen Strecke zuerst die Hunde fuettern bevor sie selbst essen; den Hunden (falls vorhanden) Stroh geben bevor sie ihren eigenen Schlafsack ausbreiten.
Die Hunde der jungen, mit den Zaehnen schnatternden Musherin sehen weder besorgt noch hungrig aus. Sie erscheinen eher unzufrieden ueber die Rast.
Ich deute auf den Strohballen und meine: :”Geb den Hunden was Stroh und geh in den Checkpoint rein um dich aufzuwaermen. – Wann hast du sie zum letzten Mal gefuettert und getraenkt ?” – “Vor drei Stunden.”
“Wieviel Wasser hast du selbst seit dem Start getrunken ?”  - “Kurz vor dem Start des Rennens eine Cola.”
‘Ah, der typische Fehler, dem selbst Rookies des grossen YQ zum Opfer fallen’, denke ich. Voellig ausgetrocknet.
“Gib deinen Hunden das Stroh, geh rein, waerm dich auf, trink Wasser… und viel davon.”  Ich mache mir Sorgen.
Obwohl ich kein Musher bin haben mir hervorragende Langstreckenmusher, Tieraerzte und Richter ueber das letzte Jahrzehnt meist ohne es zu wissen vieles beigebracht. Ich kann keinen Schlitten packen, aber ich kann sicherlich den Zustand eines Hundeteams oder eines Mushers lesen.
Dies ist auch sicherlich nicht das erste Mal, dass einen Musher sich als schwaechstes Glied eines guten Musher/Hund Teams herausstellt.
Die Musherin teilte das Stroh aus und die Hunde freuen sich. Sie fuehrte eine erstaunlich gute Meute und fuettert diese auch eine Stunde spaeter.
Naechstes Jahr wird sie hoffentlich den Wetterbericht vor dem Rennen lesen und mit besserer Kleidung antreten, aber man kann ein 14jaehriges Maedchen, das solch ein Rennen mit 10 Hunden antritt nur bewundern.

Fuer die Jugendlichen war das Rennen eine hervorragende Erfahrung obwohl, oder wei die Temperaturen im spaeteren Ablauf des Rennens auf -35C absackten.
Ava Lindner gewann das Rennen dieses Jahr und wird naechstes Jahr 18 Jahre alt werden.
Obwohl sie damit nicht mehr am Junior-Quest teilnehmen darf, werden wir sie sicherlich in der Zukunft in einigen der grossen Rennen sehen. Das selbe gilt fuer Wade Marrs, der ca. 15 Minuten nach Lindner das Rennen beendete.
Musher dieser Art, die Mittelstreckenrennen in solch einem Alter unter solchen Temperaturen gewinnen, sollten von der ‘alten Garde’ immer im Augenwinkel behalten werden.
Es ist eigendlich eine Ehre die jungen Musher in Checkpoints wie ‘Twin Bears’ heranwachsen zu sehen und den unumgaenglichen Fehlern zuzugucken die sie machen und von denen sie lernen.
Peter

PS:
Werde ueber 101 hoffentlich Dienstag berichten.
Eric, Brad und Ron sind dieses Wochenende dort gewesen waehrend ich den ‘Twin Bears’ Checkpoint leitete und haben einiges (Ofenrohre, etc)  repariert. Der Trail bis zum Gipfel ist nun komplett abgesteckt.
Ich werde wie gesagt am Mittwoch mit Kevin hochfahren….

Mile 101 Blog 30

Februar 9, 2008 by  
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Obwohl sich dieses Blog um den Mile 101 Dogdrop drehen sollte, moeche ich hier meinen ‘Checkpoint Manager Bericht’ des Junior Quest einfuegen.
Die jungen Musher, denen ich begegnete haben dies sicherlich verdient:
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Eigendlich war es Spass den Twin Bears-Checkpoint zu eroeffnen.
Es bedurfte viel gespaltenes Holz um die zwei grossen Huetten aufzuwaermen, aber das Wetter machte es uns leicht. Draussen waren es nur -15 C.
Freitag abends fielen die Temperaturen allerdings auf -20 C und am Abend an dem die jugendlichen Musher des Junior-Quest ankamen, sackten die Temperaturen auf -30 C.

Eine 14-jaehrige Musherin erschien unterkuehlt und leicht verwirrt als sie fuer eine 8-stuendige Rast bei uns ankam. Ein Rennrichter, der mit einem Motorschlitten zurueck auf den Trail fuhr um das naechste Team zu finden, schlug ihr auf die Schulter und meinte: “Du willst mir doch nicht erzaehlen, dass du aufgibst weil es dir kalt ist, oder ?”
Zu mir murmelt er: ” Sieh zu, dass sie sich bewegt. Bleib bei ihr.”
Einige andere Musher waren vor ihr in den Checkpoint eingefahren und arbeiteten ohne Probleme mit ihren Hunden.
“Beweg dich, nimm die Booties ab.”, meine ich. (‘Booties’ sind Schutzschuhe fuer Schlittenhunde.)
Der Tierarzt ist zur Stelle und fraegt nach den Hunden. Ich trete zurueck und bewundere wie die 14-jaehrige Musherin langsam durch ihr Team geht und nach 90 km Trail mit klappernen Zaehnen ihre Hunde ueberdenkt und diskutiert. Den Hunden geht es gut.
Mein Blick senkt sich auf eisverkrustete Carhart-Jeans (was zum Teufel, … bei -30C )  die sie traegt, dann zurueck auf Fausthandschuhe mit denen sie vergeblich versucht ‘Booties’ abzustreifen oder ‘Gangline snaps’ von den Hunden zu loesen.
Sie steht seit zwei Minuten regungslos im Dunkeln um sich ein Lob ueber die Gesundheit ihrer Hunde und die Idee von Pfotensalbe anzuhoehren.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich gerne einen Tierarzt am Arm greifen wuerde, aber diese sind nun Mal unantastbar. In gewisser Hinsicht ist dies auch gut so.
Als der Tierarzt geht, denke ich immer noch an die Warnung des Rennrichters: ” Sieh zu, dass sie sich bewegt. Bleib bei ihr.”
Curtis Ehrhart, der mir diese Warnung gab ist nicht ‘irgendein’ Rennrichter. Ich kenne ihn seit Jahren als hervorragenden Musher, Rennrichter des 1600 km Yukon Quest und als jemandem, dem man besser zuhoehrt.
Die junge Musherin versucht mit Fausthandschuhen die ‘Booties’ ihrer Hunde abzunehmen und ich muss den Regeln nach geduldig zuschauen. Es tut mir weh : “Hast du Fingerhandschuhe?”, frage ich.
“Nein”.
Sie ist ohne Zweifel durch Wasser gefahren; den gefaehrlichen “Overflow”, der selbst bei strengen Minusgraden Wasser an die Oberflaeche eines Flusses druecken kann.
Abgesehen davon, dass ich an YQ-Regeln gewoehnt bin die Mushern heftige Strafen geben falls Aussenstehende dem Team helfen, versuche ich mich in der kalten Nacht damit zu beruhigen, dass dieses Rennen eine Lehre sein soll.
Lehren koennen allerdings bei -30 C nicht zu weit gehen.
Ich tue, was noetig ist.
Das Junior-YQ ist nicht dem im Sueden Alaskas abgehaltene Junior Iditarod gleich, in dem Temperaturen selten unter -10 C sinken.
Der Unterschied zwischen -10 C und -35 C ist …. wie soll ich es beschreiben…. Ritterruestung und Keflar-Weste ?
Temperaturen fielen in dieser Nacht auf -35 C und selbst erfahrene Musher aendern in solchen Naechten ihre Strategie.
(Ende Teil 1)

Mile 101 Blog 29

Februar 9, 2008 by  
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Der Truck ist gepackt und morgen werden ich mit meinen Kindern aufbrechen um den Twin Bears Checkpoint zu eroeffnen.
Meine offizielle Bezeichnung ist “Checkpoint Manager”.

Dieser Checkpoint ist fuer die 8-stuendige Zwangsrast des 200 km Junior Yukon Quest nach ca. 100 km (Halbzeit) zustaendig. Im Junior Quest duerfen nur 14-17 jaehrige Teilnehmer antreten.
Manchmal ist der Musher der schwaechste Teil des Teams und manchmal der staerkste Teil.
Wir graben immer einen Platz fuer ein Lagerfeuer in den Schnee, an dem die jungen Musher nachts waehrend der Rastzeit viel zu viel Zeit verbringen.
Meine Frau Kelly kocht hervorragendes Abendessen und Fruehstueck fuer die Musher, …. und wie immer fuer die notorisch hungrigen offiziellen Richter des Rennens.
Die jungen Musher geniessen ein bischen mehr Nachsicht, erhalten ein paar mehr Ratschlaege vom Marshal des Rennens, mehr Informationen von Tieraerzten, eher eine lange Rede als eine Strafe von Rennrichtern ; ansonsten sind die Regeln dem 1600 km eigendlich gleich.
Ich bewundere diese jungen Menschen und wie sie ihre Hunde fuehren, … wie sie Fehler ernsthaft untereinander diskutieren, spekulieren,…. davon lernen.
Ich habe einige dieser Musher spaeter weit selbstsicherer und mit einem hervorragendem Langstreckenteam in ‘Dogdrop Mile 101′ wiedergetroffen und habe keine Zweifel, dass ich im hohen Alter eines dieser ‘Kinder’ das Yukon Quest oder den Iditarod gewinnen sehe.
Es macht einfach Spass, fuer solche jungen Musher einen Checkpoint aufzubauen an dem sie trainieren koennen….  
Ich freue mich ehrlich gesagt auf dieses Wochenende.
Vieles liegt heute abend auf der Ladeflaeche meines Trucks was auch kommendes Wochenende im Dogdrop benutzt werden wird.
Training…..
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Zum selben Zeitpunkt werden allerdings Ron, Travis und Eric zum Dogdrop Mile 101 fahren um dort eine Satelittenschuessel aufzubauen und um Parkplaetze fuer die 39 erwarteten YQ-Teams (YQ und YQ300) in den Schnee zu legen.
Wer Fragen ueber das Auslegen von Rastplaetzen hat sollte sich den Blog-Eintrag vom 6.Januar angucken.

Eric hat eigenen Aussagen nach schon 22 Parkplaetze in den Schnee gelegt als er am 17. Januar in Mile 101 war, aber zwei Stuerme und ueber 50 cm Neuschnee haben diese wahrscheinlich fast unsichtbar gemacht.
Eric’s Antwort darauf war: ” Den Schnee kann ich lesen. Ich werde die Parkplaetze einfach nochmal nachfahren.”
Trotzdem ist es bewundernswert wie er sich um Mile 101 kuemmert obwohl er nun ein offizieller YQ-Trailbreaker ist.
“Peter, …. Mile 101 wird immer mein Heim auf dem Yukon Quest Trail sein.”
Seine Augen geben den Worten mehr Gewicht als ein fester Handschlag. Gut. Danke.
Ich nicke.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich stolz bin ein Teil solch einer guten Crew zu sein.

Da ich ueber das Wochenende allerdings den ‘Twin Bears’-Checkpoint fuer das Junior Yukon Quest eroeffne und die Jungs nach Mile 101 gehen um uns fuer’s kommende YQ-Rennen ans Internet anzuschliessen, wurde heute abend folgendes beschlossen:

Travis und Ron sind inoffizielle Motorschlittenfahrer des 101 und Hamster (Ham-Radio Operators). Ich muesste sie hier noch vorstellen, bezweifele allerdings, dass ich vor dem Rennen Zeit dazu haben werde.
Sie werden mit Eric dieses Wochenende nach 101 fahren und die Satellitenschuessel aufbauen, Kabel fuer Generatoren durch den Schnee zu zwei Huetten legen, von Eric mehr ueber den Trail lernen und die schon eingerichteten Musher-Parkplaetze in Mile 101 nochmals abfahren und diesmal mit Markierungen abstecken.
Am kommenden Mittwoch werde ich dann mit Kevin Abbnet (the hamster) dort hochfahren. Waehrend er die Satellitenschuessel einstellt – hochkompliziert…, hat irgendwas mit speziellen Computerprogrammen, Graden und Winkeln zu tuen – wird es wahrscheinlich meine Aufgabe sein Holz zu spalten und Oeloefen in zwei Huetten in Gang zu bringen.
Das Leben eines Dogdrop Managers….

Ich freue mich darauf etwas von ihm zu lernen.
Um so mehr freue ich mich allerdings mal wieder auf den Anblick der kahlen Berge, die so viele Geschichten zu erzaehlen haben.
Ehrlich gesagt ist Mile 101 der einzige Platz an dem ich mir je gewuenscht habe ein Musher zu sein und ein Team zu haben um den Berg anzugehen. Nicht als Kampf, nicht als Rennen, sondern als freundschaftliches Spiel im Team mit den Hunden….
Zu dieser Zeit hing die Sonne allerdings im strahlend blauem Himmel ueber dem kalten Schnee und jeder gute Schlittenhund haette sich um einen Platz im Team gestritten.
Habe ich schon erwaehnt,dass ich kein Musher bin ?

Peter

Mile 101 Blog 28

Februar 9, 2008 by  
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Manchmal wir behauptet, dass Eagle Summit garnicht so schwierig ist.

Die Crew in Mile 101 hat viele gute Musher begruesst, die sagten: “Es ist ein recht netter Huegel, aber ich habe keine Ahnung wieso sich Musher ueber diesen Hubbel beschwehren.”
Dies sind Reden, die besonders bei sonnigem, windstillem Wetter und lockeren -15 C mittags recht gut klingen.
Man antwortet diesen meist neuen Mushern des YQ nicht sondern nickt und hoehrt andaechtig zu wie laecherlich der Berg doch eigendlich ist.
Das “Du hast keine Ahnung wieviel Glueck du gehabt hast”, behaelt man nach ueber 10 Jahren als Dogdrop Manager fuer sich selbst.
Erfahrene YQ-Musher, die diesen Berg waehrend einer der oft vorkommenden Stuerme mit Winden bis zu 100 km/h,  Temperaturen von -40C und dann auch noch nachts angingen, wissen weit mehr ueber den ‘Huegel’, der dort so harmlos unter strahlend blauem Himmel sitzt.

Heute erhielt ich Photos des Trailberichts von Eric Cosmutto, der mit einigen anderen Motorschlittenfahrern um den 17.Januar den gesamten Trail zwischen den Checkpoints Chena Hot Springs und Central abgefahren ist.
Wer diesen Teil des Trails um 2 Uhr morgens in einem 450 km Rennen (YQ300) oder im 1600 km Yukon Quest mit noerdlichen Winden von mehr als 80 km/h angeht, muss sich mehr auf seine Leithunde als auf sich selbst verlassen.
In dieser Gegend des Eagle Summit sind 2006 nachts waehrend eines starken Sturmes und Sichtweiten unter 10 Meter – soweit sich dies recherchieren liess-  drei Teams nach rechts abgebogen…. und haben sich hoffnungslos verirrt.

Die Trailbreaker des Yukon Quest haben schon vor zwei Jahren die Methode der 3Fuss-Markierung eingesetzt.
Dies loeste allerdings in keinster Weise das Problem in denen Musher sagten: “Ich konnte nachts waehrend des Schneesturmes keinerlei Markierungen erkennen. Ich konnte im Licht meiner Stirnlampe vom Schlitten aus noch nicht einmal meinen Leithund sehen.
Dieses Jahr werden weit mehr Markierungen den Weg nach Central weisen.
Ob dies wohl genug ist ?

Zwischen den nun schon fast als ‘alt’ angesehen 3Fuss-Markierungen werden jedes Jahr die entlang des gesamten Trails zu findenden ‘Trailmarkierungsstaebe’ (Trail Marker) gesetzt, die allerdings von heftigen Winden innerhalb kuerzester Zeit umgeblasen werden, da es auf dem Ruecken des Eagle Summit selten genuegend tiefen Schnee gibt um die ‘Marker’ aufrecht zu halten.
Was tuen ??
Man nimmt einen Motorschlitten, mehrere alte Reifen……

……und ein paar Steine.
Hier sieht man nun einen Trailmarker auf Eagle Summit, der auf diese Weise errichtet wurde.
Das sollte halten, oder…. ?

Vielen Dank an Eric fuer diese Photos.
Ein ausfuehrlicher Trailreport (24.2.) kann nun in englisch auf der offiziellen englischen YQ-Webseite gelesen werden.
http://www.yukonquest.com/servlet/viewnews?id=862&resolution=1024&referer=http://www.yukonquest.com/servlet/viewnewslist?null&resolution=1024

Das Yukon River-Eis wird diesem Bericht nach eines der groessten Hindernisse auf dem Weg nach Whitehorse sein.
Aber darueber werden wir spaeter reden….
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Am Schluss dieses Eintrags sollte uebrigens erwaehnt werden, dass die oben gezeigten Photos den Eagle Summit nur von seiner leichten Seite (Aufstieg von Mile 101 zum Gipfel) zeigen.
Die steile Seite des Berges – der Abstieg nach Central im diesjaehrigem Rennen – oder der Aufstieg in Richtung Mile 101 wenn das Rennen 2009 in Whitehorse beginnt – ist in diesen Photos nicht enthalten.

Peter

Mile 101 Blog 27

Februar 9, 2008 by  
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25. Januar:Wie ich heute herausfand hat Aaron Burmeister dem YQ-Rennen nun auch abgesagt. Langsam gehen mir die schlechten Nachrichten etwas auf die Nerven.
Immerhin hatte ich ja schon vor einiger Zeit erwaehnt, dass zumindest meiner Meinung nach Aaron einer der einzigen drei Musher ist, die Lance Mackey’s Team schlagen koennten. Natuerlich goenne ich Lance den Sieg, aber wie leicht soll man es ihm machen
Obwohl ich Lance jetzt schon fast den Sieg zuschreibe, denke ich trotzdem wieder an Carsten Thies’ Worte: “Der Teufel ist ein Eichhoernchen. Vieles kann auf einem 1600 km Trail passieren…..”
Als Hans Gatt das Rennen dreimal hintereinander gewann hatte er es allerdings mit weit mehr formidablen Teams zu tuen, als er sich das Siegergeld verdiente.

Naja,
dieses Wochenende wird der ‘Fooddrop’ stattfinden. Dort werden Musher ihre Proviant- und Ausruestungssaecke abgeben, die dann an die Checkpoints weitergegeben werden.
Spaetestens dann wissen wir, wer wirklich am Rennen teilnehmen wird. Musher sind nicht so dumm diese kostbaren Saecke mit Hundefutter, Snacks und Booties (Hundeschuhe) ueber die gesamte Rennstrecke zu verteilen um dann noch abzusagen.
Spaetestens Montag werden wir wissen, wer den langen, harten Trail mit seinen wenigen Checkpoints wirklich angehen wird.

Kevin (‘the hamster’) Abnett rief mich gestern Abend an und meinte, dass er kommende Woche nach Mile 101 fahren will um dort die Sattelitenschuessel fuer unseren Internet-Kontakt aufzubauen. Ich werde wahrscheinlich mitfahren.
Fuer heute nacht und morgen sind Temperaturen von -35C unter sternenuebersaehtem oder strahlend blauem Himmel vorhergesagt. Diese Temperaturen sollte sich allerdings bis kommende Woche aendern.
Es waere schwierig unter solchen Konditionen (101 besteht aus mehreren stromlosen, verlassenen und damit ungeheizten Huetten) die richtige Einstellung und den richtigen Satteliten mit der Schuessel zu finden.

Peter

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