2012 Yukon Quest Trail Blog 4

Januar 12, 2012 by  
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Hm…,
ich habe diesen Thread nun Mal begonnen und werde ihn damit wohl auch weiterfuehren. Es gab ueber die letzten Monate einiges zu berichten, aber die Aenderungen, Vorschlaege, Ideen und Schicksalsschlaege liefen in einem Tempo ab das sich schwierig beschreiben liess.
Natuerlich hat sich inzwischen – wie immer – fast alles geaendert und ich werde versuchen dies zusammen zu fassen.
Dough Grilliot, den ich als wuerdigen und sehr erfahrenen neuen Leiter des ‘dog yards’ in Mile 101 ansah nachdem Mike Bowman das YQ 300 fahren wollte, sagte mir ploetzlich ab: ” Tut mir Leid, Peter. Man hat mich gebeten das YQ 300 als Race Marshall zu leiten. Wenn ich in Mile 101 bin koennen ich und meine Rennrichter aber sicherlich helfen.”
Was zum Teufel…., war ploetzlich jeder mit dem YQ 300 beschaeftigt ? Sein Angebot war lieb gemeint und ich wusste, dass jeder mithelfen wuerde. Allerdings ist es nicht unsere Angewohnheit Race Marshalls als Helfer zu heuern. Deren Arbeit ist schwierig genug…., und man hat ja auch seine Ehre.
———
Kurz vor Weihnachten arrangierte ich ein Treffen der gesamten Crew und lud natuerlich auch Mike und unseren langjaehrigen hocherfahrenen Motorschlittenfahrer Eric Cosmutto ein obwohl sie dieses Jahr nicht teilnehmen wuerden. Wir brauchten deren Wissen und Erfahrung.
Eric musste absagen, da er ein Motorboot in einem Hafen an der Kueste in Seward hatte und dort mehr als drei Meter Schnee gefallen war. Er musste zu seinem Bott fliegen und Schnee schaufeln. (Ich bin ueberzeugt, dass dies fuer ihn seiner Frau gegenueber eine tolle Ausrede war mal wider ans Meer zu kommen… )
Mike allerdings kam und so kamen auch unsere Kommunikations-Gurus Kevin Abbnet und Sterling Muth und andere.
Was mir zuerst auffiel war die Tatsache, dass Mike’s linker Unterarm komplett bandagiert war. “Was ist dir denn passiert ?” – Ich bin im Dunkeln auf einem Bleistift ausgerutscht und mit dem Unterarm auf den heissen Holzofen gekommen.” Er hatte Verbrennungen 3.Grades. – “Tja, Peter… Im Augenblick kann ich meine Hunde nicht trainieren. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich das YQ 300 fahren kann. Falls nicht bin ich in 101.”
Ich bot ihm Hilfe und Medikamente an, aber er wollte davon nichts wissen und damit wendeten wir uns den Vorbereitungen zu.

Kevin Abnett hatte gleich die naechste ‘gute’ Nachricht fuer mich. Er hat ein Jahr mehr in Mile 101 ‘gedient’ als ich und wir haben alle Zeiten von reinem Funk mit Batterien ueber die ersten Internetverbindungen bis hin zu ‘uploads’ von Filmmaterial auf Youtube gemeinsam durchgemacht. Ich habe dort als Manager seit 16 Jahre ‘gedient’, er 17 Jahre als Funker.
Wir arbeiten alle eigendlich einfach zusammen, aber als das Yukon Quest eine Liste der freiwilligen Mile 101 Mitarbeiter wollte, liessen wir uns nicht lumpen. Wir erfanden eins Nachts bevor die ersten Teams eintrafen fuer jeden langjaehrigen Mitarbeiter einen Titel.
Kevin ist offiziell der “Senior Checkpoint Communications Manager’.
“Wir schiessen am 7.Februar einen Wettersatelitten ab und am 5.Februar kommen die Jungs von NASA um sich alles anzugucken,” meinte Kevin waehrend des Treffens.
Wie schon oft erklaert, ist er eine Art Daniel Duesentrieb.
“Ich dachte du haettest dich zur Ruhe gesetzt”, sagte ich bissiger als gemeint. Immerhin hatte Kevin sich von der Universitaet getrennt nachdem er deren Roboter-Technik Program gefuehrt hatte. Kevin laechelte und zuckte mit den Schultern: ” Naja, … so kleine Seitenjobs zahlen fuer’s Essen.”
Allerdings beschwichtigte er mich:” Wir regeln alle Technik in 101 fuer’s Internet am Freitag und abends kann ich ueber’s Wochenende immer noch hochfahren. Die Raketenabschussbasis ist ja nur 120 km entfernt.”
Dazu muss gesagt werden, dass Sterling Muth, der seit 3 Jahren mit Kevin in 101 arbeitet auch ein hervorragender Programmierer, Funker und Elektroniker ist. Nun gut…. Technik und Internet sowie Funk sollten also geregelt sein…

2011 Yukon Quest Trail Blog 1

Januar 12, 2011 by  
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Nach der langen Sommerduerre ein paar Geruechte. Die meisten sind allerdings verlaesslich…

Waehrend das Iditarod seine ‘Iditarod Insider Webseite’ weiterfuehren wird (19.95 $ fuer Videos, Bilder und Musher-Koordinaten) wird das Quest auch dieses Jahr wieder kostenlos berichten. ‘Spot’, eine Gesellschaft die Rettungssender baut, hat sich auch fuer 2011 bereit erklaert die Musher des YQ wie auch letztes Jahr kostenlos mit Sendern auszuruesten damit Fans die Musher auf dem Trail und damit das Rennen ‘live’ mitverfolgen koennen.

Musher werden dieses Jahr einer Regelaenderung unterliegen die besagt das das Sendegeraet getragen werden muss. Allerdings ist es altbekannt, dass man im Packsack des Schlittens nur seinen Kocher auf den kleinen Sender stellen muss um eine Verbindung zum Ortungs- Satteliten zu verhindern. Ich bezweifele allerdings, dass dies jemand tuen wird.

Der Schweiz/Kanadier Hans Oettli wird wieder Race Marshal des Rennens sein und hat zumindest meines Wissens nach seine gesamte Rennrichter-Crew von 2010 ohne Aenderung wieder geheuert. Eine kleine Aenderung und ein guter Richter:
Wayne Valqc, ein hervorragender Musher-Veterane der seit Jahren das YQ300 als Race Marshal leitet wird das am gleichen Tag startende YQ300 mit 25 Mushern leiten, aber ab Pelly Crossing auch am YQ als Richter taetig sein.
Wayne ist seit langen Jahren ebenfalls der Race Marshal des Junior Yukon Quest und fuer nicht nur fuer seine scharfen Augen bekannt wenn es um Hunde geht, sondern auch fuer seine Ruhe und Geduld mit Rookies.
Zur Rennrichter-Crew gehoehrt auch wieder einmal der deutsche langjaehrige YQ-Musher Thomas Tetz. Die Gruppe der Rennrichter um Hans Oettli erhielt letztes Jahr hervorragende Noten von allen Mushern. Sie wurden nicht nur fuer ihre Professionalitaet sonder auch fuer die freundliche und gute Atmosphaere entlang des Trails gelobt. In meinen Augen war es eine der besten Gruppen von Rennrichtern, die ich in den letzten 16 Jahren gesehen habe.

Die jetzt in Schweden lebende deutsche Tieraerztin Annette Kriller, die in frueheren Zeiten schon fuer das YQ arbeitete und auch hier im Forum Fragen beantwortete wird dieses Jahr nach laengerer Abwesenheit vom Rennen auch wieder zurueckkehren. Ich hoffe, dass wir waehrend des Rennens vielleicht ein paar Beitraege von ihr lesen koennen.

Ich wurde dieses Jahr gebeten unter der Leitung eines bezahlten Mediateams in 2011 nochmals Video-Clips entlang des Trails zu schiessen.
Da ‘unter der Leitung von…’ in keinster Weise meiner Arbeitsweise entspricht (es sei denn es sind der Race Marshal, seine Richter oder die Tieraerzte) dauerten die Verhandlungen etwas laenger. Ich werde nun (wie frueher) in 2011 wieder als freier Mitarbeiter und (zumindest teilweise) nochmals als Volunteer filmen.
Fast jeder im YQ-Forum kennt wahrscheinlich Sui King. Mit seiner langjaehrigen YQ-Trailerfahrung habe ich ihn gebeten mir beim filmen zu helfen und er hat zugesagt. Es wird das erste Mal sein , dass ich einen Video-Partner auf dem Trail habe. Es wird interessant sein herauszufinden wer von uns weniger Schalf braucht. Sui wird auch die Ziellinie des Rennens mit einem weiterem Videographen abdecken waehrend ich im Checkpoint Mile 101 zurueckbleiben werde bis uns dort der letzte Musher auf dem Weg zur 160 km entfernten Ziellinie verlaesst. Bis dahin wird der Sieger laengst in Fairbanks angekommen sein.

Mile 101 ist ja nun ein Checkpoint den ich immer noch leite. Dieses Jahr ist einer unserer aeltesten Kommunikationsspezialisten Brad Brook in der Mayo Klinik in Seattle waehrend einer Herzoperation (hoffentlich) friedlich verstorben.

Er hat seit ueber 12 Jahren in Mile 101 mitgerbeitet und zwischen 2001 und 2008 unermuedlich daran gearbeitet auch in vielen anderen Checkpoints Internetemfang ueber Satellite zu ermoeglichen. Er verbrachte sein letztes YQ bei uns in Mile 101 und wir werden seiner Frau das erste Mile 101 Checkpointbanner von 2010 (erstes Jahr als Checkpoint) mit den Unterschriften der Rennrichter, Tieraerzte und Crew uebergeben. In 2009 wurden ihm nach einem 20 Meter Sturz einige Jahre vorher beide Fuesse abgenommen. Als er in 2010 mit seinem eigenem Auto auf Prothesen in Mile 101 ankam und vorsichtig durch den Schnee zur Huette lief, grinste er und meinte: “Hey, keine kalten Fuesse mehr….” Ein guter Mann und ein Freund der nicht ersetzt werden kann.
Er hat mehr fuer das Rennen getan als ich hier je sagen kann.
Wir werden ihn vermissen.

Dies sind im Augenblick alle Neuigkeiten.
Ich denke wir haben ein gutes Rennen vor uns.
Mehr spaeter,

Peter

2010 Yukon Quest Trail Blog 4

Januar 12, 2010 by  
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Eric Cosmutto ist auch dieses Wochenende wieder nach Mile 101 gefahren und hat weiter am Yukon Quest Trail gearbeitet. Die Temperaturen lagen um -30 C, aber er zieht die lange Unterwaesche ja schon aus reiner Erfahrung an. Wirklich gute Motorschlittenfahrer koennen auch bei -40 C ihre Maschienen anwerfen, aber ich bin in dieser Hinsicht recht unerfahren.
Unser groesstes Problem in Mile 101 ist nun der wenige Schnee auf dem Trail. So schoen und schneereich die vorhergehenden Photos auch sein moegen wird der geringe Schneefall des Jahres auf hohen Bergkuppen oft weggeblasen. Eric faehrt den Trail als offizieller Trailbreaker jedes Wochenende ab um den Schnee auf dem Trail zu verdichten damit er nicht mehr weggeblasen werden kann. Die Wettervorhersage fuer die naechsten 5 Tage stellt auch keinen Schnee in Aussicht, …. nur fast konstante 30 C unter rein blauem Himmel.
Dies ist natuerlich die kaelteste Zeit des Jahres:
Nur 4 Stunden Sonnenlicht, ein Boden der bis auf einen Meter Tiefe die letzte Waerme des Sommers lange vergessen hat und ein Land, das seit ueber drei Monaten im Winterschlaf liegt. Wir hoffen auf mehr Schnee fuer die Hunde des YQ … und natuerlich auch fuer die Musher.
Echt !

Mike Bowman ist auch nicht mehr der Juengste. Er braucht eine Knieoperation. Da er ganz frueher mal Hundefuehrer in Vietnam war , wird ihm die Operation bezahlt: “Peter, morgen muss ich nach Anchorage fahren und spaetestens uebermorgen werde ich wissen wann sie mich operieren werden.” Ich stutze: “Du willst mir doch nicht sagen, dass du nicht nach 101 kommst?” “Naja, ich weiss nicht wann sie mich operieren wollen. Entweder geben sie mir noch mal eine Spritze und operieren mich nach dem Rennen oder ….. davor.”
“Und dann… ?”. – “Oh, ich komme. Sie haben mir gesagt, dass ich nach ein paar Tagen wieder laufen kann.”
Mit dem Telephon am Ohr schuettel ich den Kopf: “Ja Mike, … damit meinten die Aerzte den Weg vom Schlafzimmer zum Klo, aber sicherlich keinen Ma…. durch verwehten Schnee in Mile 101.” – “Ach, die Aerzte haben keine Ahnung wer ich bin…”, Mike klingt fast empoert. “Vielleicht muss ich dann eben mit meinem Motorschlitten rumfahren anstatt zu laufen.”
Typisch Mike, …. es gab wenig was ihn je aufgehalten hat.
Ich atme einmal tief durch: “Was zum Teufel ist mit deinem Knie los ?” “Falls ich einen falschen Schritt mache biegt sich das Knie nach hinten durch ,… und wenn ich es zuweit durchbiege kann ich das Knie fuer immer vergessen. Das ist zumindest die Ansicht der Aerzte, aber was die so erzaehlen ist eh….”
Ich frage nicht weiter sondern unterbreche ihn:
“Halt das Knie still, Alter. Wie waer’s wenn du den Check-in fuer die Musher in 101 machst. Ob du nun operiert wirst oder nicht,… am 7. Februar wirst du sitzen oder stehen aber sicherlich nicht rumlaufen.” Mike ist eher empoert. “Ja, …. aber….”, meint er.
In ‘normalen’ Checkpoints streiten sich Leute darum Musher offiziell begruessen zu duerfen. In vielen Faellen nehmen Checkpoint Managers diesen Job am liebsten selbst auf sich. Mike ist allerdings eher empoert ueber diese Idee.
“Aber ich muss doch das Rastgebiet auslegen.” “Richtig, und dies wirst du mit einem Motorschlitten unterm Hintern und einem Zeigefinger machen falls die Aerzte ein Messer ans Knie setzen.” Mike grummelt laut am Telefon. Er braucht keine Hilfe, meint er. In meiner Gegenantwort stimme ich ihm zu: “Natuerlich brauchst du uns nicht. Die Crew braucht dich, … und wenn du da draussen umfaellst bist du recht nutzlos.” Mike ist ein intelligenter Mann und versteht was ich meine. Obwohl nur ein grollendes “Hm..” ueber das Telefon zu hoeren ist weiss ich, dass er mir zustimmt.
Die meisten Musher im ‘Checkpoint 101′ werden sicherlich von ihm begruesst werden.

Jesse Holmes wird zumindest fuer 2010 in die Spuren von Mike Bowman treten.
Allerdings hat Jesse sich dieses Recht und die damit verbundene Herausforderung hart verdient.

Spaeter rief ich Eric Cosmutto an. Er arbeitet fuer die US Airforce.
Vieleicht haette ich dies nicht tuen sollen, denn auch er erzaehlte eine Geschichte die nicht in meine Idee des YQ 2010 passte…

Peter Kamper

2009 Yukon Quest Trail Blog 11

Februar 13, 2009 by  
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Als ich gegen Mitternacht noch in eine Kneipe ging, sass dort David Dalton und wir tranken ein paar Bier zusammen.
Ich koennte viele interessante Geschichten ueber den Musher erzaehlen, habe allerdings nicht genuegend Zeit, dies zu tuen. Dave Dalton wird dieses Jahr sein 19. Yukon Quest angehen. Er ist damit nach dem nicht mehr teilnehmende Musher Frank Turner der einzige Musher mit den meisten gefahrenen Yukon Quest Rennen. Als er vor Wochen seine Packsaecke fuer die verschiedenen Checkpoints in Fairbanks abgab, wurde er von Matthias, einem Reporter der Fairbanks Tageszeitung interviewt.
Im Interview erwaehnte Dave, dass sein Cholesterin-Spiegel zu hoch sei und er dieses Jahr nur Muesli auf dem Trail essen wuerde. Mit einem Blich auf sein Bier meinte ich:”…. und, …wie sieht’s mit dem Cholesterin-Spiegel aus ?” Er guckte mich etwas verdutzt an. “Du hast gesagt, dass du nur noch Haferflocken mit auf den Trail nehmen kannst, weil alles andere zu ungesund ist”, fuege ich mit einem weiterem Blick auf sein Bier hinzu. Er grinst.
“Dave, …” meine ich: “Ich will ehrlich sein: Seitdem ich gehoehrt habe, dass du den Trail mit Haferflocken angehen willst, bist du aus meiner Top 5 Wette fuer’s YQ raus.”
Dies scheint ihn gar nicht zu beunruhigen. Er erkaert mir, dass er jede Menge fettiges Futter mitnehmen wird. “Also hast du gelogen ?”, frage ich. Er schuettelt den Kopf. Dave ist zwar ein hervorragender Musher aber nicht fuer lange Reden bekannt. “Na gut…, dann…. auf welcher Plazierung siehst du dich ?” Dies ist immer eine interessante Frage. Falls ein Musher sagt, dass er auf dem 15. Platz abschneiden wird, kann man ihm leicht misstrauen. Falls ein Musher – speziell ein Musher mit solch grosser Erfahrung wie Dave – von sich aus den 4.Platz in Anspruch nimmt, meint er es Ernst. Er hebt 4 Finger, guckt mir direkt in die Augen und erklaert mir seine Strategie.
Ploetzlich steht Jason Mackey neben uns . Er ist Lance Mackey’s Bruder und wird das Rennen ebenfalls angehen. Innerhalb von kuerzester Zeit sind Dave und Jason ueber ihre Rennstrategien auf der langen Strecke zwischen Pelly Crossing und Dawson City am diskutieren. Mir wird ploetzlich klar, dass die beiden zusammen oder zumindest nah beieinander fahren wollen. Ich frage nicht nach. Dies waere unhoeflich, …. Und Musher luegen eh fast immer.
Statt dessen nehme ich ihn spaeter bei Seite und frage ihn: “Welchen Platz willst du belegen ?”
“Oh, ich bin hierhin gekommen um zu gewinnen,” meint er mit selbstsicherer Froehlichkeit, “und ich habe das Team um es zu schaffen.” Seine Augen und seine schnelle, eher abgehackte Art zu reden erinnern mich auf eine fast erschreckende Art an seinen Bruder Lance. Ich hatte Jason Mackey nie als ernsthaften Konkurrenten fuer den 1.Platz im Yukon Quest gesehen, aber sein Selbstbewusstsein ist beeindruckend. Nach ein paar weiteren Fragen stellt sich heraus, dass er wirklich nach Whitehorse kam um das Yukon Quest zu gewinnen: “Es ist eine Familiensache,” meinte er ueber sich und seine Brueder. “Erst war Rick dran (Rick Mackey – YQ Gewinner 1999, dann war Lance dran (vierfacher YQ-Gewinner) und jetzt bin ich dran um unseren Familien-Namen zu verteidigen.

Er scheint die Sache Ernst zu nehmen. Noch 36 Stunden vorher hatte ich Jason Mackey mit dem YQ Race Marshal Dough Grilliot diskutiert. Dieser meinte: “Jason sagt, dass er keine Hunde von Lance in seinem YQ-Team fuehren wird, aber das glaube ich ihm nicht.” Mir gegenueber war Jason, der das Rennen unter seinem eigenem Kennel-Namen ‘Top Notch Kennels’ antritt, etwas offener gegenueber: “Ich habe ein paar Hunde im Team die Lance wahrscheinlich im Iditarod benutzen wird.” Ob diese nun aus seinem eigenem Kennel oder dem Kennel seines Bruders stammen, sagte er allerdings nicht.

”Ich habe von vorne herein gesagt, dass ich nicht beim YQ antreten werde bis ich mir sicher bin, dass ich das Rennen gewinnen kann.” Er laesst die rechte Hand ueber den Tresen gleiten und fuegt hinzu:” Dieses Jahr lege ich alle Karten auf den Tisch. Ich fahre auf Sieg.” Von allen Teilnehmern des Rennens scheinen Jon Little, William Kleedehn und Hans Gatt die groesste Sorge dieser beiden Konkurrenten zu sein.
Jon Little hat Geruechten nach 3 sehr gute Leithunde von dem in Alaska ueberall bekannt Langstrecken-Musher Jeff King fuer das Rennen erhalten. Er waere, so sagt man, sonst garnicht erst zum Rennen angetreten.

Wir verabschieden uns erst, als die Kneipe schliesst.
‘Heute abend habe ich einfach Spass”, meint David Dalton. “Morgen wird es ernst.”

Peter Kamper

2009 Yukon Quest Trail Blog 10

Februar 13, 2009 by  
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Mittwochabends werden die Musher der anwesenden Oeffentlichkeit vorgestellt.
Ich lasse die Studenten im Hotel und gehe ein bischen vorher zum Treffen. Die Musher muessen 200 Poster unterzeichnen. Bevor deren Handgelenke lahm werden, gehe ich herum und lasse die Poster fuer die Mile 101 Crew unterzeichnen. Es ist gut, alte Musher und neue Gesichter zu sehen.
Ja, auch dieses Jahr werden wir warmes Wasser fuer die Hundefuetterung und gutes Essen zur Verfuegung stellen.

Ueber 200 Leute kommen zum Treffen, an dem Musher sich der Oeffentlichkeit stellen. Viele der YQ-Musher sind ein bischen scheu. Sie sind mehr an Hunde und frische Luft gewoenhnt, als an einen mit Leuten vollgepackten Raum.
Ohne Frage war es natuerlich schoen, dass viele Veteranen des Rennens mich begruessten obwohl es sicherlich viele weit haerter arbeitende Freiwillige im Rennen gibt als mich. Wie die Musher all die Leute entlang des Trails im Kopf behalten koennen ist mir immer noch schleierhaft.
Sie erinnerten sich an mich, an Mile 101 mit seinen Geschichten und dem guten Essen, das ueber die Jahre seine Spur hinterlassen hat. Dieser Ruhm gilt eigendlich guten Maennern wie Rainer Fischer und anderen Koechen, die unsere Kueche bekannt gemacht haben.
Ich rede nur kurz mit Hans Gatt und fasse meine Frage damit in wenige Worte: “Rennst du das Rennen um zu gewinnen oder trainierst du auf den Iditarod ?” – “Ich will gewinnen,” meint er.
Die kurze Antwort, in der Tonart wie er sie gibt, sagt mir mehr als ein langes Interview. Hans meint es Ernst.

Meine ‘Welpen’, das Videoteam, haben sich unter anderem Brent Sass fuer ihr Filmprojekt ausgesucht. Er will das Rennen ebenfalls gewinnen. Er ist hungrig auf einen Sieg. Ich diskutiere mit ihm das Ende des Rennens, das am Schluss fuer 300 km ueber mehrere schwierige Flusstaeler, Eagle Summit, Rosebud Summit und Boulder Summit fuehrt. “Ich habe in den Huegeln noerdlich von Fairbanks trainiert”, meint Brent Sass. “Ich glaube, dass wir in Hinsicht auf Berge das erfahrenste Team im Rennen sind.”
In dieser Hinsicht sind wir uns nicht ganz einig. Ich zaehle einige andere Teams zu der Kategorie von ‘Berg-Teams’. Dazu gehoehrt zum Beispiel John Little, Jason Mackey und auch Dave Dalton, dessen Hunde im Sommer Gletschertouren machen. Allerdings einigen wir uns trotzdem darauf, dass das Rennen zwischen Central und dem neuem Checkpoint ‘Two Rivers’ 70 km vor der Ziellinie entschieden wird.
Ich bin davon ueberzeugt, dass auch dieses Jahr Eagle Summit wieder eine Rolle spielen wird und er gibt mir Recht. Stunden spaeter finde ich heraus, dass auch andere Musher so denken.

Peter Kamper

2009 Yukon Quest Trail Blog 9

Februar 13, 2009 by  
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Wie oft habe ich gesagt, dass man die Geschichten des Yukon Quest niemals schreiben kann. Schon gestern und heute hat sich diese Wahrheit wieder einmal erfuellt. Zuerst kamen meine Welpen erst einmal 45 Minuten zu spaet zum Bus in dem wir nach Whitehorse fahren sollten. Um 6 Uhr morgens sind die meisten Leute nicht der besten Laune und jeder wollte einfach abfahren. Alle waren auch brav zur rechten Minute im Bus, …. ausser meinen Studenten.
Ueber den Lautsprecher wurde durchgesagt, dass man noch auf das Video-Team wartet. Mir ist die Sache eher peinlich. Ich krame schlussendlich die Telephonnummer des leitenden Studenten hervor und rufe ihn ueber Handy an: “Wo zum Teufel steckt ihr ?” “Wir sind nur fuenf Minuten entfernt. Tut mir Leid, aber Cricket….” Ich underbreche ihn:” Ich brauche keine Entschuldigung, ich brauchte euch hier vor 20 Minuten.” Dann haenge ich auf.
Als altem Hasen bringt man mir einiges an Gutmuetigkeit entgegen, aber der Bus wartet immer noch auf meine Studenten. Der Race Marshal kommt auf mich zu:”Wie dringend brauchst du die ?” Er hat keine Lust zu warten. Wir kennen uns seit langer Zeit. Seine Frage ist mit aller Hoeflichkeit und Kuerze ernst gemeint. “Nun ja, ..”….wir versuchen ein Movie fuer’s Quest zu drehen und dies waere das Ende, falls wir sie nicht mitnehmen,”erklaere ich zoegernd.
Fuer ein paar Sekunden denke ich wirklich daran sie einfach in Fairbanks zurueckzulassen.
“Eins kann ich dir sagen….” grummelt der Renn Marshall: “ Bei mir haben sie schon erst Mal Minuspunkte, bevor ich sie gesehen habe,…. und das ist schlecht.”
Er meint dies Ernst.
Als die Studenten schlussendlich eintreffen, wird mir von der jungen Studentin, die an der Verspaetung Schuld war eine komplizierte Geschichte erzaehlt in der sie eigentlich die anderen Studenten abholen sollte, ihr Freund allerdings morgens um 5 Uhr noch ihr I-Phone mit neuen Programmen fuellen wollte und dies die Programme auf dem Handy loeschte, worauf man die Telephongesellschaft anrufen musste, da diese das Telephon neu einstellen kann, dies aber nicht klappte bis man das Telephon per Hand neu umgestellt hatte, und….”
Ich underbrach sie: “Selbst meine 17-jaehrige Tochter hat bessere Entschuldigungen als du. Bring dein Zeug zum Bus und steig ein.” Ich war sauer.

Die Fahrt macht eher Spass. Jemand hat etwas Bier mitgebracht und ich sitzte hinten im Bus mit ein paar Tieraerzten und dem Rennmarshal. Nachdem wir die Grenze Richtung Kanada ueberqueren, oeffnen wir das erste Bier und fachsimpeln ueber das diesjaehrige Rennen.
Meine Stundenten sind immer noch fast wie bewusstlos am schlafen. Ich habe das Gefuehl, dass etwas mehr hinter deren Verspaetung steckt als ein Handy mit Programmfehler.
Im Dunkeln werden wir dann am Alaska Highway abgesetzt. Sebastian Schnuelle’s Einfahrt war schlecht zu sehen, da er diese nicht mit dem Schneepflug freihaelt, aber es klappt doch alles. Sein Auto steht da, wir starten es bei -20 C und fahren zu seiner Huette.
Dort steht schon Sebastian im Schnee und begruesst uns. Er verabschiedet grade Jason Mackey, der mal kurz auf seiner Fahrt nach Whitehorse vorbeigekommen ist. Wir sagen kurz guten Tag bevor er wieder abfaehrt und setzen uns dann in die gemuetliche Huette des Mushers.
Ich habe hier keine Zeit um ueber den schoenen Abend und den naechsten Morgen bei Sebastian zu berichten, aber es war die perfekte Einfuehrung fuer mein Filmteam. Wayne Hall und Mark Sleightholme, die beide am diesjaehrigem Yukon Quest teilnehmen, waren ebenfalls mit ihren Teams dort. Mark wird mit Hunden aus Sebastian’s Blue Kennel antreten.
An einem wundervollem Morgen mit blauem Himmel durften die Studenten auch zugucken, wie die Teams auf einen kleinen Trainingslauf gingen und hatten ein paar wirklich gute Gespraeche mit den Mushern.
Ich muss Sebastian wirklich danken, dass er uns so nett und lehrreich aufgenommen hat. Immerhin hatten meine Studenten bis dahin noch nicht einmal gewusst, wie man einem Hund einen Harness (das Zuggeschirr’) anlegt und Sebastian beantwortete Fragen in seiner ueblichen, erfrischend ehrlichen Art und Weise.
So konnte mein Team dann auch einen Tag spaeter mit weit mehr Wissen in Whitehorse ankommen.
Die erste Nervositaet war vergangen, nachdem sie nun schon mit drei Yukon Quest Mushern gemuetlich zusammengesessen hatten.
Das erste ‘schnuppern’ ins Rennen war getan, der Tag war sonnig und warm (-20 C) und die Studenten begriffen in der eher lockeren und herzlichen Stimmung die sie in seinem Kennel trafen, dass Musher tatsaechlich ganz normale Menschen sind.

Peter Kamper

2009 Yukon Quest Trail Blog 7

Februar 10, 2009 by  
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Morgen frueh (Freitag) werden mein 12-jaehriger Sohn Lukas und ich hoch nach Twin Bears fahren um den Checkpoint fuer das Junior Yukon Quest zu eroeffnen. Er ist gluecklich, da es mehrere Holzoefen bedarf um die beiden grossen Huetten dort oben fuer Junior Musher zu beheizen. Immerhin kann er sich dann mit ‘Feuer-machen’ beschaeftigen.
Wir haben selbst einen grossen Holzofen im Haus und ich bin fest davon ueberzeugt, dass unser Haus noch nicht abgebrannt ist weil ich ihm gelehrt habe mit Feuer umzugehen anstatt ihm diese eigendlich fast magische Kunst in juengeren Jahren zu verbieten.

Er ist recht selbststaendig und wir werden in die grossen kalten Huetten eher als Partner anstatt als Sohn und Vater gehen um sie aufzuheizen. Er hat heute schon Birkenrinde gesammelt um die ersten Feuer heiss und schnell zu zuenden.
Natuerlich machen mir auch solche Kleinigkeiten Freude. Es ist erstaunlich wie schnell Kinder selbstbewusst ueber sich selbst hinauswachsen und Verantwortunegn uebernehmen, wenn man es versteht sein eigenes ueber 50 Jahre erlerntes Wissen nicht bei jeder Gelegenheit erklaeren zu wollen.
Ich nehme mir fest vor, diesen Grundsatz mit meinen Puppies entlang des Trails zu halten und weiss, dass dies fuer mich schwierig werden wird. Wer wird wen lehren ?
Ich bin mir vollkommen bewusst, dass mir ein zweischneidiges Schwert uebergeben wurde.

Heute habe ich ueber 20 Telephonanrufe beantwortet, und schlussendlich Mike Bowman angerufen. Mike hat den Mile 101 Dogdrop fuer die letzten 5 Jahre immer als erster eroeffnet. Er war es, der mit seinem Schaeferhund ‘Precious’ Mile 101 anheizte.
Wie ich heute erfuhr, hatte er vor einigen Tagen zwei kleine Stromgeneratoren in seine Huette gebracht um sie aufzuwaermen und zu ueberarbeiten bevor er sie nach Mile 101 bringen wuerde. Draussen herrschten Temperaturen von -30C, aber dies hielt ihn nicht davon ab spaeter seinen Motorschlitten anzuwerfen und diesen entlang der vorhandenen Motorschlitten/Mushing Trails 12 km fuer einen kurzen Besuch bis zu einem Bekannten zu fahren. Er lebt in einer sehr entlegenen Ecke unserer Gegend.
Nach 6 km versagte sein Motorschlitten. (einer der Gruende, wieso Hunde so viel besser sind….)
Nach misslungenen Versuchen den Motorschlitten wieder in Gang zu bringen (vermutlich Eis im Vergaser)machte er sich entlang des Trails zu Fuss auf, um zurueck nach hause zu gehen.
Mike lebt ohne Elektrizitaet. Als er schlussendlich 2 Stunden spaeter seine Huette erreichte, war er voellig durchgefrohren. -30 C sind eine ernsthafte Belaestigung unter unguenstigen Bedingungen.
Er wusste, das sein Holzofen nur noch Glut enthalten wuerde und sammelte auf dem Weg ins Haus (wie ich es auch tuen wuerde) einen Arm voll Holz von seinem gestapeltem Vorrat. Dann oeffnete er seine wie so oft in Alaska unverriegelte Tuer und war auf dem Weg zu seinem Holzofen, als ihm ploezlich die Beine unter dem Bauch weggerissen wurden.
Was ihn zum Fall brachte war einer der zwei kleinen benzingetriebenen Stromgeneratoren, die er fuer Mile 101 aus dem Schnee gezogen hatte und in seiner kleinen Huette aufwaermen wollte. Er strauchelte im Dunkeln, fiel … und traf mit dem Mund auf die Kante seines Esstisches. Als er aufstand und versuchte eine seiner im Haus montierten Gaslaternen (Propan) zu finden, spuckte er Zaehne aus. “Ich konnte kaum atmen. Ich hatte zu viel Blut im Mund.”

Er hat mir dies erst heute erzaehlt.
“Peter, das tut so weh,” murmelte er durch’s Telephon. Ich fluchte. Beim Zuhoehren taten mir meine eigenen Zaehne weh… Was immer die Goetter sich ausdenken, …. er hatte dies nicht verdient. Ich habe natuerlich hochgragige Schmerzmittel vorraetig, da ich sie manchmal fuer lange Touren ausgebe oder mir Teams soetwas nach ihren Kanutouren einfach hinterlassen (ich rueste im Sommer oft fuer lange ungefuehrte Kanutouren aus). “Hast du Schmerzmittel ?, fragte ich ihn. “Nein, nicht wirklich.” – “Komm vorbei, ich gebe dir was.”

Ich war grade dabei mit der Motorsaege Holz fuer die naechsten 20 Tage zu schneiden als er ankam. Ich werde lange weg sein. Es gibt viel zu erledigen, bevor man seine Familie verlaesst. Ich hatte seinen Truck natuerlich ueber den Laem nicht gehoehrt, aber stellte die Kettensaege ab als er vor mir stand.
Mike wollte eigendlich eh vorbeikommen bevor der Unfall passierte. Der ehrbare 50jaehrige Mann sah mit seiner blutig geschqollenen Oberlippe eher schaurig aus. Ich guckte mir die Zaehne an und fluchte traurig.
“Hast du Versicherung ? Falls die Zaehne abgebrochen sind werden die Wurzeln faulen und damit dein Kiefer.”
“Ich geh erst nach 101 und dann zum Arzt”, meinte er ganz cool und verweigerte damit die Antwort nach der ich fragte. Er ist ein Vietnam- Kriegsveterane. Die alten Krieger werden in der USA schlecht behandelt.

Ich stelle keine weiteren Fragen und wir gehen ins Haus.
Wir koennen es uns wirklich nicht leisten, dass Mike Mile 101 verpasst. Ich guckte mir die Zaehne genauer an und gebe ihm fuenf meiner besten Schmerztabletten. Bist du wirklich ok ?”, frage ich ihn ? Er grinst.
“Falls die Wurzeln nicht mit rausgekommen sind, wird sich dein Oberkiefer entzuenden.” Ich erwaehne dies bewusst zum zweiten Mal. “Oh nein, ich denke, dass die Wurzeln raus sind. Sie sind erstaunlich lang.” Er sagt dies ohne mit der Wimper zu zucken und zeigt die Laenge der Wurzeln seiner Schneidezaehne zwischen Daumen und Zeigefinger. “Ab Montag bin ich weg, aber falls die Schmerzen wieder staerker werden musst du zum Doktor gehen,” fuege ich hinzu. “Ja, ja….”, meint er. Seine Ruhe ist fast beunruhigend.
Wir gehen ueber Listen und Daten fuer Mile 101 und schleppen Ausruestung zusammen, die Mike nach Mile 101 fahren soll.
Langsam wird es beaenstigend, dass Eric als Trailbreaker und ich als … was auch immer….. (Videographer mit Puppy-Crew) entlang des Trails arbeiten werden. Falls Mike ausfaellt, ist bei uns (Mile 101) bis kurz vor der Ankunft der Musher keiner zuhause. Das faengt ja gut an.
“Du musst einen Arzt anrufen”, meine ich zu Mike beim Abschied. Er laechelt: “Ich habe schlimmeres durchgemacht.” – “Ja, aber da waren wir beide juenger”, werfe ich ihm vor. Wir werden uns in Mile 101 wiedersehen.Verdammt nochmal, der Bursche ist weit haerter als ich dachte. Hoffentlich wird ihm das nicht schaden.

Mike koennte Hilfe gebrauchen.
Ich gebe ihm freie Wahl fuer Mitarbeiter; etwas, das normaler Weise von der gesamten Crew entschieden wird. Zusaetzlich schreibe ich einen offiziellen Brief ans YQ in dem ich Mike Bowman in meiner Abwesenheit zum offiziellen ‘Manager Dogdrop Mile 101′ erklaere. “Mach gute Entscheidungen, aber mache sie. Bleib gesund, Alter,” sage ich ihm. Ich mache mir Sorgen um ihn.
Dieses Jahr sollte ich nicht auf dem Trail sein…

Bevor ich Mike Bowman am Nachmittag traf war ich in ‘Head Quarters’. Dies ist das offizielle Buero des Yukon Quest in Fairbanks. Die Direktorin des Rennens ruft mich in ihr Buero. Anscheinend wurde sie vom Professor der Universitaet angerufen. Dieser meinte: “Meine drei Studenten sind etwas nervoes und haben Angst, dass sie irgendwo am Trail ploetzlich alleine auf der Strasse stehen.” Ich grinse und rolle meine Augen zur Decke. Welpen!
Tania (YQ Direktor) und ich verstehen uns. Sie meint:
“Ich habe ihm gesagt, dass die Kids mit dir sicher sind aber wir auch nicht als Babysitter geheuert worden sind.” Ich zucke mit den Schultern:”Naja, vielleicht habe ich ihnen manche Sachen ein bischen problematischer dargestellt als sie es sein werden, aber soll ich ihnen Sonne und Strand versprechen ?”
Nein, nein… lass dich darauf bloss nicht ein !” Sie gibt mir Recht.
Ich winke eher laessig ab: “Seit Miss Tessa (siehe oben) aus der Gruppe raus ist, mache ich mir keine grossen Sorgen. Lass mich die erst mal da raus bringen, und sie werden sich schnell eingewoehnen.”
Ich gucke ihr in die Augen: “Weisst du, was nachher das tatsaechliche Problem sein wird ?”
Sie guckt mich an und zuckt mit den Schultern:”Was ?”
“Ich wette, dass ich die junge Meute in Dawson City nicht mehr zusammen halten kann.” Sie lacht.
“Ja, jetzt lachst du. Erst haben sie Angst und dann rennen sie in alle Himmelrichtungen um rumzuschnuppern. Willst du wetten ?” “Du machst das schon.”
Wahrscheinlich werde ich ‘das machen’…., und eigendlich freue ich mich drauf.

Ich verabschiede mich schlussendlich auch von der Crew der Kurzwellenfunker im Office, die grade sechs Computer an einem langem Tisch aufbauen und spaeter fuer die schnellstmoegliche Hochladung von Rennzeiten auf’s Internet verantwortlich sind. Natuerlich werden sie nur Daten hochladen koennen, die tatsaechlich von Checkpoints ueber Kurzwellenfunk, Fax oder Telephon weitergegeben werden.
Ich wundere mich, wieso sie jetzt schon ihre Computer aufbauen, aber dann faellt mir auf, dass ich morgen den Twin Bears Checkpoint des Junior Yukon Quest aufwaermen muss.
Das Junior Yukon Quest ist ein wirklich gutes Rennen.

“Wer bist du ?”, fraegt mich ploetzlich eine Dame mit einer Liste in der Hand. Ich drehe mich um:
“YQ…Mile 101″. Kurze Fragen beduerfen kurze Antworten.
Sie blaettert kurz in ihren Seiten und meint gewichtig: “Euer Funker ist…. Kevin Abnett.” “…. seit 15 Jahren”, fuege ich sanft laechelnd hinzu.

Es ist Zeit zu gehen. Der Trail wartet…

Peter Kamper

2009 Yukon Quest Trail Blog 6

Februar 10, 2009 by  
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Am Abend bekomme ich eine E-Mail von Eric Cosmutto, der im Augenblick an unserem Dogdrop Mile 101 arbeitet: “Hi Boss, da oben ist alles klar. Ich habe nochmals eine Ladung Feuerholz entlang der Strasse geschlagen und der Trail zwischen Rosebud und Eagle Summit ist ok.”
Es wird mir ploetzlich klar, dass ich zwischen meinen ‘Welpen an der Leine’ (Video), Twin Bears fuer’s Junior Quest und Dog Drop Mile 101 einen viel zu grossen Bissen im Maul habe. Ich bin ploetzlich ein bischen unsicher. ‘Worauf habe ich mich eingelassen ?’
Nachdem ich die E-Mail lese rufe ich Eric an. Das Telephon klingelt und er nimmt ab. Eine Stimme sagt: “Iditarod Headquarters. Mit wem wollen sie verbunden werden ?” Natuerlich kann Eric auf seinem Handy sehen, wer anruft. Ich habe keine intelligente Antwort auf seinen Witz, schwoere mir allerdings meine gerechte Rache spaeter zu nehmen. “Wie sieht’s in Mile 101 aus?”, frage ich. “Hey, Boss…, ach du bist es.” Der verdammte alte Hase zeigt sich unschuldig: “Der Trail ist ok und wir sollten fast genug Holz haben um alle Huetten waehrend des Quest zu beheizen.”- “Echt ?”, frage ich. “…. falls Temperaturen nicht auf -40 C sinken werden,” fuegt er hinzu. Ich weiss, dass Mike Bowman eine Woche vor dem ersten Musher Mile 101 ‘eroeffnen’ wird und mehr Holz schlagen kann.
Wir lassen Scherze beiseite und reden ueber Tatsachen: “Ich hatte letztes Wochenende ein Rudel von zumindest 12 Woelfen um die Mile 101 Huetten. Du kannst nicht glauben, wie toll sich das Geheul angehoehrt hat,” meint Eric. Ich runzelte die Stirn: “Was machen die denn da oben ohne Baum und Strauch ?” – “Den Trail, den ich fuer’s YQ gesetzt habe wird im Augenblick von den Karibous benutzt.
Wir haben mehrere kleine Karibou-Herden in den Bergen um 101. Die Woelfe sind ihnen gefolgt und sind am jagen. Den Spuren nach ist es ein recht starkes Wolfsrudel.” Ich beneide ihn ein bischen, aber mit all der Arbeit, die er entlang des Trails leistet, hat er sich seine Erlebisse verdient. Natuerlich folgen die Rudel den Karibous um die schwaechsten Tiere der Herden zu verzehren. Es ist die natuerlichste Sache der Welt. ‘Homo sapiens’ hat es fuer Jahrtausende genauso gemacht.

Ich erklaere Eric, dass ich auch kommendes Wochenende NICHT nach ‘Mile 101′ kommen kann um ihm zu helfen, da ich den ‘Twin Bears Checkpoint’ fuer das Junior Quest leite. “Alles ist in guter Hand,” versichert er mir. Er wird allerdings nochmals den Trail zwischen Eagle Summit und Rosebud Summit abfahren.
Waehrend ich schreibe, muss ich lachen. Als ich in 1995 zum ersten Mal ‘Dogdrop-Manager’ war, hatte ich einen kleinen Datsun, der es ueber 160 km kaum durch den neugefallenen Schnee bis nach Mile 101 schaffte. Meine damalige Partnerin und ich stapften mit unserer 5-jaehrigen Tochter auf meinen Schultern ueber 100 Meter durch den typischen Wind der Gegend zur Huette, die damals ‘Mile 101′ war. Gluecklicher Weise hatte jemand Feuerholz hinterlassen…
Heute habe ich Maenner wie Eric Cosmutto, Mike Bowman, Kevin Abnett und Brad Brooks an meiner Seite. Sie sind nach all den Jahren Veteranen des Rennens die den Dogdrop sicherlich ohne mich handhaben koennen…..

Peter Kamper

2009 Yukon Quest Trail Blog 3

Februar 9, 2009 by  
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Am Samstag, dem 31 Januar war wieder einmal der Fooddrop faellig. Dies ist der Tag, an dem Musher all das Hundefutter und die Ausruestung, die sie spaeter in Checkpoints aufgreifen werden in gut gekennzeichneten Saecken ans Yukon Quest uebergeben.
Es ist auch das erste Mal, dass sich die ersten Leute der ‘Yukon Quest Family’ wieder einmal treffen. Die ‘Yukon Quest Family’ so wie wir es scherzhaft nennen, sind die Leute, die jedes Jahr als Rennrichter, Tieraerzte, Helfer und Reporter den langen 1000Meilen Trek entlang der Checkpoints angehen.
Es macht Spass, die altbekannten Gesichter zu sehen, Plaene zu schmieden und ueber alte Erlebnisse zu lachen. Die erste optimistische Spannung macht sich breit und die ersten Vermutungen ueber den Rennverlauf werden angestellt.
Unser Racemarshal Dough Grilliot knurrt, als er hoehrt wieviele Kamerateams auf dem Trail sein werden. “Na, das kann ja was werden. Erinnerst du dich noch an das japanische Team, das uns auf Eagle Summit fast erfrohren ist? Ich hab fuer sowas keine Zeit. Ehrlich.”
Ich bringe ihm sanft bei, dass ich selbst ein Kamerateam fuer’s Rennen fuehre.” – “Ja, aber du weisst dich zu benehmen und filmst fuer’s YQ. Das ist was anderes.”
Wir kennen uns lange, und oft mache ich waehrend des Rennens einen grossen Bogen um ihn wenn er unter dem fuer’s Rennen typischem Schlafmangel leidet. Er ist ein wirklich netter Mensch bis irgendjemand die Musher stoert fuer die er verantwortlich ist.

Matthias ist der Reporter des Fairbanks Daily News Miner. Er muss pro Tag drei Geschichten ueber das Rennen schreiben. Ich beneide ihn nicht.
“Wenn du irgendwas hoehrst oder Ideen hast, sagst du mir wieder Bescheid, ja ?” Ich hatte ihm letztes Jahr mit einem Buschfluzeug von Scroggie Creek aus erster Hand die Nachricht zugebracht, dass Lance Mackey sich fuer 3 Stunden auf Solomon’s Dome verfahren hatte. “Klar doch”, meinte ich. “Du mir aber auch….”.- “Ehrensache…”.
Wir alle lieben die Geruechte, die entlang des Trails entstehen. Der alte Witz: “Also mir ist langweilig, wie waer’s mit einem Geruecht, hat jemand Ideen..?”,wird oft entlang des Trails erwaehnt, gilt aber fuer ihn nicht.
Er muss seine gesamte Arbeit verifizieren, bevor er schreibt. Dies ist entlang des Trails schwierig und bedarf Disziplin.
Dan Ross, der zweimal pro Tag ein Live-Update fuer den Fairbanks Radio Sender KUAC vom Rennen macht, schuettelt mir die Hand. “Du bist wieder dabei ?”. Wir reden ein bischen und dann will er mich gleich interviewen. “Ok, aber nur wenn ich deine Interviews auf dem Trail filmen darf, meine ich.” Nicht nur kommen mir aus unerfindlichen Gruenden selten gute Fragen in den Sinn wenn ich vor einem Reporter stehe, aber auch ist es schwierig zu filmen und gleichzeitig Fragen zu stellen. Reporter waehrend ihrer eigenen Arbeit zu filmen macht da mehr Sinn. ‘Kein Problem, Peter.” – Wir reden fuer ein paar Minuten ueber Kamerateams entlang des Trails.”
Dan wird ‘live’ vom Trail um 7:50 Uhr und 12:50 Uhr per Telephon berichten. Dies ist ziemlich hart, da das Rennen keine Tag-oder Nachtzeit kennt. Man schlaeft wenn man kann.
Ich habe ihn schon mal gesehen wie er nach nur 2 Stunden Schlaf innerhalb von 1 1/2 Tagen aus seinem Schlafsack in einer Ecke des Checkpoints kroch, stoehnend zum Telephonhoehrer griff, sich die Augen rieb und seine Notitzen zurechtlegte um dann mit hellwacher Stimme fuer 5 Minuten fliessend zu reden. Als er fertig war, kroch er wieder in seinen Schlafsack und war 2 Minuten spaeter am schnarchen. Ein Profi….
Ich rede ein bischen mit David Dalton, der eigendlich immer etwas schwierig zu interviewen ist, aber schon 18 Yukon Quest Rennen fuhr.Er ist einer der Musher, die fuchsteufelswild werden koennen, wenn man seinen Hunden zu nahe kommt. Vor dem Rennen gibt er sich allerdings gelassen. Wir reden ueber Martin Buser und Jon Little, die erfahrenen Iditarod Musher, die dieses Jahr am YQ teilnehmen. Jon Little wird wohl vom letzten Mal gelernt haben (David Dalton half ihm und musste ihn in 2007 Eagle Summit hochschleppen), aber Martin Buser wird wahrscheinlich seine Hunde vor Eagle Summit zu hart antreiben, meint der Musher. ‘Ich stehe nach Central und vor Eagle Summit immer ein bischen auf der Bremse, damit die Hunde dort am Steilhang frisch ankommen.”
Spaeter am Abend wuerde ich per Telephon mit Sebastian Schnuelle reden, der eine andere Theorie ueber den viermaligen Iditarodgewinner erzaehlte: “Es kommt auf’s Wetter an. Martin hat Probleme mit wirklich kaltem Wetter. Ich bin Teilstrecken des Iditarod mit ihm gerannt. Wenn es wirklich kalt wird (45 C), wird er Probleme haben. Ansonsten sehe ich Eagle Summit als kein besonderes Problem fuer ihn an.” …. und so scheiden sich schon jetzt die Geister…, und die ersten Meinungen bilden sich…..

Peter Kamper

2009 Yukon Quest Trail Blog 2

Februar 9, 2009 by  
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Eigendlich bin ich den YQ-Trail immer alleine angegangen.
Dieses Jahr werde ich drei junge Studenten mit mir haben. Keiner von ihnen ist ein Musher oder hat jemals viel ueber Mushing gehoert. Das macht die Sache natuerlich interessant. Die Crew macht mir trotzdem Hoffnung. Immerhin scheinen ihnen Namen, Programme und Einstellungen fuer Videokameras so leicht ueber die Zunge zu kommen wie mir gewisse Mushingausdruecke.

Das Team ist zwischen 20 und 22 Jahre alt:
Nathan (Nate):
Der ist der ‘furchtlose Fuehrer’ der Gruppe und spaeter fuer den Schnitt verantwortlich. Er redet meist so, als haette er viel Kaffee getrunken, aber das ist wohl gut so, obwohl er so aussieht als koennte recht wuetend werden. Ich kenne den psychischen Stress entlang des Trails, und mache mir jetzt schon Sorgen drum.

Jose:
Er kommt aus Mexiko und ist anscheinend der beste Videographer der Truppe. Er sieht so aus, als mag er ‘Siestas’ und ist recht gemuetlich. Gleichzeitig verbreitet er allerdings eine bewundernswerte Ruhe, die er mit einem fast ewigem Laecheln traegt. Es ist gut moeglich, dass seine Laune spaeter das Team zusammenhalten wird.

Cricket:
Ich hatte um zumindest einen guten Motorschlittenfahrer fuer Video entlang des Trails gebeten. ‘Cricket’ ist eine 21-jaehrige Dame, die ungefaehr 48 kg wiegt. Ich bezeifele, dass sie einen Motorschlitten aus einer Schneewehe ziehen kann, aber sie kam schon gleich beim ersten Treffen mit GPS-Koordinaten von ihren eigenen Fahrten ueber Rosebud, Boulder und Eagle Summit entlang des Quest Trails an. Anscheinend ist sie recht erfahren. Ihr ‘boyfriend’ kam zum Meeting. Als ich arglos meinte:” Da du ja recht gut aussiehst und ein Maedchen bist, sollte es uns leicht fallen, erfahrene Motorschlittenfahrer in den Checkpoints zu finden, die mit dir rausfahren.” Wenn seine Blicke haetten toeten koennten, waere ich mit meinen 50 Jahren auf der Stelle eines schnellen aber schmerzhaften Todes gestorben.
Trotzdem habe ich Recht. Was konnte mir besseres passieren als eine gutaussehende Motorschlittenfahrerin in unserem Video Team zu haben ?
Die Infiltration der jeweils lokalen Motorschlittenfahrer ist fuer unrasierte ‘white boys’ nicht leicht und ich denke eben praktisch. Cricket grinste nur, waehrend der Professor meinte: “Du bist mir fuer die Sicherheit der Studenten verantwortlich.” Klar bin ich das, aber ich denke auch praktisch. Keiner kennt den Trail besser als die Einwohner der jeweiligen Gegend.

Eine Dame namens Tessa war bis heute ebenfalls ein Teil des Teams. Als ich allerdings meinte, dass wir uns teilweise trennen werden und sie vielleicht auch mal mit einem Doghandler oder Rennrichtern alleine entlang des Trails fahren muesste, wollte sie dies nicht. “Wieviel weisst DU eigendlich ueber’s Quest ?”, fragte sie mich. Ich zaehlte meine Erfahrungen auf. “Ah”, meinte sie. “Aber ich muss doch wohl nicht mit fremden Leuten im Auto fahren.” Ich stutzte: “Das sind alles Leute, denen du vertrauen kannst.” Nein, sowas ging ihrer Meinung nach nicht.
Ich versuchte noch, ihr einen Platz in Slaven’s Cabin am Yukon mit einer Gruppe des Alaska National Park Service zu besorgen, damit sie dort mit den Rangern fuer 5 Tage bleiben koennte um alles um diesen Dogdrop herum zu filmen.
Teufel, ….. andere Leute… einschliesslich ich, wuerden sich darum reissen: “5 Tage in einer Huette ? Also zwei Tage ginge.” Hust: Tessa hat unser Team leider fruehzeitig verlassen.
Der Rest der Gruppe erscheint allerdings recht solide,… zumindest im Warmem am Besprechungstisch.

Entgegen zu anderen YQ-Rennen, auf denen ich immer ‘irgendwo’ schlief, ‘irgendwie’ weiter kam und nur fuer mich selbst verantwortlich war, habe ich nun 3 Welpen an der Leine.
Obwohl es wahr ist meine ich es nicht negativ, aber es aendert natuerlich meine gesamte und hoechst einfache Rucksack-Logistik. Vielleicht kann ich der Gruppe etwas beibringen, und sowas macht Spass.
Ich bin wirklich mal gespannt, was aus diesem Projekt wird und nehme die Verantwortung, die ich ploetzlich trage sicherlich nicht leicht.
Da die Gruppe einen Grossteil des Filmens uebernehmen will, habe ich vielleicht Zeit, mehr zu schreiben.
Sie wissen, dass sie Film-Clips fuer die YQ-website entlang des Trails schneiden muessen, aber die altbewaehrte YQ-Trail-Regel wird wahrscheinlich auch dieses Jahr nicht gebrochen werden: “Plane sorgsam fuer 6 Monate. Lasse nichts unbedacht. Schreibe alle Plaene sorgsam auf …. und schmeisse sie am 2. Tag des Rennens weg. Es kommt eh nichts so, wie du es geplant hast…..”.

Peter Kamper

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